VG-Wort Pixel

Stiftung Warentest Hähnchenkeulen sind mit Keimen belastet


Krankheitserreger im Kühlregal: Jeder zweite Hähnchenschenkel ist mit zu vielen Keimen belastet. Insbesondere Bio-Hühner schnitten im Test schlecht ab. Nur wenige Produkte waren unbedenklich.

Bei diesem Ergebnis kann einem der Appetit auf gebratenes Hähnchen schnell vergehen. Laut einer Untersuchung von Stiftung Warentest sind frische Hähnchenschenkel aus dem Supermarkt wahre Keimschleudern. 11 von 20 untersuchten Keulen enthielten so viele Keime und Bakterien, dass sie nur mit "ausreichend" oder "mangelhaft" abschnitten. Und zwar vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums.

Lediglich fünf getestete Angebote waren "gut": Es handelt sich um die Produkte von Friki, Kaufland, Aldi Süd und Wilhelm Brandenburg (Rewe). Auch sie sind zwar nicht vollständig keimfrei, die Keimgehalte waren aber weitgehend unauffällig.

Viele Hühnerschenkel überschritten aber die Grenzwerte für Verderbnis- und Krankheitskeime. Zwei Produkte enthielten Listerien, das sind Bakterien, die grippeähnliche Erkrankungen, in schweren Fällen Hirnhautentzündung verursachen können. Auch Durchfallerreger und antibiotikaresistente Bakterien tummeln sich in den abgepackten Produkten. Immerhin: Salmonellen fanden die Prüfer in keinem der Produkte. Besonders viele Keime enthielten übrigens die Bio-Hähnchen: Das Bio-Produkt von Rewe war gerade noch "befriedigend", alle anderen kamen schlecht weg.

Wie gefährlich die Bakterien sind, hängt auch vom Gesundheitszustand des Menschen ab. Grundsätzlich empfiehlt sich, das Fleisch gut zu kühlen, ordentlich durchzubraten und recht bald zu verzehren. Darüber hinaus empfiehlt Stiftung Warentest auf Küchenhygiene zu achten, nicht dieselben Messer und Bretter für andere Lebensmittel zu verwenden und die Utensilien nach Gebrauch gut zu spülen.

Den kompletten Text gibt es gegen Gebühr auf www.test.de

bak

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker