Wenn der Himmel klar ist, die Sonne strahlt und das Thermometer Temperaturen von über 25 Grad anzeigt, ist Sommer. Für viele Menschen die beste Zeit des Jahres. Um sich an heißen Tagen vernünftig zu schützen, ist neben Sonnencreme auch ein guter Sonnenschirm sinnvoll. Er spendet Schatten, kann vor UV-Strahlung schützen und macht sich optisch im Garten natürlich auch gut. Doch welche Modelle sind empfehlenswert? Und welche sind ihr Geld eher nicht wert? Das hat der stern in einem Sonnenschirm-Test überprüft. Nachfolgend die Ergebnisse.
Sonnenschirm-Test: Die ausgewählten Modelle
Andere lohnenswerte Modelle
Folgende Modelle wurden nicht selbst ausführlich getestet, sind aber in der Recherche aufgefallen:
Testergebnis: Welcher ist der beste Sonnenschirm im Test?
Das Beste kommt bei uns direkt zu Beginn: Als Testsieger der Kaufkosmos-Redakteurin setzt sich das kleinere Modell von Kai Wiechmann durch. Die Gründe: Es ist schick, hochwertig, robust und einfach zu handhaben. Zudem zeigte es im Sonnenschirm-Test, anders als manch andere Modelle, kaum Schwächen.
Überraschend: Mit dem Label des Preis-Leistungs-Tipps kann sich dagegen der Sonnenschirm von Palawano schmücken. Er ist das günstigste Modell im Test, steht aber manch anderen in nichts nach. Wer auf der Suche nach einem preiswerten Modell ist, das seinen Zweck erfüllt, ist mit diesem Modell also gut bedient und bekommt ein sehr faires Preis-Leistungs-Verhältnis.
Doch auch die anderen Testgeräte machen im Großen und Ganzen eine gute Figur und tun das, wofür sie gedacht sind: Sie spenden Schatten und schützen vor der Sonne.
Alle Details, Eindrücke und Testergebnisse finden Sie in den Einzeltests weiter unten.
Über die Testerin
Es gibt kaum etwas Erholsameres, als an einem Sommertag im Garten die Ruhe und die Sonne zu genießen. Wer allerdings eine ähnlich Sonnenbrand gefährdete Haut hat wie ich, weiß: Ein Sonnenschirm ist neben einer guten Sonnencreme ein Muss. Doch es gibt große Unterschiede zwischen den wählbaren Modellen: Möchte ich einen Aluminium- oder Holzmast? Einen Ampelschirm für mehr Platz darunter oder doch einen stabileren Marktschirm? Mit Kurbel? Soll er knickbar sein? Und wie groß eigentlich? Erfordert er besondere Pflege? Und passt er in einen gängigen Schirmständer? Welche Varianten vorteilhafter sind als andere und welche Marken sich beim Kauf besonders lohnen, soll der Sonnenschirm-Test herausfinden. Und so viel sei verraten: Bei einem Modell war ich positiv überrascht.
Vergleichstabelle Sonnenschirme
| Bewertung | Nicht in der Wertung | Nicht in der Wertung | Nicht in der Wertung | Nicht in der Wertung | ||||||
| Öffnungsmechanik | Seilzug | Kurbel | Seilzug | Kurbel | Kurbel | Seilzug | Schieber | Schieber | Kurbel | Kurbel |
| Höhe* | 235 cm | 225 cm | 250 cm | 260 cm | 250 cm | 260 cm | 195 bis 205 cm | 230 cm | k.A. | 243 cm |
| Durchmesser Schirmdach* | 240 cm | 230 cm | 300 cm | 300 cm | 270 cm | 300 cm | 180 cm | 200 × 125 cm | 270 cm | 250 cm |
| Gewicht* | 5,5 kg | 4 kg | 8,5 kg | 13,8 kg | 5 kg | 9 kg | 1,7 kg | 2,7 kg | 7,9 kg | k.A. |
| UV-Schutz* | UPF 50+ | UPF 50+ | UV 50+ | UPF 50+ | UV 50+ | UPF 50+ | UV 50+ | UPF 50+ | UV 50+ | LSF 50 + |
| Knickfunktion | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Mast | Holz | Eisen | Massivholz | Metall | Aluminium | Holz | Aluminium | Metall | Aluminium | Aluminium |
| Extras | / | / | / | LED-Beleuchtung, Solarfunktion | / | austauschbare Streben | / | inkl. Sonnenschirmhülle | / | / |
| Erhältlich bei |
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* Herstellerangabe
So haben wir die Produkte ausgewählt
Nach diesen Kriterien haben wir die Produkte für den Sonnenschirm-Test ausgewählt:
- Sonnenschirme aus unterschiedlichen Preissegmenten
- Modelle mit Holz- oder Eisenmast, mit Kurbel und ohne, Ampelschirm oder Mittelmastschirm
- Markenprodukte bzw. Produkte bekannterer Hersteller im getesteten Bereich
- gute Verfügbarkeit
- Geräte oder Marken haben in anderen Tests oder Bewertungen bereits gut abgeschnitten
So haben wir getestet
Häufig bleibt der erste Eindruck hängen. Warum sollte das bei einem Sonnenschirm anders sein? Wir haben beim Öffnen der Verpackung den Lieferumfang und die Verpackungsart überprüft: Wie nachhaltig ist sie? Gibt es Schäden? Welches Zubehör liegt bei? Bedarf es eines aufwendigeren Aufbaus?
Weitere Fragen, mit denen sich der stern-Test auseinandersetzt, sind diese: Lässt sich der Sonnenschirm einfach aufbauen und in den Ständer setzen? Hält er auch einen Windstoß aus? Lässt er sich einfach reinigen, sollte er mal verschmutzt sein? Getestet wurde in einem kleinen Garten, in den viel Sonne einfällt. Die Testerin hat einen stabilen Sonnenschirmständer mit ca. 5,5 cm Durchmesser. Befestigt wird der Schirmmast mit einer Schraube. Was der Kurzzeit-Test nicht leisten kann: Er kann nicht beantworten, wie langlebig Mast oder Schirmtuch sind und ob es mit der Zeit zu Verbleichungen durch die Sonne kommen kann. Ebenfalls kann die Zuverlässigkeit des angegebenen UV-Schutzes nicht überprüft werden. Nachfolgend die Einzelergebnisse.
1. Der Schicke: Kai Wiechmann – unser Testsieger
Optik: Das kleinere Modell (240 cm) von Kai Wiechmann ist das optisch ansprechendste im Sonnenschirm-Test des stern. Er kommt in einem erfrischenden Grün mit kontrastierten Details und wirkt sehr hochwertig. Ausgestattet ist er mit einem stabilen Holzmast, zudem besticht er mit Lederdetails und goldenen Metallteilen. Er muss hochgeklappt und mit einem Stift an der gewünschten Höhe befestigt werden. Zudem kann er geneigt werden und rastet dann ein.
Handhabung: Die Handhabung ist sehr einfach, es braucht aber ein wenig mehr Kraft zum Hochklappen und zum Einsetzen in den Schirmständer als bei den Modellen aus Aluminium und mit Kurbel. Dafür wirkt der Sonnenschirm stabiler. Er sollte bei schlechtem Wetter und im Winter aber dringender geschützt werden als die Modelle, die nichts aus Stoff sind und keinen Holzmast aufweisen. Unter dem Schirm ist es angenehm kühl. Plus: Am oberen Ende gibt es einen Windauslass, der für Extrastabilität sorgt.
Fazit: Mit dem Modell von Kai Wiechmann sind Sie gut bedient: Es ist hochwertig, schick und bietet ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis. Es benötigt einen Ständer, aber ist dann stabil und einfach zu handhaben. Der Sonnenschirm ist also nicht nur praktisch, sondern auch ein Hingucker. Einzig das Schirmtuch ist ein wenig anfällig für Verschmutzungen und benötigt etwas Pflege. Allerdings kann das Schirmtuch bei Bedarf abgenommen und dadurch besser gereinigt werden.
➕ Vorteile:
- hochwertige, ansprechende Optik
- einfache Handhabung
- stabil
➖ Nachteile:
- etwas anfälliges Material
- etwas schwieriger hochzuklappen als mit einer Kurbel
2. Der Solide: Palawano – Preis-Leistungs-Tipp
Optik: Das günstigste Modell im Sonnenschirm-Test kommt von Palawano. Dieser Sonnenschutz ist passend für Balkone, kleine Terrassen und kleine Gärten. Er bietet nicht allzuviel Schutz, aber so, dass wenige Personen angenehm im Schatten sitzen können. Beim Auspacken fällt auf, dass der Schirm dennoch stabil und gut verarbeitet ist. Er kommt mit Stahlmast mit Pulverbeschichtung und ist optisch ansprechend. Für die Testerin eine kleine Überraschung.
Handhabung: In der Handhabung bietet er alles, was ein guter Sonnenschirm bieten sollte: Er lässt sich einfach hoch- und runterkurbeln, kippen und auf- und abbauen. Hier gibt es nichts zu beanstanden. Auch bei Wind bleibt der Schirm in der Position. Es braucht aber einen schweren, robusten Schirmständer.
Fazit: Das günstigste Modell im Test erfüllt seinen Zweck: Der Sonnenschirm bietet Schutz und einfache Handhabung. Zudem schützt es laut Hersteller durch strapazierfähigen Polyester mit UPF 50+ Beschichtung vor UV-Strahlung. Es lässt sich einfach aufbauen und ausklappen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist sehr fair und die Farbauswahl vielseitig. Alle, die nach einem unkomplizierten Schattenspender für kleinen Platz suchen, sind mit diesem Modell sicherlich gut bedient.
➕ Vorteile:
- günstiger Preis
- einfache Handhabung ohne Kraftaufwand
- sehr faires Preis-Leistungs-Verhältnis
➖ Nachteile:
- etwas instabil
- etwas klein
3. Der Stabile: Sekey
Optik: Das Modell von Sekey ist ein klassischer Sonnenschirm: mit Extraklappen, Holzmast und Klappfunktion. Es bedarf keiner Anleitung. Hier wirkt alles solide und unaufgeregt. Die Beschläge sind aus rostfreiem Edelstahl, ein Windauslass an der Spitze soll die Windanfälligkeit verringern.
Handhabung: Auch die Handhabung ist so simpel wie der Schirm selbst: ab in den Ständer, hochklappen und mit dem Stift feststecken. Das ist durch die doppelte Seilzugunterstützung leichtgängig. Bei Bedarf in den gewünschten Winkel kippen. Dafür, dass der Schirm sehr wuchtig wirkt, ist die Handhabung vergleichsweise einfach.
Fazit: Beim Sonnenschirm von Sekey lässt sich im Test nichts Schlechtes erkennen. Sie bekommen einen stabilen, soliden und unaufgeregten Schirm, der Schatten spendet und gut verarbeitet ist. Das Schirmtuch ist allerdings durch die helle Farbe etwas anfälliger für Schmutz, hat dafür aber keine Probleme mit dem Ausbleichen.
➕ Vorteile:
- faires Preis-Leistungs-Verhältnis
- stabil
- hochwertig verarbeitet
➖ Nachteile:
- etwas anfälliges Material
- etwas wuchtig
4. Der mit dem Extra: Songmics
Optik: Das Modell von Songmics unterscheidet sich sehr stark von den anderen Modellen im Sonnenschirm-Test. Denn: Es kommt mit eigenem Ständer, mit Solarfunktion sowie mit Beleuchtung. Zudem handelt es sich um einen Ampelschirm: Der Mast ist hier nicht in der Mitte angebracht. Der Vorteil dieser Schirme: Möbel oder Personen finden direkt darunter Platz, ganz ohne störenden Ständer. Für den Aufbau bedeuten die Extras aber auch ein wenig Extraarbeit: Der Ständer muss aufgebaut, die kleine Solaranlage auf dem Schirm angebracht werden. Beides ist nicht sonderlich aufwendig, muss aber gemacht werden.
Handhabung: Ist der Schirm aufgebaut, macht er erstmal eine gute Figur. Allerdings zeigt sich (und so steht es auch in der Anleitung): Der Ständer braucht noch Stabilität, die Sie beispielsweise damit erreichen, dass ein schwerer Sandsack oder Steinplatten daraufgelegt werden. Oder er findet in einem geeigneten, stabilen Schirmständer Platz. Sonst kann folgendes passieren: Der ganze Schirm kippt um. Das zeigte sich im Test ohne Extrabeschwerung bereits nach einem schwachen Windstoß. Denn dadurch, dass es sich um einen vergleichsweise großen Ampelschirm handelt, ist das Gleichgewicht ungleichmäßig verteilt. Das birgt den genannten Nachteil. Aber auch einen Vorteil: Er bietet natürlich viel Schatten, mehr Flexibilität und sieht auch schick aus.
Ebenfalls positiv: Die Solarfunktion funktioniert einwandfrei und sorgt für ein angenehmes Licht, das per Schalter ein- und ausgeschaltet werden kann. Vor allem an Sommerabenden auf der Terrasse oder im Garten natürlich ein nettes Plus. Weitere Eigenschaften: Der Schirm lässt sich ebenso einfach via Kurbel ausfahren wie andere Modelle im Test.
Fazit: Mit dem Ampelschirm von Songmics bekommen Sie einen platzsparenden Sonnenschirm, der optisch etwas hermacht und mit Extras überzeugt. Nachteil: Sie müssen ihn stabilisieren und sicherstellen, dass er nicht umfallen kann.
➕ Vorteile:
- großer Ampelschirm, der viel Platz darunter bietet
- Beleuchtung und Solarfunktion
- einfache Handhabung
➖ Nachteile:
- etwas aufwändigerer Aufbau
- instabiler als andere
5. Der Solide: Leco
Optik: Der Leco-Sonnenschirm ist eines der kleineren Modelle im Test. Das hat Vorteile: Er ist leicht, kann einfach den Sonnenschirmständer gesteckt werden und passt auch auf den Balkon oder kleine Terrassen. Zudem kommt er mit einem Aluminiummast daher. Dieser ist wasserabweisend, wird nicht morsch oder marode. Die Kurbel ist direkt ersichtlich und der Schirm ist simpel, aber bietet alles, was es braucht. Zudem fällt der wasserabweisende Stoff direkt ins Auge. In der Sonne schimmert er stark. Ob man das mag oder nicht, ist Geschmackssache.
Handhabung: Wie bei den meisten anderen Modellen im Sonnenschirm-Test braucht es keine Anleitung, um die Handhabung zu verstehen. Gibt es eine Kurbel, lässt sich das Modell der Wahl damit hoch- oder runterdrehen. Gibt es keine, wird er hochgeklappt und mit einem Stift festgesteckt. Beim Leco-Modell von Tchibo lässt sich mit der Kurbel der Schirm aufklappen. Das funktioniert ohne Kraftaufwand. Zudem gibt es ein Druckknopf-Neigesystem. Es rastet von selbst ein. Praktisch ebenfalls: Sollte der Schirm durch Vogelkot oder ähnliches verschmutzt werden, lässt er sich ganz einfach mit einem feuchten Tuch abwischen.
Fazit: Mit dem Leco-Sonnenschirm können Sie kaum etwas falsch machen. Er ist praktisch, kann fast überall Platz finden und bietet alles, was ein guter Schirm bieten sollte: Er ist abwischbar, einfach in der Handhabung, lässt sich kippen, ohne Kraftaufwand hochkurbeln und sieht schick aus. Allerdings ist er sehr leicht und es braucht einen stabilen Ständer. Plus: Die Kippfunktion hakte ab und zu im Test.
➕ Vorteile:
- schickes Design
- einfache Handhabung
- abwischbar
➖ Nachteile:
- sehr leicht
- unzuverlässige Kippfunktion
6. Der Luxuriöse: Kai Wiechmann
Optik: Das zweite Modell von Kai Wiechmann im Sonnenschirm-Test ist ein höherpreisiges. Allerdings erschließt sich der Testerin der höhere Preis nicht direkt: Das andere getestete Modell wirkt ebenso hochwertig. Der Unterschied liegt wie so oft im Detail: Es gibt mehr Lederdetails und es ist etwas größer. Und: Der Sonnenschirm ist auf Langlebigkeit ausgerichtet, da die Streben getauscht werden können.
Handhabung: Die Handhabung unterscheidet sich aber nicht vom kleineren Modell: Auch hier gibt es keine Kurbel, sondern das Aufklappen funktioniert händisch mit einem Seilzug und mit einem Stift. Dadurch, dass der Schirm etwas größer ist, ist das natürlich etwas schwieriger. Ist er aufgeklappt, ist es aber merklich kühler unter dem Schirm und der Unterschied ist spürbarer als bei manch anderen Sonnenschirmen im Test.
Fazit: Wenn Sie auf der Suche nach einem hochwertigen Sonnenschirm sind, der Sie in den kommenden Jahren begleiten soll, ist dieses Modell sicherlich eine gute Wahl. Es kann auch bei Beschädigungen wieder repariert werden und ist auf Langlebigkeit ausgelegt. Zudem ist es groß, stabil und überzeugt mit hochwertiger Verarbeitung.
➕ Vorteile:
- tauschbare Streben
- hochwertige Verarbeitung
- stabil
➖ Nachteile:
- hoher Preis
- etwas schwierig aufzuklappen
Sonnenschirm: Die wichtigsten Fragen & Antworten
Welche Arten von Sonnenschirmen gibt es?
Es gibt einige Arten von Sonnenschirmen, die sich unter anderem in ihrer Konstruktion, Befestigung und dem Einsatzzweck unterscheiden. Für welchen Sie sich entscheiden, hängt vom verfügbaren Platz, Budget und anderen Faktoren ab. Generell gibt es folgende Arten von Sonnenschirmen:
- Mittelmastschirme/Marktschirme: Dies ist der Klassiker unter den Sonnenschirmen. Der Standfuß und der Mast befinden sich direkt in der Mitte unter dem Schirmtuch. Diese Schirme sind besonders stabil bei Wind, blockieren allerdings den Platz direkt unter dem Schirm. Alternative: Schirme, die in einen Fuß gesetzt werden, der sich in der Mitte des Tischs befindet, sodass der Fuß keinen Platz blockiert.
- Ampelschirme/Freiarmschirme: Bei diesen Sonnenschirmen befindet sich der Mast seitlich außerhalb der Schattenfläche. Er hängt an einem gebogenen Arm über den Möbeln oder Personen. Dadurch gibt es maximale Bewegungsfreiheit und kein Platz wird blockiert.
- Balkonschirme: Hierbei handelt es sich um Modelle, die speziell für enge Platzverhältnisse konzipiert sind. Viele Ausführungen sind halbrund, sogenannte Halbschirme, sodass sie flach an die Hauswand gestellt werden können. Oder sie verfügen über Knickgelenke zur flexiblen Ausrichtung.
- Großschirme/Gastronomieschirme: Groß- oder Gastronomieschirme sind in der Regel extrem robuste Schirme mit Spannweiten von oft über vier Metern. Meist weisen sie ein leichtgängiges Kurbel- oder Teleskopsystem auf und sind für den dauerhaften Außeneinsatz gebaut. Der Standfuß ist bei diesen Modellen meist sehr stabil und wird etwa durch Steinplatten unterstützt.
- Wandschirme: Wandschirme kommen dagegen ganz ohne Standfuß aus. Sie werden mit einer schwenkbaren Halterung direkt an der Hauswand montiert. Das spart Platz auf dem Boden, erfordert jedoch eine stabile Mauer.
Zudem unterscheiden sich die Schirme im Mast: Er besteht in der Regel entweder aus Aluminium, Holz oder Edelstahl beziehungsweise Stahl.
Die Materialien im Vergleich:
- Aluminium: Dieses Material ist sehr leicht, rostfrei, witterungsbeständig und pflegeleicht. Es gilt als Standard für moderne Ampel- und Gartenschirme.
- Holz: Holz wirkt dagegen sehr natürlich und klassisch. Meist werden harte Hölzer (z.B. Eukalyptus oder Teak) für den Mast verwendet. Er ist dadurch zwar stabil, benötigt aber regelmäßige Pflege, damit er witterungsbeständig bleibt.
- Edelstahl oder Stahl: Diese Materialien sind robust und schwer und kommen daher eher bei großen Ampelschirmen oder in der Gastronomie zum Einsatz. Stahl sollte zudem pulverbeschichtet sein, um Rostbildung zu vermeiden.
- Fiberglas oder Kunststoff: Sehr leichte, günstige Sonnenschirme, etwa für den Strand, können aus Gewichts- oder Kostengründen auch Masten aus Fiberglas oder Kunststoff aufweisen.
Was muss ich bei der Nutzung eines Sonnenschirms beachten?
Bei der Nutzung eines Sonnenschirms kommt es vor allem auf die Standsicherheit, den UV-Schutz und die richtige Pflege an. Die wichtigsten Punkte im Überblick:
- Standsicherheit: Wählen Sie einen Schirmständer, der dem Gewicht und der Größe des Schirms entspricht (oft 40 bis 50 Kilogramm oder mehr). Stellen Sie den Schirm immer auf einen ebenen, festen Untergrund.
- Wind und Wetter: Schließen Sie den Schirm bei Windböen, Gewitter oder wenn Sie die Terrasse verlassen. Auch leichte Winde können den Schirm sonst umwerfen oder beschädigen.
- UV-Schutz: Achten Sie auf einen hohen UV-Schutz (UPF von mindestens 50+ nach Standard 801). Bedenken Sie jedoch, dass Sie im Schatten durch Streustrahlung trotzdem einen Sonnenschutz für die Haut benötigen.
- Pflege und Lagerung: Lassen Sie den Schirm vor dem Zusammenklappen vollständig trocknen, um Stockflecken oder Schimmel zu vermeiden. Im Winter oder bei längerem Nichtgebrauch sollte der Schirm trocken gelagert und idealerweise mit einer atmungsaktiven Schutzhülle abgedeckt werden.
Wie pflege ich einen Sonnenschirm am besten?
Passend dazu: Einen Sonnenschirm pflegen Sie am besten durch regelmäßiges, trockenes Abbürsten von losem Schmutz und das konsequente Schließen des Schirms bei Nichtgebrauch. Aggressive Chemikalien und Hochdruckreiniger sind tabu, da sie die Schutzbeschichtung des Stoffes zerstören. Wichtig sind bei der Pflege folgende Aspekte,
1. Die regelmäßige Reinigung
- Trocken bürsten: Losen Staub, Pollen und Blätter sollten Sie in der Regel wöchentlich mit einer weichen Bürste oder einem Handfeger entfernen.
- Feucht abwischen: Leichte Flecken können Sie dagegen mit lauwarmem Wasser, einer milden Seifenlauge (zum Beispiel grüne Seife oder Feinwaschmittel) und einem weichen Schwamm abreiben.
- Einwirken lassen: Die Seifenlauge sollten Sie bei stärkeren Flecken für etwa 15 bis 20 Minuten einwirken lassen.
- Klar nachspülen: Seifenreste am Ende gründlich mit klarem Wasser (zum Beispiel mit dem Gartenschlauch) leicht abspritzen.
2. Hartnäckige Flecken entfernen
- Vogelkot: Diesen sollten Sie sofort im trockenen Zustand abbürsten, da die Säure den Stoff dauerhaft verfärbt.
- Stockflecken und Schimmel: Hier können Sie eine Mischung aus gleichen Teilen Wasser und Essig aufsprühen oder eine Paste aus Backpulver und Wasser auftragen. Nach 20 Minuten Einwirkzeit vorsichtig abschrubben und abspülen.
- Grünbelag: Bei diesen Flecken können Sie einen speziellen, biologisch abbaubaren Grünbelagentferner nutzen oder auf die Essig-Methode zurückgreifen.
3. Richtiges Trocknen und Imprägnieren
- Niemals nass schließen: Den Schirm sollten Sie nach der Reinigung oder nach einem Regenschauer immer vollständig aufgespannt an der Luft trocknen lassen. Das Einklappen im feuchten Zustand führt unweigerlich zu Schimmel und muffigen Gerüchen.
- Schutzschicht erneuern: Durch die Reinigung wäscht sich die werkseitige Imprägnierung mit der Zeit aus. Tragen Sie nach einer gründlichen Wäsche auf den komplett trockenen Stoff ein spezielles Imprägnierspray für Zelte und Sonnenschirme auf.
4. Das Gestell pflegen
- Aluminium: Mit einem feuchten Tuch und etwas Allzweckreiniger abwischen. Die Gelenke bei Bedarf mit einem Silikonspray ölen.
- Holz: Ein- bis zweimal pro Jahr mit einem passenden Holzpflegemittel oder Öl behandeln, um das Material wetterfest zu halten.
5. Schutz und Überwinterung
- Schutzhülle nutzen: Sobald der Schirm trocken ist und nicht gebraucht wird, schützt eine wetterfeste Schutzhülle vor UV-Strahlung und Schmutz.
- Winterlager: Lagern Sie den Schirm über die kalten Monate an einem trockenen, frostfreien und gut belüfteten Ort (etwa Keller oder Garage)
Worauf sollte ich bei einem Kauf achten?
Wenn Sie einen Sonnenschirm auswählen, sollten Sie neben der Bauart auch auf funktionale Details achten:
- Der UV-Schutz: Achten Sie auf das Siegel „UV-Schutz“ (ideal ist UPF 50+), damit die Haut vor schädlicher Strahlung geschützt bleibt.
- Die Bedienung: Kleinere Schirme nutzen oft ein einfaches Push-Up-System mit einem Stift. Größere Modelle sollten für kraftsparendes Öffnen eine integrierte Kurbel oder ein Seilzugsystem besitzen.
- Das Material des Mastes: Aluminium ist leicht und wetterfest, während Holz eine natürliche Optik bietet, jedoch mehr Pflege benötigt.
- Die Stoffqualität: Hochwertige Schirmtücher aus Polyester oder Acryl sind spinndüsengefärbt, damit sie in der Sonne nicht so schnell ausbleichen, und weisen Wasser sowie Schmutz ab.
- Bewertungen: Es ist immer hilfreich, sich die Bewertungen von Käuferinnen und Käufern durchzulesen, um einen guten Eindruck vom Sonnenschirm zu bekommen: Lässt er sich einfach aufklappen? Bleicht er schnell aus? Ist er stabil, auch bei Wind und Wetter? Solche Fragen lassen sich anhand von Erfahrungen anderer häufig schon vor dem Kauf beantworten.
Hat die Stiftung Warentest Sonnenschirme getestet?
Ja, die Stiftung Warentest hat in der Vergangenheit große Sonnenschirme für den Garten und die Terrasse getestet. Der letzte umfassende Test stammt allerdings noch aus dem Jahr 2010. Im Test überzeugten damals sowohl teure Modelle als auch günstige Varianten (Preise begannen ab ca. 69 Euro).
Quellen: Stiftung Warentest
Hinweis: Dieser Text wurde teilweise mit maschineller Unterstützung erstellt und nach den üblichen, strengen redaktionellen Kriterien bearbeitet und geprüft.