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Stern Logo Gesundheits-Mythen im Check - Tatsache oder Trugschluss?

Tatsache oder Trugschluss: Wird man auch im Schatten braun?

Wer sich in die Sonne legt, wird braun. Oder erst rot, je nachdem. Doch was ist mit jenen, die im Schatten eines Baumes oder Sonnenschirmes liegen? Bekommen die auch den sonnigen Teint?

Von Sonja Helms

Macht abends essen dick? Ist es schädlich, den Deckel des Joghurtbechers abzulecken? Gibt es süßes Blut? stern.de nimmt in loser Reihenfolge Alltagsmythen unter die Lupe.

Wird man auch im Schatten braun?


Die Auflösung

Klar ist: Für einen goldbraunen Teint muss niemand stundenlang in der prallen Sonne sitzen. Das soll er auch nicht, es schadet der Haut mehr, als dass es ihr nutzt. Auch im Schatten kann man also braun werden. Aber nicht immer. Es kommt tatsächlich darauf an, wo der Schatten liegt.

Grundsätzlich ist es so, dass das gesamte Strahlenbündel der Sonne auf die Erde trifft; die UV-Strahlung ist nur ein geringer Teil davon. Ähnlich wie Röntgenstrahlen können wir sie nicht sehen - wir sehen nur das Licht, spüren die Wärme und sehen, was die Strahlen auf der Haut verursachten: Bräunung, hervorgerufen durch UV-B, und Hautalterung, hervorgerufen durch UV-A. Die ultrakurzwellige UV-C-Strahlung wird bereits in der Stratosphäre absorbiert, davon kommt nichts mehr durch.

UV-A- und UV-B-Strahlen treffen nicht ungehindert auf die Erde und die Menschen. Sie werden gebrochen, etwa durch Wolken und Schwebstoffe in der Luft, oder reflektiert, etwa vom Wasser. "Diese sogenannte Globalstrahlung trifft dann nicht mehr nur senkrecht auf den Menschen, sondern von allen Seiten, denn sie verläuft auch horizontal, also parallel zur Erdoberfläche", sagt Dermatologe Eckhard Breitbart, zweiter Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention in Buxtehude. "Wer am Strand unter einem Baum oder einem Sonnenschirm sitzt, den trifft die Globalstrahlung immer noch von der Seite, somit wird er selbstverständlich braun." Zwischen den Hochhäuser von New York kann man beispielsweise lange darauf warten, dass sich ein sonniger Teint einstellt.


Sonnenschutz nicht vergessen

Am Strand oder im Park ist wichtig, auch im Schatten stets auseichend Sonnenschutz aufzutragen. Wie viel Strahlung noch an die Haut kommt, lässt sich schwer sagen, das hängt von vielen Faktoren ab, etwa der Umgebung, sagt Breitbart: Sind da viele Häuser, Sträucher, Bäume? Dann ist es weniger als auf einer weiten Fläche, etwa im Park, am Strand oder auf dem Wasser. "Unter einem Schirm am Strand können es vielleicht noch 30 bis 40 Prozent der normalen UV-Strahlung sein", sagt Breitbart. Das sei aber sehr grob geschätzt – und ändere sich je nach Bewölkung und Tageszeit. Jedenfalls sei es durchaus möglich, auch im Schatten einen Sonnenbrand zu bekommen, wenn man sich sehr lange ungeschützt dort aufhält und eine entsprechend empfindliche Haut hat, sagt der Dermatologe.

Das sollten Sie vor dem Sonnenbad wissen

Das Bräunen im Schatten dauert länger, ist aber gleichmäßiger und belastet den Körper weniger. Dass diese Bräunung länger anhalte, sei aber ein Irrtum, sagt Breitbart. "Die Färbung der Haut verläuft nach einem klar vorgegebenen Schema, unabhängig davon, wie die UV-B-Strahlung auf sie trifft." Was für uns so attraktiv und angenehm wirke, sei eigentlich eine Verzweiflungstat. "Bräunung ist die einzige Möglichkeit des Körpers, den Schaden von seiner DNA fern zu halten", sagt Breitbart. "Ein nahezu hilfloser Versuch, denn die Bräunung alleine hat nur einen Lichtschutzfaktor von maximal drei bis vier."

Nicht zu vergessen ist die Vitamin-D-Produktion. Hierfür sollte die Haut ungeschützt der Sonne ausgesetzt werden, aber nicht lange. Dieser Vorgang sei nach zehn bis 15 Minuten abgeschlossen, sagt Breitbart. Spätestens dann ist es Zeit, die Sonnencreme aufzutragen. Auch im Schatten.

Fazit:

Ja, im Schatten kann man braun werden, jedenfalls am Strand oder auf einer großen freien Fläche, wo das Licht von allen Seiten auf den Körper treffen kann. Im Schatten hoher Gebäude kann es schon schwerer werden. Es kommt also auf die Art des Schattens an. Da aber immer noch genug UV-Strahlung durchkommt, ist es wichtig, die Haut auch im Schatten mit Sonnencreme zu schützen.

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