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Infektionen: Entzündungen der Nebenhöhlen nicht unterschätzen

Aus einem gewöhnlichen und meist harmlosen Schnupfen kann sich eine gefährliche Entzündung der Nasennebenhöhlen entwickeln. Darauf weist die Bundesärztekammer hin.

Aus einem gewöhnlichen und meist harmlosen Schnupfen kann sich eine gefährliche Entzündung der Nasennebenhöhlen entwickel. Diese so genannte Sinusitis sollte vor allem bei Komplikationen wie Augen- und Wangenschwellungen, Sehstörungen, anhaltenden Kopf-, Nacken- und Zahnschmerzen sowie Fieber möglichst schnell ärztlich behandelt werden, wie die Bundesärztekammer in ihrem aktuellen Gesundheitstipp betont.

Der Schleimrückstau ist schädlich

Die akute Sinusitis entsteht meist als Folge eines Schnupfens oder einer Rachenentzündung. Dadurch schwellen nach Angaben der Mediziner die Nasen- und Nasenebenhöhlenschleimhäute an. Die Schwellung verschließe die Ausgänge der Nebenhöhlen und blockiere so den Abtransport von Schleim, der auch bei gesunden Menschen regelmäßig im Zellsystem der Nasennebenhöhlen produziert werde. Der entstehende Schleim-Rückstau führe zu Schmerzen und schädige zusätzlich die für den Transport zuständigen Flimmerhärchen in den Nebenhöhlen.

Höhepunkt um die Mittagszeit

Bei einer Sinusitis ist laut Ärztekammer meist die Nasenatmung beeinträchtigt. Die Nase sei durch ein zunächst dünn-, später dickflüssiges eitrig gelbes Sekret verlegt, das sowohl noch vorn als auch nach hinten in den Rachen abfließe. Im Bereich von Augen, Schläfen, Wangen, Stirn und Nasenwurzel entstehe ein schmerzhaftes Druckgefühl, das sich beim Bücken verschlimmere. Um die Mittagszeit werde in der Regel der Schmerzhöhepunkt erreicht. Auch Fieber und Schwellungen der Augenlider gehörten zu den bekannten Krankheitssymptomen.

Tee und heiße Dämpfe

Die Bundesärztekammer empfiehlt Patienten, möglichst viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen, um den Schleim zu verdünnen. Neben Wasser eigne sich vor allem warmer Tee. Sinnvoll sei auch die Inhalation von heißem Wasserdampf, der mit ätherischen Ölen oder Salz versetzt sei. Da es sich bei der Sinusitis um eine ernst zu nehmende Krankheit handele, solle in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden.

Dieser verschreibe üblicherweise abschwellende Nasentropfen sowie schleimlösende, entzündungshemmende und bei Bedarf fiebersenkende Medikamente. In besonders hartnäckigen Fällen sei die Einnahme eines Antibiotikums unumgänglich. Klingt die Nebenhöhlenentzündung nur allmählich ab, sollten Patienten zunächst ein Stirnband oder eine Mütze tragen, wenn sie sich im Freien bewegten.

Herzhaftes Naseputzen vermeiden

Um einer Sinusitis vorzubeugen, sollten Verschnupfte allzu herzhaftes Naseputzen vermeiden, da dadurch Krankheitserreger vom Nasen-Rachen-Raum in die Nasennebenhöhlen gepresst würden, betonen die Mediziner. Da Heizungsluft die Schleimhäute schnell austrockne, sei häufiges Lüften gerade in der kalten Jahreszeit wichtig. Frische Luft lasse die Luftfeuchtigkeit im Raum ansteigen und verhindere so ein schnelles Austrocknen der Schleimhäute.

DPA
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