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Hausmittel: Erste Hilfe bei Husten und Schnupfen

Eine Erkältung hat Sie eiskalt erwischt: Schnupfen, Husten, Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. stern.de zeigt Ihnen die besten Hausmittel für eine schnelle Selbsthilfe.

Eine Erkältung hat Sie eiskalt erwischt: Schnupfen, Husten, Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Diese Mittelchen aus der Hausapotheke verschaffen erste Linderung.

Schnupfen

Erste Anzeichen für eine Erkältung ist meistens Schnupfen. Kamillendampfbäder und Schwitzkuren mit heißem Lindenblütentee oder Thymiantee verhindern, dass sich die Erkältung verschlimmert, und machen die Nase wieder frei.

Wenn die Nase so verschnupft ist, dass Kräuterwirkstoffe nicht mehr helfen, sollten schleimhautabschwellende Nasentropfen verwendet werden. Am besten eignen sich ölfreie Präparate, damit die feinen Nasenhärchen nicht verkleben. Nasensprays stehen im Verdacht, die Nasenschleimhaut auszutrocknen. Neuere Produkte wirken deswegen auf Basis des Vitamins Pantothensäure. Dieses verhindert das Austrocknen der Schleimhäute. Zusätzlich wirkt es entzündungshemmend und wundheilfördernd.

Ein Brustwickel mit Kräuterextrakten lindert die Erkältungssymptome. Erkrankte reiben sich Brust und Rücken mit einem Erkältungsbalsam ein, ziehen ein angewärmtes Hemd über - und ab ins warme Bett!

Nasennebenhöhlenentzündung

Auch bei Nasennebenhöhlenentzündungen helfen abschwellende Nasentropfen. Besonders geeignet sind Nasensprays aus Meerwasser: Sie befreien die Zugänge zu den Nebenhöhlen, so dass die Durchlüftung der Höhlen funktioniert.

Kamille, Pfefferminze, Salbei und Rosmarin wirken stark entzündungshemmend. Kräuterbäder, Inhalation und Tees helfen folglich gegen entzündete Nasennebenhöhlen. Kleinkinder und Säuglinge sollten keine mentholhaltigen Erkältungspräparate bekommen -die ätherischen Öle können bei ihnen Atemstörungen verursachen.

Im Winter sollte man beheizte Räume immer ausreichend lüften. Die trockene Heizungsluft reizt die Schleimhäute und trocknet sie aus. Wirkt die Behandlung mit pflanzlichen Heilmitteln nicht, sollte auf jeden Fall ein Arzt zu Rate gezogen werden, damit sich aus einer akuten keine chronische Nebenhöhlenentzündung entwickelt.

Husten

Bei Husten helfen Extrakte aus Efeublättern, Thymian, Primelwurzeln, Süßholzwurzeln und Spitzwegerich. Aufgüsse oder Hustensäfte aus diesen Pflanzen wirken entzündungshemmend und krampflösend. Außerdem lösen sie den Schleim in den infizierten Atemwegen. Wie bei Schnupfen lindern Brustwickel die Beschwerden.

Bronchitis

Bei einer akuten Bronchitis sollte man vor dem Schlafengehen mit hustenstillenden Mitteln inhalieren. Das erleichtert das Einschlafen und - ganz wichtig - ermöglicht einen erholsamen Schlaf, sodass sich das Immunsystem erholen kann. Warme Wickel und Erkältungsbäder unterstützen ebenfalls den Heilungsprozess. Allerdings sollten Fieberpatienten auf ein Bad verzichten. Wenn der Husten länger als drei Wochen andauert, muss auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden.

Fieber

Bei hohem Fieber helfen kalte Waden- oder Beinwickel: nasse Handtücher um Waden oder Beine wickeln und zusätzlich nasse Socken tragen. Die Wickel sollten vier Mal täglich für acht Minuten angewendet werden. Durch das Fieber verliert der Körper Flüssigkeit. Deswegen ist es wichtig, viel zu trinken. Geeignet sind vor allem fiebersenkende Tees aus Eukalyptusblättern.

Wenn das Fieber nicht von allein sinkt, helfen fiebersenkende Mittel. Diese greifen allerdings Magen und Leber an und sollten deshalb nur bei wirklich hohem Fieber eingenommen werden. Schwitzkuren treiben die Infektion aus: Schweißtreibende Tees aus Lindenblüten oder Holunderblüten verstärken den Effekt.

Kopf- und Gliederschmerzen

Wetterfühlige Menschen reagieren oft mit Kopfschmerzen auf Tiefdruckgebiete. Spaziergänge bei Wind und Wetter härten dagegen ab, denn sie fördern die Durchblutung und befeuchten die Schleimhäute. Die natürliche Sauerstoffdusche vermindert dadurch die Schmerzempfänglichkeit.

Bei starken Kopf- und Gliederschmerzen ist allerdings von extremem Outdoor-Kreislauftraining abzuraten. Manchmal wirkt Schlaf in einem dunklen und ruhigen Zimmer wahre Wunder. Bei verspannungsbedingten Kopfschmerzen löst ein warmes Bad mit ätherischen Ölen (Pfefferminze, Melisse und Eukalyptus) die Muskelverspannungen. Für unterwegs ist japanisches Heilpflanzenöl oder Tigerbalsam sehr praktisch.

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