Lexikon Arzneizubereitungen & Gewürze


Die ayurvedische Medizin kennt rund 700 verschiedene Kombinationspräparat aus "natürlichen" Zutaten. Auch Gewürze werden traditionell als Heilmittel eingesetzt.

Arzneizubereitungen

Die ayurvedische Medizin kennt rund 700 verschiedene Kombinationspräparate - deren mutmaßliche Wirkung allerdings in der Regel nicht durch wissenschaftliche Studien belegt ist. Die Präparate sind in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen, können aber vom Arzt verordnet und dann über eine internationale Apotheke oder das Internet beschafft werden. Achtung: Die Mittel können mit Schadstoffen belastet sein!

Arjuna

Mittel aus Baumrinde, das der Herzstärkung dienen soll; wird für alle Doshas eingesetzt

Ashwagandha

Zubereitung aus einer Physalisart; wird verordnet bei "zu starkem Vata", bei Schlafstörungen und chronischem Stress durch Überforderung

Bala

Wurzelextrakt; soll Entzündungen lindern und bei rheumatischen Erkrankungen entwässern

Chyawanprash

Mischung aus über 50 Bestandteilen; wird bei allen Doshas zur Stärkung des Immunsystems angewandt

Ghee

Geklärte Butter (reines Butterfett); es entsteht, wenn man ungesalzene Butter auf kleiner Flamme köchelt und Wasser sowie Protein-anteile entfernt. Ghee wird entweder der normalen Nahrung beigemischt und soll dann stärkend wirken. Oder man nimmt es zur "inneren Fettung" pur als Frühstück ein (im Rahmen der Panchakarma-Kur)

Kumari

Indische Aloe-Vera-Zubereitung; soll bei Vata- und Pitta-Typen Verdauungsstörungen lindern, Magenschleimhautentzündungen beheben, die Leber entgiften, die Blutbildung fördern und menstruelle Beschwerden und Unregelmäßkeiten im weiblichen Zyklus beheben

Salai Guggal (Boswellia serrata)

Arzneimittel aus dem Indischen Weihrauchbaum; eine entzündungshemmende Wirkung bei Rheuma und bestimmten Formen der Darmentzündung (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) konnte in einer wissenschaftlichen Studie belegt werden

Triphala

Kombinationspräparate aus drei Früchten, das zur Regulierung der Darmtätigkeit und zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt wird

Trikatu

Mischung aus drei Pfeffersorten; wird verordnet bei Entzündungen der Nasennebenhöhlen mit Sekretstau, bei chronischer feuchter Bronchitis und "Kapha-Störungen"

Gewürze

Auch sie werden in Indien traditionell als Heilmittel eingesetzt. Die Anwendung beruht in den allermeisten Fällen auf Erfahrung - klinische Wirksamkeitsstudien gibt es kaum. Hier eine Auswahl aus dem aromatischen Arzneirepertoire

Ingwer-Wurzel

gilt als wärmend, appetitanregend und lindernd bei Erkältungskrankheiten, Migräne und Magenbeschwerden. Soll "Vata- und Kapha-Störungen" heilen. Ein Ingwerpräparat gegen Übelkeit, Erbrechen und Reisekrankheit ist in Deutschland als Arzneimittel zugelassen.

Kurkuma (Gelbwurz)

wird bei Magenbeschwerden angewandt. Medikamente mit diesem Inhaltsstoff sind in Deutschland erhältlich

Kardamom

soll den ganzen Organismus beruhigen sowie Asthma und Husten lindern

Kreuzkümmel

gilt als ausgleichend für alle Doshas - und als erleichternd bei Schmerzen und Krämpfen

Koriander

soll verdauungsfördernd und harntreibend wirken und bei Rheuma und Gelenkschmerzen helfen

Langpfeffer

kommt bei "Kapha-Störungen" zum Einsatz

Schwarzer Pfeffer

gilt als anregend, verdauungs- und durchblutungsfördernd

Süssholz

wird als Tee oder Pulver zur Reduzierung der Magensäure verabreicht

Teufelsdreck (Asafoetida)

Ein Gummiharz, das verdauungsfördernd wirkt und als natürliches Abführmittel gilt

print

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker