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Starke UV-Strahlung: Welcher Lichtschutzfaktor ist für mich der richtige?

Der Sommer ist zurück: Heute und morgen klettern die Temperaturen vielerorts über 30 Grad. Der richtige Sonnenschutz ist nun besonders wichtig – denn die Sonne brennt besonders stark vom Himmel.

Das Bild zeigt eine Frau, die sich die Schulter mit Sonnencreme einschmiert.

Keinen Sonnenbrand riskieren: Der richtige Schutz ist eine Frage des Hauttyps

Es ist Hochsommer in Deutschland. Guter Sonnenschutz ist jetzt ein Muss. Wer sich nicht eincremt, riskiert einen Sonnenbrand, der die Haut nachhaltig schädigt. Zu langes und ausgiebiges Sonnenbaden ohne geeigneten Schutz trägt auch zur vorzeitigen Hautalterung bei – und kann im schlimmsten Fall sogar Hautkrebs begünstigen.

Entscheidend für die Schutzwirkung einer Sonnencreme ist der Lichtschutzfaktor (LSF). Er gibt an, wie lange sich die Eigenschutzzeit der Haut verlängert, wenn das Produkt aufgetragen wird. Menschen mit heller Haut können sich etwa zehn Minuten ohne Schutz in der Sonne aufhalten. Eine Sonnencreme mit LSF 20 verlängert diesen Schutz um das 20-Fache – in diesem Fall also auf 200 Minuten, was rund drei Stunden entspricht. Experten empfehlen aber, die errechnete Schutzzeit nie voll auszureizen.

Aber wer braucht welche Creme, wenn er sich in die Sonne begibt? Die Dauer des Sonnenaufenthalts und auch der richtige Lichtschutzfaktor orientieren sich am Hauttyp. Dermatologen unterscheiden dabei vier europäische Typen:

Der lichtempfindlichste Typ I hat helle Haut, rötlich bis rotblonde Haare und blaue oder grüne Augen. Er ist eher selten. Zu ihm zählen etwa zwei Prozent der Deutschen. Der sogenannte keltische Typ bräunt nicht, bekommt aber sehr schnell einen Sonnenbrand und sollte sich im Sommer ohne Lichtschutzfaktor von 50 und mehr nicht vor die Tür trauen. Die Eigenschutzzeit der Haut liegt nur bei etwa fünf bis zehn Minuten – daher unbedingt die Mittagssonne meiden!

Typ II hat ebenfalls helle Haut, blonde bis hellbraune Haare und blaue, graue oder braune Augen, bräunt kaum, verbrennt schnell und schützt sich am besten mit Faktor 30 bis 50. Etwa zwölf Prozent der Deutschen entsprechen diesem Typ. Die Eigenschutzzeit der Haut ist etwas länger als der des ersten Typen: Sie liegt bei etwa zehn bis maximal 20 Minuten.

Hauttyp III gilt mit seinem hellbraunen Teint, seinen dunkelblonden bis braunen Haaren und braunen Augen als mitteleuropäischer Normalfall, rund 78 Prozent der Bevölkerung gehören dazu. Typ III bräunt recht gut, verbrennt aber durchaus und braucht einen Lichtschutzfaktor von 15 bis 25. Die Eigenschutzzeit der Haut liegt bei etwa 20 bis 30 Minuten – danach droht ein schmerzhafter Sonnenbrand.

Zum mediterranen Hauttyp IV gehören etwa acht Prozent der Deutschen. Sie haben einen olivfarbenen Teint, dunkelbraune Haare, braune Augen, werden schnell braun und verbrennen eher selten. Ihnen reicht in der Regel Lichtschutzfaktor 6 bis 10. Die Eigenschutzzeit der Haut beträgt etwa 40 Minuten.

Unabhängig vom Hauttyp gilt es noch einige grundsätzliche Tipps zu beachten. Sonnencreme sollte immer großzügig aufgetragen werden, vor allem auf den sogenannten Sonnenterassen, wie Nase, Ohren, Schultern und Dekolleté. Hier ist die Sonneneinstrahlung besonders intensiv. Auch wichtig: mehrmaliges Nachcremen. Es hält die Schutzwirkung aufrecht, verlängert sie aber nicht.

Mechthild Klein, Ilona Kriesl
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