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Gesunde Zähne Stiftung Warentest prüft Mundspülungen: Von "hilfreich" bis "nutzlos" ist alles dabei

Mundspülungen im Check bei Stiftung Warentest
Stiftung Warentest hat Mundspülungen getestet, darunter fertige Mundspüllösungen und Mundwässer zum Verdünnen
© MachineHeadz / Getty Images
Mundspülungen sollen das Zahnpflege-Programm ergänzen. Welche Mittel sind hilfreich, welche dagegen nutzlos? Stiftung Warentest hat das geprüft und kommt zu einem eindeutigen Schluss.

Kopf in den Nacken und dann kräftig spülen: Mundspüllösungen gehören für viele Menschen zur Zahnhygiene dazu. Doch haben die Mittel überhaupt einen Nutzen, wenn auch Zahnbürste und Zahnseide zum Einsatz kommen? Stiftung Warentest hat in der aktuellen Ausgabe 20 häufig verkaufte Mundspülungen untersucht – darunter 13 fertige Mundlösungen und 7 Mundwässer zum Verdünnen. Die Ergebnisse? Reichen von "nutzlos" bis hin zu "hilfreich". 

Testsieger sind gleich vier Produkte

7 der 13 fertigen Produkte schneiden "gut" ab. Sie "ergänzen die tägliche Zahnpflege sinnvoll", schreibt Warentest. Den ersten Platz mit der Testnote 1,6 teilen sich die Spülungen von Edeka Elkos, Kaufland Bevola, Lidl Dentalux und Rossmann Prokudent. Auch preislich unterscheiden sich die Spitzenreiter kaum. Sie kosten je 100 Milliliter zwischen 14 und 16 Cent. Drei der Testsieger kommen zudem vollkommen ohne Alkohol aus. Einzig dem Produkt von Lidl ist Alkohol zugesetzt.

Ein wichtiges Kriterium ist, wie gut die Lösungen vor Karies schützen. "Um Karies vorzubeugen, muss die Lösung genug Fluorid enthalten", schreibt Warentest. "Es gibt der Zahnoberfläche Mineralien zurück und macht sie widerstandsfähiger gegen Säuren." Verbraucher, die bereits eine Zahnpasta mit Fluorid verwenden, können demnach zusätzlich bedenkenlos zu einer fluoridhaltigen Mundspülung greifen. Optimal gegen Karies wirken im Test 7 Mundspüllösungen, darunter auch die vier Besten.

Wann sind Mundspülungen sinnvoll?

"Zahnärzte empfehlen sie vor allem dann, wenn die Zähne grundsätzlich besonders anfällig für Karies oder Zahnfleischentzündungen sind", schreibt Warentest. Spülungen eignen sich auch für Menschen, denen eine gute Zahnhygiene mit Zahnseide und Co. aus Alters- oder sonstigen Gründen schwerfällt. Auch eine feste Zahnspange kann ein solcher Grund sein. Spülungen könnten zudem die Heilung von Zahnfleischentzündungen, unter denen Zahnspangenträger häufig leiden, unterstützen. Auf zinkhaltige Spülungen sollten Heranwachsende aber besser verzichten. Die Zugabe von Zink soll Bakterien hemmen. Überdosiert kann das Mittel aber langfristig das Immunsystem schwächen.

Zahnbürste mit Zahnpasta - viele Pasten enthalten Fluorid

Verdünnte Mundwässer sind "nutzlos"

Die Schlusslichter im Test sind überwiegend Mundwässer, die mit Wasser verdünnt werden. Den Punkt Kariesprophylaxe hat Warentest erst gar nicht bewertet. "Sie müssten, um in verdünnter Form noch wirken zu können, deutlich mehr Fluorid enthalten, als es die EU-Kosmetikverordnung erlaubt", schreibt Warentest. Auch beim Thema Vorbeugung gegen Plaque und Zahnfleischentzündung schneiden die Mittel durch die Bank "mangelhaft" ab. Der Grund: Keines der geprüften Mundwässer enthält die erforderlichen Wirkstoffe in entsprechender Dosis, etwa Cetylpyridiniumchlorid. 

Den vollständigen Test gibt es gegen Gebühr hier.

ikr

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