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Stiftung Warentest Jedes dritte Rapsöl schmeckt schlecht

Für den Salat eignet sich jedes Rapsöl, zum Braten sind eher die nativen Öle geeignet
Für den Salat eignet sich jedes Rapsöl, zum Braten sind eher die nativen Öle geeignet
© Colourbox
Ranzig, modrig, verbrannt: Bei einer aktuellen Untersuchung der Stiftung Warentest erhielt jedes dritte Rapsöl wegen schlechten Geschmacks die Note "mangelhaft". Vor allem die Bio-Produkte schnitten mies ab.

26 Rapsöle hat die Stiftung Warentest untersucht - so sehr überzeugt, dass sie mit "gut" abschnitten, haben davon nur acht. Qualitätsurteil "sehr gut" vergaben die Tester in keinem Fall. Das größte Manko: der Geschmack. Die neun raffinierten Öle im Test überzeugten durchweg mit einer vergleichsweise neutralen Note. Mit einer 1,9 ist das raffinierte Öl "Brändle vita" einer der Testsieger.

Die 16 nativen Rapsöle sollten eigentlich saatig-nussig schmecken, das erfüllten aber nur drei:"Bellasan" von Aldi Süd, "Gut & Günstig" von Edeka sowie Vita D'or" von Lidl, das ebenfalls mit der Bestnote 1,9 abschnitt.

Die getesteten Bio-Produkte, alles native Öle, enttäuschten fast alle mit ranzigen, stichigen, modrigen oder verbrannten Noten: "Rewe Bio" und das kaltgepresste Rapskernöl "Teutoburger Ölmühle" schmeckten immerhin noch "befriedigend". Ein "Mangelhaft" erhielten nach der Verkostung die Öle "BioBio" von Plus, Rapunzel, "K Classic Well You" von Kaufland, "Naturkind" von Kaiser's Tengelmann, "Bio Wertkost" von Edeka, Bio Planète sowie Alnatura. Die Abweichungen waren laut Stiftung Warentest so groß, "dass diese Rapsöle so nicht verkauft werden dürften".

Fehler bei der Lagerung

Auf dem Weg der Saat vom Rapsfeld in die Flasche kann laut dem Bericht in der Zeitschrift "Test" zufolge jedoch viel schiefgehen - etwa bei der Lagerung. Das führt zu geschmacklichen Fehlern, die sich bei raffinierten Ölen zwar noch beheben lassen - bei nativen aber nicht. Natives Rapsöl wird ohne Wärmezufuhr gepresst, es darf nur gewaschen, filtriert und zentrifugiert werden. Bei raffinierten Produkten darf das Öl mithilfe chemischer Substanzen aus der Saat gelöst werden.

Gute Nachrichten bringt der Test auch: Kein Öl war mit Schadstoffen belastet. Und die Tester fanden auch keine Hinweise, dass gentechnisch veränderter Raps verarbeitet wurde.

bub

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