Verbreitete Irrtümer Bitte vor dem Schlafen lesen!


Wird die Nachtruhe zum Thema, kursieren jede Menge Weisheiten. Viele davon sind barer Unsinn. Einige der hartnäckigsten Irrtümer über den Schlaf.

Der Schlaf vor Mitternacht ist der beste

Stimmt nicht. Für das Erholungsgefühl am Morgen scheint zwar die erste Hälfte des Nachtschlafes am wichtigsten zu sein, denn da hat man besonders viele Tiefschlafanteile. Ob diese erste Hälfte allerdings vor oder nach Mitternacht liegt, ist egal.

Man muss jede Nacht acht Stunden schlafen

Stimmt nicht. Wichtiger als die Dauer des Schlafs ist seine Qualität. Denn einige Menschen brauchen neun Stunden, um fit zu sein, andere sind schon nach fünf Stunden gutem Schlaf völlig erholt. Nur rein statistisch gibt es eine ideale Schlummerdauer: Wer regelmäßig sieben Stunden schläft, hat die höchste Lebenserwartung.

Man ist im Schlaf immer bewusstlos

Stimmt nicht. Manche Menschen bemerken ihre kognitive Aktivität auch in Leichtschlafphasen. Sie deuten das als Gedanken und haben oft das Gefühl, dass sie wach sind. Im EEG zeigt sich aber, dass sie tatsächlich schlafen.

Ein gesunder Schläfer schläft durch

Stimmt nicht. Auch gesunde Schläfer wachen jede Nacht bis zu 28 mal auf; möglicherweise prüft man dabei unbewusst, ob die Umgebung frei von Gefahren ist. Meist dauern diese Momente weniger als eine Minute, am nächsten Morgen erinnert man sich nicht mehr daran. Je älter der Schläfer wird, desto häufiger hat er die kurzen Aufwachphasen. Empfindliche Menschen interpretieren manchmal die Leichtschlafphase zwischen zwei kurzen Wachmomenten als durchgehende Schlaflosigkeit.

Ältere Menschen brauchen weniger Schlaf

Stimmt nicht. Zwar sinkt das Schlafbedürfnis in den ersten Lebensjahren: Neugeborene schlafen noch bis zu 20 Stunden am Tag. Nach der Pubertät pendelt sich das Schlafbedürfnis bei den meisten Menschen auf etwa sieben bis acht Stunden ein. Dann aber bleibt die tägliche Schlafdauer in der Regel bis ins hohe Alter gleich. Was sich ändert, sind die Art des Schlafs und seine Verteilung. Zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr beginnt man, nachts häufiger aufzuwachen, der Tiefschlafanteil sinkt, der Schlaf ist leichter als früher. Mit steigendem Alter wird man auch am Tag immer wieder müde. Viele ältere Menschen halten dann Nickerchen - und brauchen dafür nachts weniger Schlaf.

Männer haben morgens eine Erektion, wenn ihre Blase voll ist

Stimmt nicht. Männer bekommen während jeder REM-Schlaf-phase eine Erektion. Wachen sie in dem Moment auf, haben sie eine Erektion - unabhängig davon, ob der Traum gerade erotisch ist oder nicht. Warum das so ist, ist nicht bekannt. Mit dem Phänomen lassen sich organische und psychische Impotenz unterscheiden: Ist die Potenzschwäche körperlich bedingt, tut sich auch während der Nacht nichts. Bei Frauen ist übrigens die Klitoris während des REM-Schlafs stärker durchblutet.

GesundLeben

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker