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Serie

Liebe und Sex: Die Deutschen und die Liebe - was uns anmacht, wie wir uns verlieben

Wo lernen wir künftige Partner eher kennen - im Internet oder der Eckkneipe? Und welche Eigenschaften wirken auf unser Gegenüber besonders anziehend? Unsere Serie liefert intime Einblicke. Der erste Teil widmet sich den zarten Anfängen: der Partnersuche.

Verliebte Mann und Frau knabbern an einem Tintenfischring

Nichts berührt uns Menschen so sehr wie die Liebe

Liebe und Sex gehören zu den universalen Themen der menschlichen Existenz. Unzählige Songs, Romane und Filme verdanken ihr Dasein diesen menschlichen Urbedürfnissen. Jeder interessiert sich dafür, jeder macht eigene Erfahrungen - und ist mit Sicherheit auch neugierig, was bei den anderen so läuft. Antworten auf diese Fragen gibt die Statistik. Für das Buch "Wir Deutschen & die Liebe" hat der Wissenschaftsjournalist Christoph Drösser gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut YouGov einer repräsentativen Stichprobe der Deutschen über 200 verblüffende Fragen zu ihrem Liebes- und Sexleben gestellt(Mehr über YouGov und die Methode der Datenerhebung finden Sie hier.)

Der stern veröffentlicht in einer mehrteiligen Serie ausgewählte Statistiken aus dem Buch sowie eigene Auswertungen aus den YouGov-Daten, die in repräsentativen Umfragen erhoben wurden. 

Der erste Teil unserer Serie widmet sich den Themen "Partnersuche und sich verlieben".

Hot or not? Wie zufrieden bin ich mit meinem Körper?

Wie sehe ich aus? Bin ich hübsch genug, um wahrgenommen zu werden? Fühle ich mich wohl in meiner Haut? Wer auf die Pirsch nach einer möglichen Partnerin oder einem Partner geht, beschäftigt sich zwangsläufig mit der eigenen Außenwirkung. Und mit der kommen die meisten ganz gut klar, vor allem die Männer.

72 % der Männer und 62 % der Frauen sind mit ihrem Körper zufrieden.

Mit dem Alter lässt naturgemäß die Knackigkeit des Körpers nach, doch die gute Nachricht ist: Die Zufriedenheit mit dem eigenen Körper nimmt mit fortschreitendem Alter eher zu. 74 % der Männer über 55 Jahre sind zufrieden, wohingegen nur 58 % der 18- bis 24-jährigen Frauen ihren jungen Körper mögen.

(YouGov-Datenbasis: 2062 Befragte, Erhebungszeitraum: 20.04. - 27.04.2017)

Auf der Pirsch. Wo lernt man Partner kennen?

Auch in Zeiten von Onlinedating und Social Media ist die physische Welt für die Partnersuche immer noch wichtig. Vor allem Freunde leisten einen unschätzbaren Dienst beim Verkuppeln.

Bitte denken Sie nun an alle festen Partner / Partnerinnen, die Sie bisher hatten. Wo bzw. wie haben Sie sich kennengelernt?Anteil

Über Freunde

40 %

Bar/Kneipe/Diskothek

27 %

Bei der Arbeit

25 %

Auf einer Party

23 %

In der Schule

18 %

Über eine Partnerbörse im Internet/App

12 %

Im Urlaub

11 %

Über Soziale Netzwerke

8 %

Was uns überrascht hat: 
Beim Einkaufen5 %
In öffentlichen Verkehrsmitteln3 %

(YouGov-Datenbasis: 2062 Befragte; Erhebungszeitraum: 20.04. - 27.04.2017)

Augen oder Po? Was Männer und Frauen anmacht

Männer interessieren sich nur für Brüste und Hintern, lautet ein gängiges Klischee. Die Daten sprechen eine andere Sprache

Welche äußerlichen Eigenschaften finden Frauen an einem Mann sexy?

Welche äußerlichen Eigenschaften finden Männer an einer Frau sexy?

1. Die Augen

1. Das Gesicht allgemein

2. Die Stimme

2. Die Augen

3. Das Gesicht allgemein

3. Lange Haare

4. Groß gewachsen

4. Die Stimme

5. Gut trainierter Körper

5. Ideale Maße

6. Gut gekleidet

6. Große Oberweite

7. Dreitagebart

7. Der Mund

8. Der Mund

8. Gut trainierter Körper

9. Kein Bart

9. Gut gekleidet

10. Kurze Haare

10. Kleine Oberweite

11. Ideale Maße

11. Kleiner Hintern

12. Lange Haare

12. Großer Hintern

(YouGov-Datenbasis: 2062 Befragte; Erhebungszeitraum: 20.04. - 27.04.2017)

Macht das Internet die Liebe einfacher?

Wie wir bereits gesehen haben, sind der Freundeskreis, Kneipen und der Arbeitsplatz immer noch wichtig für die Partnersuche, doch das Internet ist für viele als Kontaktbörse nicht mehr wegzudenken. Macht das Internet die Liebe leichter?

59 % sagen, durch die scheinbar ständige Verfügbarkeit von möglichen Partnern online entsteht eine "Wegwerf-Mentalität" - man bindet sich nicht, weil im Netz schon die nächste Gelegenheit wartet. Für 39 % ist es heute leichter, im Internet einen Partner zu finden, aber ebenso viele Befragte lehnen diese Aussage ab. Und: Homosexuelle beklagen die "Wegwerf-Mentalität" sogar zu 68 %.

(YouGov-Datenbasis: 2062 Befragte; Erhebungszeitraum: 20.04. - 27.04.2017)

Wie gut läuft es denn beim Onlinedating?

Der eher kritischen Sicht auf das Onlinedating, die wir eben gesehen haben, stehen ganz ordentliche Erfolgsquoten gegenüber.

  • 25 % haben im Internet schon einmal jemanden für eine ernsthafte Beziehung gesucht. Erfolgsquote: Männer 54 %, Frauen 62 %
  • 11 % haben im Internet schon einmal jemanden für eine Spaß-/Sex-Beziehung gesucht. Erfolgsquote: Männer 61 %, Frauen 62 %
  • 5 % haben im Internet schon einmal jemanden für einen Seitensprung gesucht. Erfolgsquote: Männer 53 %, Frauen 68 %

(YouGov-Datenbasis: 758 Befragte, die einen Partner im Internet gesucht haben; Erhebungszeitraum: 20.04. - 27.04.2017)

In welchem Alter verlieben sich Menschen zum ersten Mal?

Wissen Sie es noch? Die Antwort auf diese Frage unterscheidet sich abhängig vom Alter der Befragten. Vergleicht man die Antworten der 18- bis 24-Jährigen mit denen von über 55-Jährigen, stellt sich heraus: Heute verliebt man sich früher als vor 50 Jahren.

Die Älteren verliebten sich im Durchschnitt zum ersten Mal mit 15 Jahren, die Jungen schon mit 13,5 Jahren.

Oder aus einer anderen Perspektive: An ihrem 14. Geburtstag waren 44 % der Jungen schon einmal verliebt, bei den Älteren waren es nur 23 %.

(YouGov-Datenbasis: 2061 Befragte, Erhebungszeitraum: 04.05. - 13.05.2017)


Zu wie vielen Menschen sagen Männer und Frauen "Ich liebe dich"?

Der schwierigste Satz der Welt? Man überlegt es sich dreimal, bevor man "Ich liebe dich" sagt. Die meisten Menschen tun das eher selten.

  • Der durchschnittliche Mann hat zu vier Personen "Ich liebe dich" gesagt.
  • Die durchschnittliche Frau hat zu drei Personen "Ich liebe dich" gesagt.

(YouGov-Datenbasis: 2061 Befragte, Erhebungszeitraum: 04.05. - 13.05.2017. Für die Bezeichnung "durchschnittlich" wird hier der Median zugrundegelegt.)

Wo die Liebe hinfällt

Frauen verehren Promis wie George Clooney, Männer stehen eher auf die heiße Kollegin: So lauten die gängigen Klischees. Aber stimmen sie auch? Bei der Frage ob man sich schon einmal in ein Exemplar folgender Personengruppen verliebt hat, gibt es deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen.

  • Prominente: 10 % der Männer, 18 % der Frauen
  • Vorgesetzte: 3 % der Männer, 7 % der Frauen
  • Kolleginnen/Kollegen: 38 % der Männer, 29 % Frauen

(YouGov-Datenbasis: 1994 Befragte, die schon einmal verliebt waren; Erhebungszeitraum: 04.05. - 13.05.2017)

Sex und Verliebtsein - ja, nein, vielleicht?

Hatten Sie schon einmal Sex, ohne in die Partnerin oder den Partner verliebt zu sein? Hier unterscheiden sich die Antworten von Hetero- und Homosexuellen deutlich.

  • Niemals! - sagen 35 % der Heterosexuellen und 21 % der Homosexuellen
  • Ja, aber nicht oft - sagen 55 % der Heterosexuellen und 32 % der Homosexuellen
  • Meistens - sagen 8 % der Heterosexuellen und 45 % der Homosexuellen

Interessant: 62 % der schwulen Männer sagen "Ja, in den meisten Fällen", aber nur 6 % der lesbischen Frauen.

(YouGov-Datenbasis: 1970 Befragte, die schon einmal Sex hatten; Erhebungszeitraum: 06.04. - 12.04.2017)

Und dann war da noch ...

... das Thema Ehrlichkeit beim Onlinedating: 29 % der Männer und 16 % der Frauen haben bei der Partnersuche im Internet schon einmal gelogen, zum Beispiel was ihr Alter oder Gewicht angeht.

(YouGov-Datenbasis: 758 Befragte, die schon einmal im Internet einen Partner gesucht haben; Erhebungszeitraum: 20.04. - 27.04.2017)

Alle Teile der Serie:

Teil 1: "Die Deutschen und die Liebe - was uns anmacht, wie wir uns verlieben"

Teil 2: "Die Deutschen und die Liebe - worauf wir beim Sex stehen, wie der Orgasmus gelingt"

Teil 3: "Die Deutschen und die Liebe - wie wir lieben, warum wir fremdgehen"

Teil 4: "Die Deutschen und die Liebe - was uns erregt"

Teil 5: "Die Deutschen und die Liebe - Sex mit dem Ex - eine gute Idee?"

Mitarbeit: Ilona Kriesl
Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.