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Tote Frühchen in Bremer Klinik Möglicherweise drei weitere Todesfälle durch Keime


Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen sechs toter Frühchen in einer Bremer Kinderklinik. Bisher ging man von drei Todesfällen durch multiresistente Keime aus. Die Ermittlungen richten sich vor allem gegen den ehemaligen Chefarzt der Klinik.

In Bremen sind möglicherweise sechs Frühchen an einem multiresistenten Erreger gestorben - doppelt so viele wie bislang bekannt. "Es gibt Hinweise auf weitere an dem Keim verstorbene Kinder", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Ein Fall stamme aus dem vergangenen Jahr.

Radio Bremen hatte berichtet, dass sich die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft jetzt gegen den ehemaligen Chefarzt der betroffenen Kinderklinik richten. Bislang hatte diese nur wegen drei toter Frühchen im Klinikum Mitte gegen Unbekannt ermittelt. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft schloss nicht aus, dass noch andere Verantwortliche in den Fokus der Anklagebehörde rücken.

Der Chefarzt der betroffenen Kinderklinik war nach seinem Rücktritt Mitte November entlassen worden. Er war für die gesamte Hygiene in der Klinik verantwortlich und hat nach Meinung des Klinikverbundes Nord das Problem nicht rechtzeitig erkannt. Hygiene-Experten aus Freiburg haben damit begonnen, die Klinik unter die Lupe zu nehmen. Ein Untersuchungsausschuss des Bremer Landtags soll die Ursache der schweren Infektionen aufklären.

cf/DPA DPA

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