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News zum Coronavirus Ausgangssperre in Frankreich wird bis zum 11. Mai verlängert

coronavirius: emmanuel macron
Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron (Archivbild)
© Loic Venance
Die Zahl der Coronavirus-Infektionen steigt weiter. Weltweit wurde der Erreger bei 1.850.000 Menschen nachgewiesen. In Deutschland sind mehr als 127.000 Menschen infiziert, mehr als 3000 sind gestorben. Alle Nachrichten zur Coronakrise im stern-Liveblog.

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen steigt weiter an. Nach jüngsten Angaben der Johns-Hopkins-Universität wurde bis zum Montagmorgen bei 1.850.807 Menschen der neuartige Erreger nachgewiesen. 114.251 Personen sind nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben.

In Deutschland gibt es demnach 127.854 bestätigte Infektionen. Die Zahl der Toten wird mit 3022 beziffert.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) fordert einen "Fahrplan, der uns den Weg in eine verantwortungsvolle Normalität zeigt". Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nannte die Corona-Pandemie in seiner Osteransprache "eine Prüfung unserer Menschlichkeit". 

Die Kontaktsperren und öffentlichen Einschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus werden in Deutschland noch mindestens bis zum 19. April gelten. Wie es danach weitergeht, ist noch offen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder wollen am Mittwoch darüber beraten.

Die wichtigsten Meldungen des Tages im Überblick:

  • Ausgangssperre in Frankreich wird bis zum 11. Mai verlängert (20.19 Uhr)
  • Fast 15.000 Coronavirus-Tote in Frankreich (20.04 Uhr)
  • Erdogan kündigt neues Ausgehverbot in 31 türkischen Städten an (18.53)
  • Corona-Pandemie: Putin will Erfahrung des Militärs nutzen (18.46 Uhr)
  • Mehr als 10.000 Corona-Todesfälle in New York (18.18 Uhr)
  • Amazon will in Corona-Krise weitere 75.000 Mitarbeiter einstellen (17.25 Uhr)
Live Blog

Coronavirus: Der Liveblog am 13. April

  • Moritz Dickentmann
    • Moritz Dickentmann

    Israel hat eine Ausgangssperre zum Ende des einwöchigen, jüdischen Pessachfestes verhängt. Von Dienstag bis Donnerstag dürften die Bürger ihre Häuser außer für dringende Besorgungen nicht verlassen, teilte der rechtskonservative Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Montagabend mit. Die Regierung hatte mehrfach die Sorge geäußert, dass Zusammenkünfte zum Pessachfest die Ausbreitung des Coronavirus massiv befeuern könnten. Bereits zum Auftakt des Festes Mitte vergangener Woche hatte die Regierung eine Ausgangssperre verhängt. Zu Beginn kommen in Israel traditionell Familien zum großen Abendessen zusammen.

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    Frankreich will seine Grenzen mit Nicht-EU-Staaten wegen der Covid-19-Pandemie weiter geschlossen halten. Das kündigte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Montagabend in einer TV-Ansprache an. Einen Termin nannte er dabei nicht. Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie hatten sich Mitte März alle EU-Staaten außer Irland sowie die Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island darauf geeinigt, alle nicht zwingend notwendigen Reisen in die EU zunächst für 30 Tage einzuschränken.

  • Moritz Dickentmann
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    Die britische Regierung will die wegen der Coronavirus-Pandemie verhängte Ausgangssperre vorerst nicht lockern. Außenminister Dominic Raab, der den an der Lungenkrankheit Covid-19 erkrankten Premierminister Boris Johnson vertritt, sagte am Montag in London, trotz einiger "positiver" Entwicklungen sei der "Höhepunkt" der Virus-Ausbreitung in Großbritannien noch nicht erreicht.

    Die britische Regierung muss bis Donnerstag über eine Verlängerung der seit 23. März geltenden Ausgangssperre entscheiden. Die Maßnahme galt zunächst für drei Wochen, ihre Verlängerung gilt als sehr wahrscheinlich.

  • Moritz Dickentmann
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    Der von dem rechtsextremen Terroranschlag in Halle betroffene "Kiez-Döner" hat sein Geschäft eingestellt. Die Corona-Krise habe dazu geführt, dass der Betrieb schließen musste, bestätigte der ehemalige Inhaber Izzet Cagac am Montagabend. Er hatte den Imbiss ehemaligen Angestellten geschenkt, die während des Anschlags dort gearbeitet hatten. Zuvor hatte der "Spiegel" über die Schließung berichtet.

    In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin erläutert einer der jetzigen Betreiber, Ismet Tekin, die Hintergründe der Geschäftsaufgabe. "Im neuen Jahr kamen nur wenige Gäste, das Geschäft lief nicht gut. Und jetzt mit Corona ist es noch schlimmer", sagt Tekin. Demnach hat der Laden bereits seit zwei Wochen geschlossen. Er habe sich bereits beim Jobcenter wegen eines Hartz-IV-Antrags gemeldet.

    Bereits im Februar war bekannt geworden, dass der Laden finanzielle Probleme hatte. Bereits damals hieß es, dass um den Laden "gekämpft" werde.

  • Moritz Dickentmann
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    In der Corona-Krise wollen die Gouverneure von sechs nordöstlichen US-Bundesstaaten ihre Lockerungspläne künftig miteinander abstimmen. "Lasst uns klug sein, lasst uns hilfsbereit sein und lasst uns voneinander lernen", sagte Andrew Cuomo, Gouverneur des Bundesstaats New York, am Montag bei einer virtuellen Pressekonferenz gemeinsam mit seinen demokratischen Kollegen aus New Jersey, Connecticut, Pennsylvania, Rhode Island und Delaware. Gemeinsam solle darüber beraten werden, wann beispielsweise Schulen wieder geöffnet werden könnten. Details oder einen Zeitplan gebe es dazu aber noch nicht.

  • Moritz Dickentmann
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    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die strengen Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen Covid-19 bis zum 11. Mai verlängert. Es gebe Hoffnung, sagte Macron am Montagabend in einer Fernsehansprache. Aber in der Region Grand Est oder im Großraum Paris seinen die Krankenhäuser überlastet. Der Präsident bedankte sich bei allen, die sich an die Regeln halten. Er wisse, dass dies noch schwieriger sei, wenn man in einer engen Wohnung lebe.

    Die strengen Regeln gelten bereits seit dem 17. März und wurden schon einmal verlängert. Die Französinnen und Franzosen dürfen nur das Haus verlassen, wenn es unbedingt nötig ist. Spaziergänge, Gassigehen oder Sport sind nur eine Stunde pro Tag im Radius von einem Kilometer zur Wohnung erlaubt.

  • Moritz Dickentmann
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    Ausgangssperre in Frankreich wird bis zum 11. Mai verlängert, wie Staatschef Emmanuel Macron am Montagabend in einer Fernsehansprache an die Nation bekannt gab.

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    In Frankreich sind inzwischen fast 15.000 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. In den vergangenen 24 Stunden seien 574 Todesfälle gemeldet worden, teilte die Gesundheitsbehörde DGS am Montagabend mit. Die Gesamtzahl der Todesopfer sei damit auf 14.967 gestiegen.

    Staatschef Emmanuel Macron will am Abend zum dritten Mal eine Fernsehansprache zur Corona-Krise halten. Es wird damit gerechnet, dass er eine Verlängerung der Ausgangssperre bis in den Mai hinein verkündet.

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    Fanprojekt-Koordinator Michael Gabriel hat den Austausch der Fußballverbände mit Fanvertretern über Maßnahmen in der Corona-Krise begrüßt. "Dieser Dialog ist auch deswegen von größter Bedeutung, weil es wahrscheinlich ja demnächst Spiele ohne Fans geben soll", sagte Gabriel dem "Spiegel". Nach Angaben des Leiters der Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) haben Deutscher Fußball-Bund und Deutsche Fußball Liga regelmäßigen Runden mit Fanbeauftragten und Fanorganisationen zugestimmt. "Dadurch werden Fans in die Entscheidungen eingebunden, können ihre Perspektive einbringen und können diese auch anders in ihre Strukturen tragen", sagte Gabriel.

    Am Freitag will eine außerordentliche Mitgliederversammlung der DFL über eine mögliche Wiederaufnahme der Saison in den Bundesligen im Mai beraten.

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    Die Menschen in der Türkei müssen sich nach Angaben von Präsident Recep Tayyip Erdogan vorerst jedes Wochenende auf eine strikte Ausgangssperre wegen der Coronavirus-Pandemie einstellen. Die Regierung habe entschieden, diese Maßnahmen so lange wie nötig beizubehalten, sagte Erdogan am Montag in einer Fernsehansprache. Am kommenden Wochenende solle die Ausgangssperre wieder von Freitag um Mitternacht bis Sonntag um Mitternacht gelten.

  • Moritz Dickentmann
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    Das neuartige Coronavirus ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zehnmal tödlicher als das als "Schweinegrippe" bekannte Virus H1N1, das 2009 eine Pandemie ausgelöst hatte. Inzwischen lägen immer mehr Daten aus verschiedenen Ländern vor, weshalb es ein klareres Bild über die Auswirkungen des Virus gebe, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montagabend in Genf. Die gegen das Coronavirus verhängten Einschränkungen sollten daher nur "langsam" gelockert werden.

    Es sei inzwischen klar, dass das neue Virus "sich schnell ausbreitet und tödlich ist: zehnmal mehr als das Grippevirus 2009", sagte Tedros auf einer virtuellen Pressekonferenz. Dem WHO-Chef zufolge kann das neuartige Virus nur komplett gestoppt werden, wenn ein "sicherer und effizienter Impfstoff" entwickelt wird. Solange es diesen nicht gebe, werde das Virus "in der Ära der Globalisierung" immer wieder neu in bestimmte Länder und Regionen eingeschleppt und breite sich dann neu aus.

  • Moritz Dickentmann
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    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat für das kommende Wochenende eine weitere Ausgangssperre in 31 Städten und Provinzen verkündet. Erdogans frühzeitige Ankündigung am Montag kam nachdem ein kurzfristig erlassenes Ausgehverbot am Freitagabend zu Panik und chaotischen Szenen geführt hatte. Das neue 48-stündige Ausgehverbot starte am kommenden Freitag um Mitternacht (Ortszeit) und Ende Sonntag um Mitternacht, sagte Erdogan.

  • Moritz Dickentmann
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    Der SPD-Co-Vorsitzende Norbert Walter-Borjans hat sich für eine schrittweise Lockerung der Beschränkungen im Zuge der Corona-Krise ausgesprochen. Die Restriktionen in der jetzigen Form aufrechtzuerhalten, werde aus seiner Sicht zunehmend auch zur psychischen und wirtschaftlichen Belastung", sagte er der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstag). "Wir alle haben ein Interesse daran, die Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen so schnell wie möglich wiederherzustellen. Mir ist ein Haushaltswaren- oder ein Möbelgeschäft, das ich nur mit Atemschutz betreten kann, jedenfalls lieber als geschlossene Läden, die die Versorgung einschränken und Hunderttausende wirtschaftlicher Existenzen bedrohen."

    Normalität werde allerdings nur langsam zurückkehren, sagt Walter-Borjans weiter. Der Hebel könne nicht einfach "wieder von null auf eins" umgelegt werden, dafür bleibe die Lage zu fragil. Das entscheidende Kriterium bei den anstehenden Gesprächen bleibe, die Belastbarkeit der medizinischen Einrichtungen und des behandelnden Personals nicht zu überfordern. "Überhaupt sollte gelten, nach einer Lockerung der Auflagen so zurückhaltend wie eben möglich zu bleiben."

  • Moritz Dickentmann
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    Im Kampf gegen das Coronavirus in Russland will Kremlchef Wladimir Putin auch die Erfahrungen des Militärs nutzen. Das russische Verteidigungsministerium hat Experten aus den Streitkräften zu Hilfseinsätzen nach Italien und Serbien entsandt. "Sie haben dort schon wichtige Erfahrungen gesammelt unter reichlich schwierigen Bedingungen. Diese Erfahrungen sollten hier genutzt werden", sagte der Präsident. Putin meinte, dass sich die Lage in Russland nicht bessere. Die nächsten Wochen seien entscheidend.

    Gelder des Verteidigungsministeriums würden nun auch für den Bau neuer Infektionskrankenhäuser eingesetzt, sagte Putin. In einer Videokonferenz mit Regierungsmitgliedern ordnete er an, das Potenzial an Personal von allen medizinischen Einrichtungen, darunter auch Fach- und Hochschulen, auszuschöpfen. Vor allem in Moskau gab es zuletzt Berichte, dass das medizinische Personal schon jetzt an der Belastungsgrenze arbeite.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    In Italien ist die Zahl der Coronavirus-Toten auf mehr als 20.000 angestiegen. Wie der Zivilschutz in Rom mitteilte, starben seit Sonntag 566 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Die Gesamtzahl der Todesopfer seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 20.465. Damit ist Italien hinter den USA das Land mit den meisten Todesfällen weltweit. In Italien geht inzwischen aber zumindest die Zahl der Neuinfektionen und der schwerkranken Patienten auf den Intensivstationen der Krankenhäuser zurück. Am Montag meldete der Zivilschutz insgesamt 159.516 nachgewiesene Infektionsfälle. Das waren 3153 mehr als noch am Sonntag.


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