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Serie

Liebe und Sex: Die Deutschen und die Liebe - was uns erregt

Sind One-Night-Stands die Regel oder die Ausnahme? Und stimmt es, dass Frauen nie Pornos schauen? Antworten auf diese intimen Fragen liefert der vierte Teil unserer Serie.

Eine Frau im Bett

Fast jede dritte Frau befriedigt sich mindestens einmal in der Woche selbst

Liebe und Sex gehören zu den universalen Themen der menschlichen Existenz. Unzählige Songs, Romane und Filme verdanken ihr Dasein diesen menschlichen Urbedürfnissen. Jeder interessiert sich dafür, jeder macht eigene Erfahrungen - und ist mit Sicherheit auch neugierig, was bei den anderen so läuft. Antworten auf diese Fragen gibt die Statistik. Für das Buch "Wir Deutschen & die Liebe" hat der Wissenschaftsjournalist Christoph Drösser gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut YouGov einer repräsentativen Stichprobe der Deutschen über 200 verblüffende Fragen zu ihrem Liebes- und Sexleben gestellt(Mehr über YouGov und die Methode der Datenerhebung finden Sie hier.)

Der stern veröffentlicht in einer mehrteiligen Serie ausgewählte Statistiken aus dem Buch sowie eigene Auswertungen aus den YouGov-Daten, die in repräsentativen Umfragen erhoben wurden. 

Der vierte Teil unserer Serie widmet sich dem Thema "Was uns erregt".

Selbstbefriedigung - wann geht's los und wie geht's weiter?

In der Pubertät sind Mädchen den Jungen in vielem voraus, aber mit dem Thema Masturbation beschäftigen sich Jungs deutlich früher als ihre Altersgenossinnen. Jungen befriedigen sich zum ersten Mal selbst mit 13,9 Jahren, Mädchen mit 16,7.

(YouGov-Datenbasis: 1326 Befragte; Erhebungszeitraum: 01.06. - 08.06.2017)

Der Unterschied zwischen den Geschlechtern bleibt auch im Erwachsenenalter deutlich. 57 % der Männer und nur 32 % der Frauen machen es sich mindestens einmal wöchentlich selbst. 27 % der Frauen haben angegeben, nie zu masturbieren. Bei den Männern sind 21 % Onanie-Abstinenzler.

(YouGov-Datenbasis: 1849 Befragte, die sich schon selbst befriedigt haben; Erhebungszeitraum: 01.06. - 08.06.2017)

Kopf(porno)kino

Fantasien sind ein wichtiger Teil von Sexualität. Manchmal beziehen sie sich auf bereits Erlebtes, manchmal entstehen im Kopf aber auch Bilder von sexuellen Situationen, mit denen wir keine Erfahrungen haben. Wie sehen diese Fantasien aus? Die Frage lautete: "Haben Sie manchmal Fantasien von sexuellen Handlungen, die Sie in der Wirklichkeit nicht praktizieren?"

Fantasie

Männer

Frauen

Sex mit zwei Partnern ("flotter Dreier")

35 %

18 %

Sex mit wesentlich jüngerem Partner

23 %

8 %

Sex in der Öffentlichkeit

15 %

12 %

Gruppensex

17 %

8 %

Sexspielzeuge

11 %

12 %

Analverkehr

16 %

5 %

Sex mit einvernehmlichen Gewalthandlungen (z.B. BDSM)

9 %

8 %

Sex mit wesentlich älterem Partner

10 %

5 %

Homosexuelle Handlungen

6 %

6 %

(YouGov-Datenbasis: 2036 Befragte; Erhebungszeitraum: 01.06. - 08.06.2017)

Besuche am "anderen Ufer"

Dass sich Menschen als heterosexuell identifizieren, bedeutet nicht, dass sie nicht Fantasien von gleichgeschlechtlichem Sex haben oder diesen bereits ausprobiert haben.

Zustimmung für folgende Aussagen

Männer

Frauen

"Ich habe schon einmal im Traum homosexuelle Handlungen begangen."

15 %

18 %

"Ich bin neugierig, wie sich gleichgeschlechtlicher Sex anfühlt."

12 %

22 %

"Ich habe manchmal Verlangen nach gleichgeschlechtlichem Sex."

9 %

7 %

"Ich hatte schon einmal gleichgeschlechtlichen Sex."

9 %

11 %

(YouGov-Datenbasis: 1709 Befragte, die ihre sexuelle Orientierung als heterosexuell angegeben haben; Erhebungszeitraum: 01.06. - 08.06.2017) 

Nur eine Nacht ...

One-Night-Stands - einfach mal unkompliziert Sex haben ohne Verpflichtungen. Klingt verführerisch? Die Zahlen zeigen ein eher gemischtes Bild, was die Verbreitung von One-Night-Stands angeht.

Hatten Sie schon einmal einen One-Night-Stand?

Männer

Frauen

Ja, mehrmals

36 %

21 %

Ja, einmal

20 %

28 %

Nein

40 %

48 %

Warum ist nicht mehr draus geworden? 65 % sagen: "Weil ich kein weiteres Interesse hatte." 26 % bedauern, dass der Partner nicht mehr wollte.

(YouGov-Datenbasis: 2036 Befragte; Erhebungszeitraum: 01.06. - 08.06.2017)

"Wie hieß die nochmal?"

Blitzumfrage zwischendurch: Kennen Sie noch alle ihre Sexpartner mit Namen? Nein? Sie sind in guter Gesellschaft... Lediglich 42 % der Männer und 57 % der Frauen erinnern sich an die Namen aller Sexpartner.

(YouGov-Datenbasis: 1970 Befragte, die schon einmal Sex hatten; Erhebungszeitraum: 06.04. - 12.04.2017)

Pornografie - allzeit bereit

Das Internet hat Pornografie einfach verfügbar gemacht und erspart peinliche Begegnungen in der Schmuddelecke der Videothek. Der schnelle Porno zwischendurch scheint zur Normalität zu gehören - für Männer.

44 % der Männer konsumieren mindestens einmal pro Woche Pornografie, gegenüber 7 % der Frauen. 48 % der Frauen hingegen konsumieren nie Pornografie, im Vergleich zu 12 % der Männer.

(YouGov-Datenbasis: 1869 Befragte, die schon einmal mit pornografischen Inhalten in Kontakt waren; Erhebungszeitraum: 23.05. - 30.05.2017)

62 % der Pornografiekonsumenten haben schon einmal mit ihrem Partner/ihrer Partnerin zusammen Pornos angesehen.

(YouGov-Datenbasis: 1212 Befragte, die Pornografie konsumieren; Erhebungszeitraum: 23.05. - 30.05.2017)

Käufliche Liebe Käuflicher Sex

Und noch ein Thema mit riesigen Unterschieden zwischen den Geschlechtern: Prostitution. 26 % der Männer, aber nur 1 % der Frauen hatten schon einmal mit einem oder einer Prostituierten Sex gegen Bezahlung.

(YouGov-Datenbasis: 1328 Befragte, die aktuell in einer Beziehung sind; Erhebungszeitraum: 23.05. - 30.05.2017)

Und dann war da noch ...

... die Frage nach der sexuellen Attraktivität des eigenen Partners. 71 % der Männer finden ihre Partnerin sexuell attraktiv. Nur 58 % der Frauen sagen das über ihren Partner. Liebe und körperliche Anziehung sind halt doch nicht dasselbe.

(YouGov-Datenbasis: 2056 Befragte; Erhebungszeitraum: 23.05. - 30.05.2017)

Alle Teile der Serie:

Teil 1: "Die Deutschen und die Liebe - was uns anmacht, wie wir uns verlieben"

Teil 2: "Die Deutschen und die Liebe - worauf wir beim Sex stehen, wie der Orgasmus gelingt"

Teil 3: "Die Deutschen und die Liebe - wie wir lieben, warum wir fremdgehen"

Teil 4: "Die Deutschen und die Liebe - was uns erregt"

Teil 5: "Die Deutschen und die Liebe - Sex mit dem Ex - eine gute Idee?"


Mitarbeit: Ilona Kriesl
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.