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Bundesstaat Kerala: Mehrere Tote durch Nipah-Virus in Indien

In Süden Indiens ist das Nipah-Virus ausgebrochen. Mehrere Menschen sind an der Infektion bereits gestorben, Erkrankte werden auf Isolierstationen untergebracht. Doch eine wirkungsvolle Behandlung gibt es nicht.

Patienten werden in einem Krankenhaus in Kozhikode, Indien auf das Nipah-Virus untersucht

Patienten werden in einem Krankenhaus in Kozhikode, Indien, auf das Nipah-Virus untersucht

AFP

In Indien sind mindestens zwei Menschen Opfer des gefährlichen Nipah-Virus geworden. Es kann Fieber, Atemwegserkrankungen und tödliche Hirnhautentzündungen verursachen. Da es weder eine Impfung noch eine wirkungsvolle Behandlung gibt, fürchtet die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen schweren Krankheitsausbruch.

Bei den beiden bestätigten Opfern handelt es sich um Brüder aus dem Bezirk Kozhikode, teilte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums des südindischen Bundesstaates Kerala am Montag mit. Vier weitere Todesfälle, bei denen der Verdacht auf das Nipah-Virus herrsche, würden noch untersucht. Darunter sei eine Krankenschwester, die die beiden Toten behandelt hatte.

Infizierte werden auf Isolierstationen behandelt

Blutproben von 64 Menschen, die mit den gestorbenen Brüdern in Kontakt gekommen waren, wurden laut der Sprecherin in Kerala zur Untersuchung an ein Labor geschickt. Neun von ihnen hätten Symptome einer Nipah-Infektion und würden auf Isolierstationen behandelt. Zwei der Erkrankten seien in kritischem Zustand. Experten des nationalen Gesundheitsministeriums wurden nach Kerala geschickt.

Die Sterblichkeitsrate bei bisherigen Ausbrüchen des Virus - alle in Südasien - lag nach Angaben der WHO zwischen 9 und 100 Prozent. Flughunde sind die natürlichen Wirte des Erregers, an dem auch Tiere schwer erkranken können.

Das Nipah-Virus wurde erstmals im Jahr 1998 in Malaysia nachgewiesen. Es gehört nach Ansicht der WHO zu den Erregern, die am dringendsten erforscht werden müssen, weil die Wahrscheinlichkeit bei ihnen am höchsten ist, dass sie in naher Zukunft schwere Krankheitsausbrüche verursachen - zusammen etwa mit Ebola und Zika. 

fri / DPA

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