HOME

Frühzeitige Demenz: Wer viel trinkt, erhöht das Demenz-Risiko deutlich

Dass zu viel Alkohol dem Körper schadet, wissen wir nicht erst seit heute. Neu sind allerdings Erkenntnisse aus einer französischen Studie, die regelmäßigem Alkoholkonsum einen direkten Einfluss auf Demenz-Erkrankungen zuschreibt.

Alkohol erhöht das Risiko für frühzeitige Demenz

Michaël Schwarzinger, Mit-Autor einer französischen Studie zu Demenz-Erkrankungen fordert, Alkohol als Risikofaktor für Demenz anzuerkennen.

Picture Alliance

Regelmäßiger starker Alkoholkonsum ist laut einer Studie ein entscheidender Faktor bei allen Formen der Demenz, insbesondere beim frühzeitigen Gedächtnisverlust. Für die Studie, die am Mittwoch im Fachblatt "Lancet Public Health" veröffentlicht wurde, wurden die Daten aus französischen Krankenhäusern zu mehr als 57.000 Fällen einer vorzeitigen Demenz ausgewertet. 39 Prozent der Fälle ließen sich auf Hirnschäden aufgrund von übermäßigem Alkoholkonsum zurückführen, berichteten Wissenschaftler des Forschungszentrums Inserm und des Statistikinstituts Then.

Bei 18 Prozent der Fälle sei zumindest außer der vorzeitigen Demenz auch ein übermäßiger Alkoholkonsum festgestellt worden. Alle Demenz-Formen zusammengenommen verdreifache sich das Erkrankungsrisiko durch übermäßigen Alkoholkonsum, führten die Wissenschaftler aus. Von vorzeitiger Demenz sprechen Mediziner bei einer Erkrankung in einem Alter unter 65 Jahren. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) leiden weltweit rund 47 Millionen Menschen an Demenz. Bei 60 bis 70 Prozent handelt es sich demnach um Alzheimer. "Chronisches starkes Trinken" bedeutet laut WHO bei Männern mehr als 60 Gramm purer Alkohol pro Tag - also mehr als sechs Drinks - und bei Frauen mehr als 40 Gramm pro Tag.

Alkohol fördert Demenz und andere Krankheiten

Studien-Mitautor Michaël Schwarzinger forderte, Alkohol als Risikofaktor für Demenz anzuerkennen. Die Verbindung zwischen Demenz und Alkoholkonsum müsse zwar noch genauer erforscht werden, sie bestehe aber wahrscheinlich in der Tatsache, "dass Alkohol bleibende Hirnschäden verursacht". Außerdem stehe Alkoholkonsum in Verbindung mit Bluthochdruck, Diabetes und Herzproblemen, die zu Gefäßverstopfungen beitragen und damit das Risko von Demenz infolge solcher Vorfälle erhöhen könnten.

Der unabhängige Medizin-Experte David Llewellyn warnte, derartige Studien könnten keinen kausalen Zusammenhang beweisen. Daher sei nicht sicher, dass eine Verringerung des Alkoholkonsums auch das Demenz-Risiko verringere. Frühere Studien haben eine Verbindung zwischen starkem Alkoholkonsum und Rauchen, Depression sowie niedrigem Bildungsstand festgestellt, die wiederum Risikofaktoren für Demenz sind.

Susanne Kaloff spricht über ihr alkoholfreies Jahr


sve / AFP
Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.