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Meningitis-Ausbruch in den USA: Zwei neue Arzneien als mögliche Ursache

Im Bemühen um die Aufklärung der Meningitis-Fälle in den USA durch verunreinigte Schmerzinjektionen sind zwei weitere Produkte als Ursache identifiziert worden. Erneut steht die Firma NECC im Fokus.

Die Aufklärung der Meningitis-Fälle in den USA durch verunreinigte Schmerzinjektionen geht weiter voran. Behörden haben zwei weitere mögliche Produkte als Ursache identifiziert. Wie die Arznei- und Lebensmittelaufsicht FDA am Montag mitteilte, erkrankten zwei Patienten an Hirnhautentzündung, nachdem ihnen während einer Herzoperation ein Mittel zur Muskellähmung injiziert worden sei. Ein weiterer Patient sei nach einer anderen Steroid-Injektion als der bisher beanstandeten Lösung an Meningitis erkrankt. Die beiden nun identifizierten Produkte stammen ebenfalls von der Firma NECC.

Die FDA betonte aber, noch könne kein direkter Zusammenhang zwischen den verabreichten Injektionen und der Erkrankung an Meningitis bestätigt werden. Die Untersuchungen der Patienten liefen noch, teilte die Behörde mit. Mittlerweile sind in den USA mutmaßlich in Verbindung mit verunreinigten Steroid-Injektionen mehr als 200 Menschen an Meningitis erkrankt, 15 Patienten starben daran. Die mit dem Pilz verseuchten Injektionen wurden von der Firma NECC in Massachusetts hergestellt. Das Unternehmen rief inzwischen alle Dosen zurück, stellte seine Produktion ein und gab seine Lizenz zurück.

Die Meningitis greift Gehirn und Rückenmark an. Die Krankheit bleibt oft lange unentdeckt, weil die ersten Symptome einer Grippe ähneln. Die Betroffenen müssen im Krankenhaus intravenös Medikamente gegen den Erregerpilz erhalten.

jat/AFP / AFP
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