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Coronavirus-Pandemie: EU-Finanzminister einigen sich auf Corona-Hilfspaket

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen steigt weiter an. Weltweit wurde der Erreger bei fast 1,5 Millionen Menschen nachgewiesen. In Deutschland sind 113.000 Menschen infiziert, rund 2350 sind gestorben. Alle Nachrichten zur Coronakrise im stern-Liveblog.

Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire hat die Einigung auf Corona-Finanzhilfen bestätigt

Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire hat die Einigung auf Corona-Finanzhilfen bestätigt

AFP

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen steigt weiter an. Nach jüngsten Angaben der Johns-Hopkins-Universität wurde bis zu diesem Donnerstagmorgen bei 1.484.811 Menschen der neuartige Erreger nachgewiesen. 88.538 Personen sind nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben.

In Deutschland gibt es demnach 113.296 bestätigte Infektionen. Die Zahl der Toten wird mit 2349 beziffert. 

Die Kontaktsperren und öffentlichen Einschränkungen im Kampf gegen das Virus werden in Deutschland noch mindestens bis zum 19. April gelten. Wie es danach weitergeht, ist vollkommen offen.

Die wichtigsten Meldungen des Tages im Überblick:

  • EU-Finanzminister einigen sich auf Corona-Hilfspaket (22.17 Uhr)
  • Boris Johnson liegt nicht mehr auf Intensivstation (20.28 Uhr)
  • Gericht kippt Osterreiseverbot für Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns (17.36 Uhr)
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel äußert sich zur Coronavirus-Pandemie (15.31 Uhr)
  • Spahn kündigt noch keine Lockerungen an, aber: "Positive Entwicklungen in den letzten Tagen" (14.13 Uhr)
  • Laschet ruft zu Kontaktbeschränkungen an Ostern auf (12.59 Uhr)
  • NRW stoppt Soforthilfen wegen Fake-Internetseiten (9.52 Uhr)

Alle Meldungen zum Thema finden Sie hier im stern-Special.

Coronavirus: Der Liveblog am 9. April

  • Thomas Krause
    • Thomas Krause

    Die EU-Finanzminister haben sich in der Corona-Krise auf milliardenschwere Hilfen für gefährdete Staaten, Firmen und Jobs geeinigt. Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire bestätigt die Einigung auf europäische Corona-Hilfen. Das Rettungspaket habe ein sofortiges Volumen von 500 Milliarden Euro. Später werde ein Wiederaufbaufonds für die Wirtschaft folgen.

    Bundesfinanzminister Olaf Scholz sagt, das Rettungspaket umfasst drei Punkte - Kredite der Förderbank EIB, ein europäisches Kurzarbeitergeld und vorsorgliche Kreditlinien aus dem Rettungsfonds ESM. "Es ist eine gute Botschaft." Wichtig sei, dass Europa eine gemeinsame Antwort auf die Coronavirus-Krise gegeben habe. Es seien zwar lange Diskussionen nötig gewesen, doch nun stehe ein Konsens.

  • Thomas Krause
    • Thomas Krause

    Fast 2,6 Millionen Brasilianer haben am ersten Tag der Auszahlung einer Corona-Nothilfe der Regierung die monatliche Zahlung in Höhe von 600 Reais (108 Euro) erhalten. Das teilte Sozialminister Onyx Lorenzoni via Twitter mit. Insgesamt sollen 60 Millionen Freiberufler, Tagelöhner und Arbeitslose solche Zahlungen erhalten. Das größte und bevölkerungsreichste Land Lateinamerikas hat etwa 209 Millionen Einwohner.

    Viele Brasilianer haben wegen der Einschränkungen des öffentlichen Lebens zur Eindämmung des Coronavirus ihre oft ohnehin geringen Einnahmequellen von einem Tag auf den anderen verloren. Innerhalb von 48 Stunden hatten 27 Millionen Menschen die Nothilfe über die entsprechende App oder über das Internet angefordert. Die Zahl der Corona-Infizierten in Brasilien lag zuletzt bei mehr als 16.600, 851 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus bislang gestorben.

  • Thomas Krause
    • Thomas Krause

    Die größten EU-Länder haben sich Diplomaten zufolge auf Hilfen für besonders stark von der Pandemie betroffene Staaten verständigt. Das berichtet die Nachrichtenaegentur Reuters. Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und die Nierderlande unterstützten alle ein Rettungspaket. Die Details müssten nun noch mit den restlichen Ländern der Eurogruppe abgestimmt werden.

  • Thomas Krause
    • Thomas Krause

    Volkswagen schickt seine Mitarbeiter im Montagewerk in Tennesse vorübergehend in Zwangsurlaub. Die Maßnahme starte am 11. April, teilt der Autobauer mit. Sie solle nach derzeitigen Planungen nicht länger als vier Wochen dauern. Bislang seien die Beschäftigten dort trotz des Shutdowns seit dem 21. März voll entlohnt worden.

  • Thomas Krause
    • Thomas Krause

    Die britische Notenbank (BoE) tastet die systemischen Risikopuffer (SRB) für Geldhäuser nicht an. Die Quoten für die zusätzlichen Kapitalpuffer, die große Banken vorhalten müssten, blieben unverändert, teilte die Zentralbank mit. Die Pandemie werde keinen höheren SRB-Kapitalanforderungen nach sich ziehen. Die Banken müssten weiter in der Lage seien, Geld an die Realwirtschaft zu verleihen.

  • Thomas Krause
    • Thomas Krause

    Die schwer von der Corona-Krise getroffene Fluggesellschaft Air France-KLM zeigt sich zuversichtlich, Finanzspritzen von den Regierungen in Frankreichs und in den Niederlanden zu bekommen. Die Hilfe aus Paris und Den Haag sei auch nötig, um die Fortführung des Geschäfts nach dem Ende der Corona-Krise abzusichern, erklärte Generaldirektor Benjamin Smith in einer am Abend verbreiteten Erklärung. Den Finanzbedarf bezifferte Smith nicht; in Frankreich ist von Milliardenbeträgen die Rede.

  • Thomas Krause
    • Thomas Krause

    Die verordnete Schließung vieler Geschäfte in Sachsen wegen der Corona-Pandemie ist nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Dresden rechtmäßig. Die vorläufigen Rechtsschutzanträge einer Blumenhändlerin sowie einer bundesweit mit Filialen vertretenen Handelsgesellschaft wurden abgelehnt (Az. 6 L 249/20, 6 L 258/20), wie ein Gerichtssprecher am Abend mitteilte. Erfolglos blieb zudem das Begehren einer Mutter und ihrer erwachsenen Tochter aus dem Landkreis Meißen, Erlaubnisse für gegenseitige Osterbesuche erstreiten zu wollen (Az. 6 L 252/20).

  • Thomas Krause
    • Thomas Krause

    Die für August 2020 geplanten Ruder-Weltmeisterschaften im slowenischen Bled sind abgesagt worden und werden auch nicht nachgeholt. Dies teilte der Weltverband Fisa am Abend mit. Grund dafür sei die sich rapide ausbreitende weltweite Corona-Pandemie. Unter Berücksichtigung der kürzlich auf 2021 verlegten Olympischen und Paralympischen Spiele in Tokio arbeite die Fisa an Vorschlägen für einen neu strukturierten Wettkampfkalender für 2021. Die WM in Bled sollte vom 16. bis 23. August 2020 stattfinden.

  • Thomas Krause
    • Thomas Krause

    Zahlreiche mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Passagiere eines Kreuzfahrtschiffes sollen am Samstag von Uruguay nach Australien ausgeflogen werden. Die "Greg Mortimer" dürfe am Freitag im Hafen der Hauptstadt Montevideo festmachen, teilte das uruguayische Außenministerium mit. 112 Passagiere aus Australien und Neuseeland würden dann mit einer Polizeieskorte in Bussen zum Flughafen gebracht. Der Abflug des mit medizinischem Gerät ausgestatteten Flugzeugs Richtung Melbourne sei für die frühen Morgenstunden am Samstag geplant.

    Fast 60 Prozent der mehr als 200 Menschen an Bord waren zuvor positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Acht erkrankte Menschen wurden bereits in Krankenhäuser in Montevideo verlegt. Auf dem Schiff befanden sich ursprünglich etwa 217 Menschen, die meisten Passagiere stammen aus Australien und Neuseeland. Das Schiff war dem australischen Sender ABC zufolge Mitte März für eine Reise in die Antarktis in See gestochen, lag aber seit dem 21. März nahe Montevideo vor Anker.

  • Thomas Krause
    • Thomas Krause

    Wegen der Hilfspakete in der Corona-Krise steigt Deutschlands Staatsverschuldung deutlich an. Das Finanzministerium rechnet damit, dass die Schuldenquote - also das Verhältnis der Schulden zur gesamten Wirtschaftsleistung - Ende des Jahres bei 75,25 Prozent liegen wird. Das geht nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus dem Stabilitätsprogramm 2020 hervor, das die Bundesregierung Ende April der EU-Kommission vorlegen wird. Einen Wert in genau dieser Größenordnung hatte Finanzminister Olaf Scholz SPD) zu Wochenbeginn bereits vorhergesagt. Der Bericht soll voraussichtlich am 22. April im Kabinett beschlossen werden.

  • Thomas Krause
    • Thomas Krause

    Der Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, Larry Kudlow, sieht gegenwärtig keine Inflationsgefahr. Diese sei "Null", sagt er dem Sender Fox Business. Gegenwärtig seien die Probleme der Rückgang der Wirtschaft und Deflation, nicht Inflation.

  • Thomas Krause
    • Thomas Krause

    Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) verlängern die Schließung von Moscheen und anderen Gebetsorten einer Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur zufolge auf unbestimmte Zeit.

  • Thomas Krause
    • Thomas Krause

    Es ist offiziell: In Spanien wird der Alarmzustand samt strikten Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie um weitere zwei Wochen bis Mitternacht des 25. April verlängert. Das Parlament in Madrid stimmte am Abend dem am Wochenende von Ministerpräsident Pedro Sánchez angekündigten Antrag zu. Vorausgegangen war eine elfstündige Debatte, in der es viel Kritik der Opposition am Krisenmanagement der sozialistischen Regierung gab.

    Die knapp 47 Millionen Einwohner dürfen seit Mitte März nur noch zum Einkaufen und in Ausnahmefällen aus dem Haus. Die zweite Verlängerung der Beschränkungen sei nötig, um das Virus unter Kontrolle zu halten, betonte Sánchez. "Schon ein kleiner Fehler kann einen Rückfall auslösen", sagte er.

  • Thomas Krause
    • Thomas Krause

    Der britische Premierminister Boris Johnson ist von der Intensivstation entlassen worden. Er werde nun zunächst engmaschig überwacht, heißt es in einer Erklärung. Der Premier sei sehr guter Dinge. Johnson ist an Covid-19 erkrankt.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Unter den Besatzungsmitgliedern des US-Flugzeugträgers "USS Theodore Roosevelt" hat die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus deutlich zugenommen. Es gebe inzwischen 416 Fälle, erklärte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums. Anfang der Woche hatte die Marine noch von rund 200 bekannten Infektionen gesprochen. Fast alle der mehr als 4000 Besatzungsmitglieder seien nun getestet worden, erklärte die Sprecherin weiter. Ein Soldat befinde sich infolge der von dem Virus verursachten Lungenerkrankung Covid-19 auf der Intensivstation.

    Wegen der Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 liegt der nukleargetriebene und hochgerüstete Flugzeugträger vor der Pazifikinsel Guam und ist inzwischen weitgehend evakuiert worden. Der Coronavirus-Ausbruch auf dem Schiff erschüttert seit knapp zwei Wochen die US-Marine.

    Kapitän Brett Corzier hatte in einem dramatischen Brief, der an die Öffentlichkeit gelangte, um Hilfe der Militärführung und eine rasche Evakuierung des Schiffs gebeten. Crozier wurde daraufhin vergangene Woche entlassen. Am Dienstag reichte dann der zuständige amtierende US-Marineminister Thomas Modly seinen Rücktritt an, nachdem er wegen abfälliger Äußerungen über Crozier selbst in die Kritik geraten war.

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