Dass wir heutzutage Mikrowellen im Test haben, ist einer Zufallserfindung zu verdanken: 1945 stellte der US-amerikanische Elektroingenieur Percy L. Spencer bei der versuchten Verbesserung der Radartechnologie fest, dass sich Essen durch die Strahlen erwärmt – und heute sind Mikrowellen aus vielen Küchen nicht mehr wegzudenken. Über 1,7 Milliarden Geräte haben Hersteller verkauft. Neben Erwärmen und Auftauen können manche moderne Mikrowellen noch viel mehr: Grillen, Dampfgaren und teilweise sogar Frittieren. Im großen stern-Test haben wir Mikrowellen aus unterschiedlichen Preisklassen und mit unterschiedlicher Ausstattung unter die Lupe genommen.
Update: 28. September 2026
Wir haben unseren Mikrowelle-Test ausgebaut: Neu dabei ist die Caso Mikrowelle MG20 menu mit integrierter Grillfunktion.
Mikrowelle Test: Die ausgewählten Geräte
Weitere lohnende Mikrowellen
Diese Mikrowellen haben wir nicht selbst getestet, ein Blick darauf lohnt sich allemal:
Testergebnis: Das ist die beste Mikrowelle im Test
Unsere Testsiegerin, die Bauknecht MW 427 SL, erwies sich im Test als vielseitige und durchdachte Kombi-Mikrowelle. Das zeitlose Design passt in Küchen mit unterschiedlichen Einrichtungsstilen. Neben dem übersichtlichen Bedienfeld mit gut sichtbaren Piktogrammen, dem haptisch gut zu bedienenden Drehrad und dem umfangreichen Zubehör fiel uns primär die Crisp-Technologie auf. Diese ermöglicht etwa knusprige Pommes oder Pizza. Überdies können Sie Grillgerichte zubereiten, ob mit Fleisch oder fleischlos. Sie ist das einzige Gerät in unserem Test mit echtem Dampfgarer, wobei wir diesen natürlich außerhalb der Wertung als nettes Extra notiert haben.
Unser Preis-Leistungs-Tipp mit ebenfalls fünf Sternen ist LG MH 6535 GDS. Sie verfügt nicht nur über einen Griller, sondern ebenfalls über eine Dampffunktion. Obwohl die Mikrowelle nicht mit einem echten Dampfgarer ausgestattet ist, können Sie im mitgelieferten Behälter zum Beispiel Gemüse dämpfen. Überdies haben uns die 1.000 Watt Mikrowellenleistung und die 20 Liter Nettovolumen beeindruckt. Das Design ist ansprechend und passt in moderne Küchen.
Über den Tester
Kulinarischer Genuss gehört für mich genauso zu einem erfüllten Leben, wie mein Beruf und Sport. In meinem journalistischen Alltag ist aber oft keine Zeit, Gerichte zuzubereiten oder außer Haus zu genießen. Ob ein hochwertiges Fertiggericht, Vorgekochtes oder gedünstetes frisches Gemüse: Die Mikrowelle ist daher Teil meines Alltags. Für den stern habe ich Geräte mit unterschiedlichen Funktionen unter die Lupe genommen.
Weitere Informationen über Michi Jo Standl
Alle Details, Eindrücke und Testergebnisse finden Sie in den Einzeltests unter der Tabelle.
Vergleichstabelle Mikrowellen
| Bewertung | Nicht in der Wertung | Nicht in der Wertung | Nicht in der Wertung | Nicht in der Wertung | Nicht in der Wertung | ||||||
| Funktionen | Mikrowelle, Grill, Dampfgarer | Mikrowelle, Grill, Dampffunktion | Mikrowelle, Grill, Airfryer | Mikrowelle | Mikrowelle, Grill | Mikrowelle | Mikrowelle | Mikrowelle | Mikrowelle, Grill, Heißluft | Mikrowelle | Mikrowelle |
| Abmessungen (L x B x T) | 49 cm x 32 cm x 37 cm | 47 cm x 27 cm x 34 cm | 45 cm x 28 cm x 32 cm | 49 cm x 27 cm x 32 cm | 45 cm x 26 cm x 40 cm | 44 cm x 27 cm x 32 cm | 44 cm x 25,8 cm x 33 cm | 44,2 cm × 26 cm × 34,5 cm | 47 cm x 28 cm x 42 cm | 46,2 cm × 28,5 cm × 38,1 cm | 44 cm × 25,8 cm × 32,4 cm |
| Gewicht, ggf. ohne Drehteller und Zubehör | 15,3 kg | ca. 9 kg | ca. 14,5 kg | ca. 11,5 kg | 11,3 kg | ca. 12 kg | ca. 10 kg | ca. 11 kg | ca. 14 kg | ca. 12 kg | ca. 10 kg |
| Leistung Mikrowelle/Grill/Heißluft* | 800 W/1.000 W/- | 1.000 W/900 W/ - | 900 W/1.000 W/1.680 W | 800 W/1.000 W/- | 800 W/1000 W | 800 W | 800 W/-/- | 800 W/-/- | 900 W/1.000 W/1.680 W | 800 W/-/- | 800 W/-/- |
| Garraumvolumen* | 25 l | 25 l | 20 l | 25 l | 20 l | 23 l | 20 l | 20 l | 23 l | 20 l | 20 l |
| Tatsächliches Netto-Garraumvolumen | 18 l | 20 l | 17 l | 17 l | 13,5 l | 15 l | k. A. | k. A. | k. A. | k. A. | k. A. |
| Kindersicherung | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ | ✘ | ✘ | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ |
| Erhältlich bei |
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* Herstellerangabe
So haben wir die Mikrowellen ausgewählt
Nach diesen Kriterien haben wir die Produkte für den Mikrowellen-Test ausgewählt:
- Marken bekannter Hersteller im getesteten Bereich
- unterschiedliche Preisklassen
- unterschiedliche Ausstattungen
- gute Verfügbarkeit in bekannten Onlineshops wie Amazon oder Otto
So haben wir die Mikrowellen getestet
Nach dem Unboxing und dem Aufstellen der Mikrowellen sahen wir uns das Material sowie die Verarbeitung an. Zu überprüfen, wie gut die Tür einer Mikrowelle schließt, ist essenziell. Anschließend begutachteten wir die Logik des Bedienfeldes: Wie transparent ist die Menüführung, wie gut lassen sich Tasten bedienen, gibt es Stolperfallen, für die es ohne Blick in die Betriebsanleitung nicht weitergeht? Laut einer aktuellen Markterhebung greifen fast die Hälfte der Käufer von Mikrowellen-Geräten auf Kombigeräte zurück. Deshalb haben wir erweiterte Funktionen und Möglichkeiten in die Wertung einfließen lassen. Das heißt aber nicht, dass eine Solo-Mikrowelle schlechter ist. Jedes Gerät erfüllt seinen Zweck. Danach ging es an die harten Fakten:
- Hitzeentwicklung: Diese prüften wir anhand des sogenannten Wassertests. Dazu stellten wir ein Glas mit 250 Millilitern Wasser in die Mitte des Garraums und ließen die Mikrowelle zwei Minuten bei 600 Watt laufen. Abschließend maßen wir mit einem Stabthermometer die Temperatur.
- Gleichmäßiges Garen: Um das zu bewerten, legten wir eine Tafel Milchschokolade auf einen flachen Teller und ließen sie bei vollen Watt 25 Sekunden lang "garen". Blieben Stellen übrig, die nicht oder nicht ganz geschmolzen sind, weist das auf nicht ganz gleichmäßiges Erhitzen der Speisen hin.
- Wie stark erhitzen sich außen die Seitenwände und die Oberseite? Das ist einerseits relevant für die Sicherheit (Verbrennungsgefahr). Andererseits kann sehr hohe Außentemperatur auf defekte Bauteile hinweisen. Um die Temperaturen zu überprüfen, haben wir eine Schüssel mit einem Liter Wasser in die Mikrowelle gestellt, um reale Belastungsbedingungen zu schaffen. Nach zehn Minuten Betrieb bei vollen Watt, haben wir die Temperaturen an den Außenseiten mit dem Stabthermometer gemessen.
- Lautstärke der Mikrowelle: Diese überprüften wir mithilfe eines Dezibel-Messgerätes.
- Abmessungen und Gewicht: Um dies unabhängig von Herstellerangaben zu prüfen, bedienten wir uns eines Meterstabs und einer Personenwaage.
- Garraumvolumen: Hersteller geben beim Volumen einer Mikrowelle den Bruttowert an. Das heißt: Sie berücksichtigen nicht eventuell in den Garraum ragende Bauteile, Vorsprünge oder Heißelemente – ein Marketingtrick. Deshalb haben wir den Garraum selbst ausgemessen. Dazu haben wir aus den Abmessungen in Zentimetern anhand einer Formel das Volumen in Litern berechnet.
- Ergebnis bei Speisen: Bei diesem Test haben wir es uns richtig gut gehen lassen. Bei einer Mikrowelle mit Crisp-Funktion und einer mit Heißluft haben wir Pommes und TK-Pizzabaguettes zubereitet. Spoiler: Bei beiden Geräten haben die Ergebnisse unsere Erwartungen getroffen, bei einem übertroffen. Bei einer weiteren Mikrowelle mit Grillfunktion suchten wir den Crunch vergeblich.
1. Die Testsiegerin: Bauknecht MW 427 SL
Design, Bedienung & Zubehör: Unsere Testsiegerin, die MW 427 SL des Stuttgarter Herstellers Bauknecht, kommt im zeitlosen Design. Bei der Kombi-Mikrowelle hat uns auf den ersten Blick das übersichtliche Bedienelement mit erklärenden Piktogrammen gefallen. Dennoch mussten wir uns etwas durchprobieren, um alle Funktionen zu verstehen. Danach bleibt die Betriebsanleitung getrost im Schrank. Durch die Bauweise ohne Drehteller ist die Mikrowelle leicht zu reinigen. Die Bauknecht MW 427 SL kommt mit allerlei Zubehör:
- Crisp-Platte mit Griff
- Untergestell für Crisp-Platte
- Dampfgarbehälter
- Grillrost
Funktionen & Leistung: Die meisten Mikrowellen haben einen Drehteller. Durch die Drehbewegung wird das Essen gleichmäßig erwärmt. Stattdessen wird bei der Bauknecht die Mikrowellenenergie über einen flachen, großflächigen Boden verteilt, die so über die gesamte Garraumfläche wirkt und so der gesamte Innenraum gleichmäßig erwärmt. Dennoch wies die Schokolade nach unserem Test am Rand einige härtere Stellen auf, was dafürspricht, dass die Hitzeentwicklung nicht gleichmäßig im Garraum verteilt ist. Die Garhitze ist dennoch trotz der Obergrenze von 800 Grad Watt hoch genug. Richtig beeindruckt hat uns die Crisp-Funktion. Diese ersetzt die fehlende Heißluftfunktion der Mikrowelle. Laut Hersteller sollen entsprechende Speisen besonders knusprig werden. Und es hat sich bei unserem Praxistest gezeigt: Sowohl die Pommes als auch das Pizzabaguette wurden tatsächlich extra crunchy. Bei letzterem verlief der Käse schön. Die Möglichkeit, etwa Gemüse im Dampfgarer schonend zu garen, komplettiert die Kombimikrowelle.
Sicherheit: Mit rund 18 Grad Celsius an den Außenseiten wird das Gerät während des Betriebs nicht sehr warm. Das Gehäuse nach dem Mikrowellenbetrieb anzufassen, ist somit kein Problem. Die Lautstärke bewegt sich im oberen Bereich unter den getesteten Geräten. Wenn Sie Kinder im Haushalt haben, werden Sie sich über die Kindersicherung freuen.
Fazit: Die Bauknecht-Mikrowelle bietet viele Möglichkeiten in modernen Küchen. Vor allem die Crisp-Technologie ist eine echte Innovation. Mit einer UVP von rund 200 Euro halten wir das Preis-Leistungs-Verhältnis für absolut fair. Und im Onlinehandel ist sie günstiger zu haben.
➕ Vorteile:
- Zeitloses Design
- Sehr leicht zu reinigen
- Umfangreiches Zubehör
- Sehr gute Crisp‑Funktion
- Dampfgaroption; Außentemperatur niedrig
- Kindersicherung
- gutes Preis‑Leistungs‑Verhältnis
➖ Nachteile:
- Funktionen benötigen Eingewöhnung
- Flacher Boden kann ungleichmäßig erwärmen
- Keine echte Heißluftfunktion
- Relativ laut im Betrieb
- Max. Leistung 800 W
2. Leistungsstarke Kombi-Mikrowelle mit Dämpffunktion: LG MH 6535 GDS – unser Preis-Leistungs-Tipp
Design, Bedienung & Zubehör: Ebenfalls fünf Sterne erreichte in unserem Test die LG-Mikrowelle. Sie kommt in moderner Optik und in durchgehendem Schwarz. Das Bedienelement ist übersichtlich und leicht zu verstehen. Wünschenswert wären aber etwas größere Symbole, die man bei gedimmtem Licht erkennt, oder alternativ beleuchtete Tasten. Das Gerät hat uns mit der Leistung überzeugt: Ganze 1.000 Watt bietet es in der Mikrowellenfunktion. Auch das nutzbare Nettovolumen von 20 Litern kann sich sehen lassen. Die Größe des Innenraums geben andere Hersteller als Bruttovolumen an. Das ergibt sich aus den ebenen Innenflächen ohne in den Garraum ragende Bauteile. Aufgrund dessen ist die Mikrowelle leicht zu reinigen. Die Speisen erwärmt sie klassisch auf einem Drehteller. Das Zubehör:
- Drehteller
- Grillrost
- Dampfbehälter
Funktionen & Leistung: Während des Wassertests zeigte die hohe Leistung ihre Wirkung. Die Speisen werden zufriedenstellend heiß. Die Wärme verteilt sich gleichmäßig im Garraum. Im Grill bereiten Sie wahlweise Geflügel, Fleisch oder auch gegrilltes Gemüse zu. Einen Dampfgarer hat die LG-Mikrowelle nicht. Stattdessen hat sich der südkoreanische Elektronikriese einen Trick einfallen lassen: Im Zubehör finden Sie eine Dampfschale. Den Behälter befüllen Sie mit Wasser und platzieren ihn zum Gargut. Die Mikrowelle erhitzt das Wasser, sodass Wasserdampf entsteht. Dieser gart das Essen so schonend wie ein Dampfgarer.
Sicherheit: Trotz der 1.000-Watt-Power wird die Mikrowelle außen mit 19 Grad Celsius nicht heiß. Wenn Sie die Grillfunktion mit dem Grillrost nutzen möchten, sollten Sie darauf achten, dass Sie nicht aus Versehen die Mikrowellenfunktion aktivieren. Denn die Wellen führen bekanntlich zu Funkenflug, wenn sich im Garraum Metall befindet. Das LG-Gerät verfügt über eine Kindersicherung.
Fazit: Die Mikrowelle von LG kommt mit einer geballten Power von 1.000 Watt Mikrowellenleistung und cleverem Zubehör. Die faire UVP von rund 200 Euro unterbieten einige Onlinehändler.
➕ Vorteile:
- Modernes Design
- Klare Bedienung
- Gleichmäßige Erwärmung
- Leicht zu reinigen
- Zubehör: Drehteller, Grillrost, Dampfschale
- Außenseite bleibt kühl (~19 °C)
- Kindersicherung
- Sehr gutes Preis‑Leistungs‑Verhältnis
➖ Nachteile:
- Symbole etwas klein, keine Tastenbeleuchtung
- Kein integrierter Dampfgarer (nur Dampfschale)
- Grillbetrieb erfordert Aufmerksamkeit (Metall + Mikrowelle vermeiden)
- Eher begrenzter Raum
3. Mikrowelle mit Airfryer: Hisense H23 Mob S5 HC
Design, Bedienung & Zubehör: Die Hisense h23 Mob S5 HC kommt in stilvollem Schwarz daher. Allerdings haben es die Produktdesigner etwas zu gut mit dem modernen Aussehen gemeint: Die Tasten sind etwas zu dunkel geraten. Eine zusätzliche nahe Lichtquelle kann helfen, allerdings ist die Vorstellung, eine Extralampe für die Mikrowelle zu kaufen, absurd. Dafür ist das Menü einfach gestaltet und die Symbole sind eindeutig. Die 17 Liter nutzbares Nettovolumen gegenüber den vom Hersteller angegebenen 20 Litern ergeben sich überwiegend durch die wuchtige Abdeckung des Wellenleiters an der inneren Rückwand. Sie ist notwendig, um die sensible Mikrowellentechnik etwa vor Spritzern zu schützen. Andere Hersteller haben das eleganter gelöst. Durch diese Abdeckung gestaltet sich die Reinigung etwas knifflig. Dieses Zubehör finden Sie in der Lieferung:
- Drehteller
- Zwei Grillroste in unterschiedlichen Höhen
- Frittierkorb
Funktionen & Leistung: Zuerst eine Besonderheit der Hisense H23 Mob S5: Der Hersteller wirbt mit einem integrierten Airfryer, also einer Heißluftfritteuse. Während in einem richtigen Airfryer die heiße Luft schnell gewirbelt wird, um zum Beispiel Pommes knusprig zu machen, läuft bei der Hisense-Mikrowelle ein gemischtes Grill- und Heißluftprogramm ab. Im Test wollten wir das Ergebnis noch verbessern, stießen dabei aber auf ein Problem: Das Airfryer-Programm dieser Mikrowelle arbeitet mit Sensoren, die ständig den Zustand im Garraum messen. Es reagiert also empfindlich auf Temperatur und Menge. Wenn der Innenraum noch warm ist, denkt die Mikrowelle, das Essen sei schon fertig, und schaltet das Programm zu früh ab. Bei uns passierte das nach nur drei Minuten. Auch die Menge spielt eine Rolle: Liegt zu wenig Gargut, etwa wenige Pommes, auf dem Rost, arbeitet das Programm nicht richtig und liefert kein gutes Ergebnis. Da das Heißluftfrittieren nicht zur Kernaufgabe einer Mikrowelle gehört, sind wir nachsichtig. Mit der Heißluftfunktion und ohne zusätzlichen Grill gelangen die Pommes genauso knusprig. Auch das Pizzabaguette wurde schön kross, wofür sich die Mikrowelle bis zu 1.680 Watt Leistung genehmigte. Wermutstropfen: Der Käse verlief nicht so schön, wie bei der Bauknecht-Konkurrenz. In der reinen Mikrowellenfunktion liegen bis zu 900 Watt an, sodass die Speisen schnell auf Temperatur kommen.
Sicherheit: Die Außenseiten der Mikrowelle bleiben im sicheren Bereich. Vorsicht: Beim Öffnen werden die Seitenkante und die Oberkante der Tür kurzfristig sehr heiß. Nach etwa einer halben Minute lässt die Hitze nach. Haben Sie Kinder im Haushalt, sorgt die Kindersicherung für entsprechenden Schutz.
Fazit: Obwohl es der Hersteller sowohl mit dem Design als auch mit der Airfry-Funktion etwas zu gut gemeint hat, überzeugt die Hisense-Mikrowelle bei der Kerndisziplin: hohe Leistung und vielfältige Möglichkeiten. Die UVP liegt bei rund 250 Euro, im Onlinehandel ist sie günstiger.
➕ Vorteile:
- Modernes Design
- Vielseitig: Mikrowelle, Heißluft/Grill und Airfryer‑Modus
- Hohe Leistung
- Zubehör: Drehteller, zwei Grillroste, Frittierkorb
- Gute Ergebnisse bei Heißluft
➖ Nachteile:
- Tasten sind dunkel/schwer ablesbar.
- Nutzvolumen reduziert durch Wellenleiter‑Abdeckung
- Reinigung fummelig
- Airfryer‑Programm sensibel
- Türkanten kurzzeitig sehr heiß beim Öffnen
- Käseverlauf/Bräunung nicht immer optimal
4. Garen, Auftauen, Energie sparen: Samsung MS2AK3515AS/EG
Design, Bedienung & Zubehör: Mit der in schwarzem und silberfarbenem Kunststoff gehaltenen Samsung MS2AK3515AS/EG bekommen Sie eine solide Solo-Mikrowelle. Das heißt: Sie hat nur eine Mikrowellenfunktion, keinen Grill, keine Heißluft. Während einige Produktdesigner bei auf flache Tasten setzen, hat diese Mikrowelle erhabene, haptisch gut zu bedienende Tasten. Einstellungen nehmen Sie klassisch über das Drehrad vor. Außer dem Drehteller beinhaltet der Lieferumfang kein Zubehör. Letztlich wirft das Gerät keine Fragen auf.
Funktionen & Leistung: Trotz der lediglich 800 Watt Leistung entwickelt die Samsung-Mikrowelle eine anständige Hitze. Beim Wassertest haben wir 61 Grad Celsius gemessen. Für schnelles und gleichmäßiges Garen sorgt die kratzfeste Keramik-Emaille im Garraum. Sie ist leicht zu reinigen. Mit der "Quick Defrost"-Funktion tauen Speisen schnell auf. Der Eco-Modus hilft beim Stromsparen. Allerdings dürfte der Effekt überschaubar sein, denn er schaltet lediglich das Display bei Nichtnutzung ab und beim Türöffnen wieder an. Obwohl die Mikrowelle sehr einfach gehalten ist, verfügt sie über immerhin 29 Automatikprogramme.
Sicherheit: Mit im Test gemessenen 19 Grad Celsius erhitzen sich die Außenwände nicht besonders hoch. Mit einer Kindersicherung hat der Hersteller die Mikrowelle ebenfalls ausgestattet.
Fazit: Die Samsung-Mikrowelle ist eine Solo-Mikrowelle für die schnelle aufgewärmte Mahlzeit oder Fertiggerichte zwischendurch. Von der UVP von rund 200 Euro dürfen Sie sich nicht irritieren lassen, bei Onlinehändlern ist sie weit günstiger zu bekommen.
➕ Vorteile:
- Solide Solo‑Mikrowelle
- Einfach zu bedienen
- Gute Erwärmung
- Kratzfeste Keramik‑Emaille
- Leicht zu reinigen
- Quick‑Defrost und 29 Automatikprogramme.
- Niedrige Außentemperatur (~19 °C)
- Kindersicherung
➖ Nachteile:
- Keine Grill‑ oder Heißluftfunktion.
- Max. 800 W/ Anwendungen eingeschränkt.
- Geringer Einspar‑Effekt
- Kein mitgeliefertes Zubehör
5. Schicke Kombi mit Grillschwäche: Caso Mikrowelle MG20 menu
Design, Bedienung & Zubehör: Günstig ist nicht gleich billig. Dafür ist die Caso-Mikrowelle MG20 menu ein offensichtliches Beispiel. Denn optisch muss sie sich hinter den renommierten Marken nicht verstecken. Schnörkellos und geradlinig, mit gebürsteten Edelstahlelementen und einem aufgeräumten Bedienelement an der Front begrüßt uns das Gerät nach dem Unboxing. Der Look gefällt uns gut. Übersichtlich ist der Lieferumfang: Neben dem Drehteller aus Glas liefert Caso Design noch ein sehr einfaches dreibeiniges Gestell für die implementierte Grillfunktion und eine dicke Bedienungsanleitung. Mit 11,3 Kilogramm ist sie dafür eine der leichtesten im Test.
Leider hapert es bei der Bedienung. Ohne Anleitung schaffen wir es nicht einmal, die Uhrzeit einzustellen. Auch um das passende Programm mit der gewünschten Leistung zu wählen, kommen wir nicht umhin, in die Bedienungsanleitung zu schauen, wo wir erfahren, welches Programm mit welcher Leistung läuft. Das ist anhand des Displays für uns nicht ersichtlich. Gut abgestimmt ist dafür das Drehrad ganz unten, mit dem sich die gewünschte Zeit in Zehn-Sekunden-Häppchen einstellen lässt.
Funktionen & Leistung: Wie bei den anderen Mikrowellen überprüften wir zunächst die Hitzeentwicklung im Garraum. Das Wasser im Glas war nach zwei Minuten bei 600 Watt ordentliche 62 Grad Celsius heiß. Das ist okay, wobei andere Geräte im Test bis zu sechs Grad mehr schafften. Im Betrieb ermittelten wir zudem eine Lautstärke von durchschnittlich 58 dB. Auch das ist in dieser Preisklasse ein akzeptables Ergebnis. Was man von den Tiefkühl-Baguettes nicht behaupten kann, die wir zehn Minuten bei voller Leistung mit 70 Prozent Grill- und 30 Prozent Mikrowellen-Funktion garen wollten. Die Baguettes waren zwar heiß und der Käse geschmolzen, von knusprigem Brot waren die kleinen Pizzastangen aber weit entfernt. Möglicherweise hätten wir noch einige Minuten warten müssen.
Sicherheit: Um Kinder nicht in Versuchung zu führen, ist die Caso-Mikrowelle mit einer simplen Kindersicherung ausgestattet. Diese funktionierte im Test zuverlässig. Vorbildlich und nicht zu beanstanden ist auch die Temperatur an den metallischen Außenwänden des Geräts. Im Mikrowellenbetrieb zeigte unser Stabthermometer eine Temperatur von 30 Grad Celsius auf der Oberseite. Beim Grillen der Baguettes wurde insbesondere die Seitenwand auf der linken Seite (vom Benutzer aus gesehen) etwas wärmer. Die Gefahr, sich zu verbrennen, bestand aber auch da nicht. Wichtig auch: Beim Öffnen der Tür legt das Gerät sofort eine Pause ein.
Fazit: Die Caso MG20 menu ist eine optisch ansprechende Mikrowelle für kleinere Haushalte mit Schwächen beim Grillen und der Bedienlogik. Mit einem Straßenpreis von weniger als 100 Euro (September 2026) ist sie aus unserer Sicht aber fair bewertet und empfehlenswert.
➕ Vorteile:
- hochwertiger, zeitloser Look
- Kindersicherung vorhanden
- Preis-Leistung
- Leicht zu reinigen
➖ Nachteile:
- Gehäuse anfällig für Fettfinger
- nur bedingt intuitiv zu bedienen
- kleiner Garraum (weniger als 15 Liter)
- schwache Grillfunktion bei TK-Baguettes
- nicht für den Schrankeinbau geeignet
6. Robuste Mikrowelle mit Seltenheitswert: Severin 7761
Design, Bedienung & Zubehör: Die Severin 7761 könnte bei Ihnen Retro-Gefühle verursachen. Ihre Außenhülle besteht aus Blech – die 1980er Jahre lassen grüßen. Das tut der Qualität der Mikrowelle keinen Abbruch. Im Gegenteil, sie wirkt robust. Auch die Bedienung überzeugt: Gewicht des Garguts, Temperatur, Zeit – wir stellen alles mit zwei gut beschrifteten Drehreglern ein. Das Severin-Gerät hat keinen Drehteller, sondern eine fest verbaute Keramikplatte. Die Reinigung ist entsprechend einfach. Wir müssen nur mit einem feuchten Lappen darüberwischen – fertig.
Funktionen & Leistung: Die 800 Watt Leistung entwickeln eine gute Hitze. Die Temperatur des Wassers stieg beim Test auf 68 Grad Celsius an. Die gleichmäßige Verteilung der Hitze könnte besser sein. Beim Schokoladentest stellten wir am Rand ein paar nicht geschmolzene Stellen fest. Die Mikrowelle ist mit einem Timer ausgestattet, wie Sie ihn von Geräten mit Drehrad kennen. Ein Piepston informiert Sie, wenn die eingestellte Zeit abgelaufen ist.
Sicherheit: Trotz des Metallgehäuses erhitzen sich die Außenwände nicht sehr stark. Wermutstropfen für Haushalte mit Kindern: Auf eine Kindersicherung hat der Hersteller verzichtet.
Fazit: Mit 15 Litern nutzbarem Nettovolumen die einfache Severin-Mikrowelle die kleinste in unserem Test. Sie ist ideal für Singles oder Teeküchen in Firmen oder Vereinslokalen. Onlinehändler unterbieten die UVP des Herstellers deutlich.
➕ Vorteile:
- Robustes Metallgehäuse.
- Sehr einfache Bedienung
- Keramikplatte statt Drehteller — leicht zu reinigen.
- gute Erwärmung
- Kompakt und günstig.
➖ Nachteile:
- Keine Kindersicherung.
- Nur Solo‑Funktion (kein Grill/Heißluft)
- Hitzeverteilung nicht ganz gleichmäßig
- Begrenzter Innenraum
Mikrowelle: Die wichtigsten Fragen & Antworten
Welche Arten von Mikrowellen gibt es?
- Solo-Mikrowelle: Eine Solomikrowelle nutzt ausschließlich Mikrowellenstrahlung zum Erwärmen, Garen und Auftauen von Speisen. Sie eignet sich ideal für einfache Aufgaben wie das schnelle Erhitzen von Mahlzeiten oder Getränken, kann jedoch keine Speisen bräunen oder backen.
- Grill-Mikrowelle: Diese Version hat zusätzlich einen integrierten Grill. Dadurch lassen sich Speisen nicht nur erhitzen, sondern auch überbacken oder bräunen. Sie ist gut geeignet für Pizza, Aufläufe oder Toast.
- Kombi-Mikrowelle: Eine Kombimikrowelle vereint Mikrowelle, Grill und Heißluftfunktion. Sie ermöglicht Backen, Grillen und Garen in einem Gerät und kann einfache Backöfen ersetzen.
Wie viel Strom braucht eine Mikrowelle?
Mikrowellen haben in der EU keine Energieeffizienzklasse wie Kühlschränke oder Waschmaschinen. Ihren Stromverbrauch berechnen Sie leicht: Eine typische Mikrowelle mit 800 W Leistung verbraucht 0,8 kW. Läuft sie 10 Minuten, also 0,17 Stunden, ergibt das 0,136 kWh. Beim aktuellen Strompreis von rund 30 Cent pro kWh kostet das etwa 4 Cent pro Nutzung.
Worauf muss ich beim Kauf einer Mikrowelle achten?
Beim Kauf einer Mikrowelle sollten Sie überlegen, wofür Sie sie benötigen. Zum reinen Aufwärmen reicht eine Solo-Mikrowelle, für mehr Flexibilität gibt es Geräte mit Grill oder Heißluft. Wichtig sind außerdem die Garraumgröße, eine einfache Bedienung und passende Maße für die Küche. Die Wattzahl bestimmt die Leistung. Mehr Watt sorgen für kürzere Garzeiten und gleichmäßigeres Erhitzen, verbrauchen pro Minute allerdings mehr Strom.
Sind Mikrowellen gesundheitsschädlich?
Nein, Mikrowellen sind nicht gesundheitsschädlich, wenn sie technisch einwandfrei sind und Sie sie richtig nutzen. Die Strahlung bleibt im Gerät und verschwindet sofort nach dem Ausschalten. Lebensmittel werden dadurch nicht radioaktiv. Auch gefährliche Rückstände im Essen entstehen nicht. Mikrowellen versetzen nur Wassermoleküle in Bewegung und erhitzen so die Speisen. Wichtig ist lediglich, mikrowellengeeignetes Geschirr zu verwenden, damit keine Schadstoffe aus ungeeigneten Kunststoffen ins Essen übergehen.
Welches Geschirr ist für die Mikrowelle geeignet?
Für die Mikrowelle eignet sich Geschirr, das hitzebeständig ist und keine Metalle enthält. Geeignet sind Glas, Porzellan ohne Gold- oder Silberrand sowie mikrowellenfeste Keramik. Speziellen Kunststoff mit entsprechender Kennzeichnung können Sie verwenden, da er sich nicht verformt oder Schadstoffe abgibt. Ungeeignet sind Metall, Aluminiumfolie und Geschirr mit metallischen Verzierungen, da sie Funken verursachen können. Achtung: Für Heißluft eignet sich Plastik nicht, auch wenn Sie es für den Mikrowellenbetrieb verwenden dürfen. Es schmilzt.
Was hilft gegen Gerüche in der Mikrowelle?
Eine Mikrowelle in unserem Test hat eine Funktion zum Entfernen von Gerüchen aus dem Garraum. Doch, was, wenn die Mikrowelle nicht über eine derartige Option verfügt? Einfach eine Schale mit Zitronensaft oder Essig in der Mikrowelle ein paar Minuten erhitzen. Dieser Dampf bindet Gerüche, danach die Mikrowelle auswischen.
Wie kann ich Speisen in der Mikrowelle gleichmäßig erwärmen?
Teile Lebensmittel in gleich große Stücke und rühre oder wende zwischendurch, damit Hitze sich verteilt. Nutze eine Mikrowellenplatte/Turntable und decke Gefäße locker ab, damit Dampf zirkulieren kann. Bei dichten oder kalten Resten lieber mit reduzierter Leistung länger erhitzen und zwischendurch prüfen.
Wie taue ich Lebensmittel in der Mikrowelle sicher auf?
Verwende die Auftau‑/Defrost‑Funktion oder reduziere die Leistung auf etwa 30–50 %, entferne Verpackungen und kontrolliere regelmäßig, ob Teile bereits warm werden. Drehe und trenne größere Stücke zwischendurch, nutze aufgetaute Lebensmittel möglichst sofort und verhindere so das Wachstum von Bakterien in warmen Randbereichen.
Wie verhindere ich Spritzer oder das Platzen von Lebensmitteln (z. B. Eiern)?
Decke Speisen ab oder verwende Spritzschutz, aber lasse einen kleinen Spalt zum Entweichen von Dampf; stich Gebinde wie Eier, Würstchen oder Kartoffeln vorher an. Erhitze in kurzen Intervallen, rühre um und lasse Speisen nach dem Erhitzen kurz stehen, damit sich die Hitze gleichmäßig verteilt.
Hinweis: Dieser Text wurde teilweise mit maschineller Unterstützung erstellt und nach den üblichen, strengen redaktionellen Kriterien bearbeitet und geprüft.
Quellen: Universität Amsterdam, Industrie Research