HOME

Raucher sterben zehn Jahre früher: Mit dem Rauchen aufhören verlängert das Leben

Frauen, die im mittleren Alter mit dem Rauchen aufhören, können laut einer Studie durchschnittlich zehn Lebensjahre gewinnen. Wer weiterraucht, hat dagegem ein fast dreifach erhöhtes Sterberisiko.

Raucherinnen, die früh vom Glimmstängel abkommen, erhöhen ihre Lebenserwartung erheblich. Das zeigt eine Untersuchung, die im britischen Fachjournal "The Lancet" veröffentlicht wurde. Frauen, die vor ihrem 40. Lebensjahr aufhören zu rauchen, können das Risiko für den Rauchertod um 90 Prozent reduzieren.

Frauen, die mit 30 aufhören gar um 97 Prozent. "Mehr als die Hälfte der Frauen, die rauchen und weiter rauchen sterben daran. Aufhören wirkt. Und je früher man aufhört, desto besser", sagte der Leiter der Untersuchung, Professor Richard Peto von der Oxford Universität, dem britischen Sender BBC. Der wichtigste Risikofaktor sei die Anzahl der Jahre, die man rauche. "Raucht man während 40 Jahren 10 Zigaretten am Tag, ist das viel gefährlicher, als während 20 Jahren 20 Zigaretten am Tag zu rauchen."

Ein Viertel der Raucherinnen stirbt vor dem 70. Geburtstag

Laut der Studie lebten Raucherinnen durchschnittlich elf Jahre weniger als Frauen, die nie geraucht hatten. Das Risiko, vor dem 70. Geburtstag zu sterben, lag bei den Raucherinnen bei 24 Prozent, bei den Nichtraucherinnen bei neun Prozent. Die Forscher gingen aber vor allem der Frage nach, welche Auswirkungen es hat, mit dem Rauchen aufzuhören. Dabei fanden sie heraus, dass ein Rauchstopp vor dem 40. Geburtstag den Frauen neun Lebensjahre zurückgibt, bei einem Stopp vor dem 35. Geburtstag sind es zehn Jahre.

Rauchen Frauen später noch weiter, gehen sie ein hohes Risiko ein: Zwei Drittel der Todesfälle von Raucherinnen im Alter von 50 bis 79 Jahren sind demnach tabakbedingt. Der frühe Tod von Raucherinnen geht vor allem auf Lungenkrebs, chronische Atemwegserkrankungen und Herzkreislauferkrankungen zurück. "Raucher verlieren mindestens zehn Jahre ihres Lebens", schreiben die Forscher in "The Lancet". Für die Studie wurden Daten von mehr als einer Million Britinnen analysiert.

ger/DPA/AFP / DPA
Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity