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Zoff im Frühstücksfernsehen: 60 paar Designerschuhe für ihre Dreijährige – Mutter erntet Shitstorm

Eine Mutter erzählt im TV, dass ihre dreiährige Tochter 60 Paar Schuhe besitzt. Als ein Paar davon beim Spielen ein paar Kratzer bekommt, flippt die Frau aus. Ihre Reaktion erzürnt nicht nur Moderator Piers Morgan. 

Die 3-jährige Tochter von Sarah Bryan besitzt 60 Paar Schuhe - für Piers Morgan ein No-Go

Eine Mutter aus England gestand im Frühstücksfernsehen, dass ihre 3-jährige Tochter 60 Paar Schuhe besitzt

Es gibt Mütter, die überhäufen ihre Kinder mit Luxus. Sarah Bryan aus dem britischen Wakefield gehört offenbar dazu. Die Tochter der Designerin besitzt 60 Paar Schuhe – und ist gerade mal drei Jahre alt. Dafür steht die 28-Jährige gerade mächtig in der Kritik. Doch das ist nicht der einzige Grund.

Stein des Anstoßes ist vor allem ein Fernsehauftritt der 28-Jährigen in der Sendung "Good Morning Britain" mit Piers Morgan. Eingeladen wurde sie, weil sie ihrer Freundin die teuren Designerschuhe ihrer Tochter in Rechnung stellte, nachdem die Dreijährige vom Spielen nach Hause gekommen war und die Lederstiefel zerkratzt und angemalt waren. Kosten für die Treter: 325 Britische Pfund (etwa 375 Euro)!

Der Moderator kriegt zu viel. Vor allem als Bryan versucht, ihr Handeln mit einem unpassenden Vergleich zu rechtfertigen: "Wenn Sie Ihr Kind in die Obhut verantwortungsvoller Eltern geben", erklärt sie, "und es kommt mit Kratzern nach Hause ... " "Aber Sie sind nicht verantwortungsvoll", unterbricht Morgan und bezeichnet sie als "Mutter der schlimmsten Sorte". Schließlich sei es normal, dass Kinder sich beim Spielen anmalen oder Kratzer holen.

"Verstehen Sie, wie lächerlich Sie sich damit machen?"

"Es wird keine Mutter oder keinen Vater geben, der dieses Interview sieht und nicht denkt: Was in aller Welt macht sie, dass sie ihrer dreijährigen Tochter 60 Paar Schuhe kauft? Einige noch dazu für 325 Pfund." Auch, dass sie der Freundin nach einem Spielenachmittag der Kinder eine E-Mail schickt und die zerkratzen Schuhe in Rechnung stellt, findet er unmöglich. "Verstehen Sie, wie lächerlich Sie sich damit machen?"

Doch die junge Mutter sieht sich im Recht: "Ich verstehe das, aber Sie verstehen das nicht. Sie haben absolut keine Ahnung. Es geht dabei nicht um meine Erziehung und die ganzen Anfeindungen sind nicht fair." Dann fängt sie an zu schluchzen und zu weinen. Sie sei als Kind missbraucht worden und hier ginge es um ein paar Schuhe. "Was hat das denn mit der Rechnung für Ihre Freundin zu tun?", will Morgan weiter wissen.

Der englischen "Sun" berichtet Bryan, dass sie wegen Piers nach der Sendung eine Panikattacke erlitten habe und die Produzenten sich bei ihr entschuldigt hätten. Nur eben der Moderator nicht. "Piers ist ein bösartiger Fiesling, der versucht kontrovers zu diskutieren – aber was mich angeht, hat er keine Eier", so Bryan.

Piers Morgan reagiert gelassen

Der Moderator jedenfalls kann über die Äußerungen nur lachen. "Lassen Sie mich das klarstellen", schreibt er auf Twitter und postet den Wortlaut der E-Mail, die Bryan wegen der kaputten Schuhe an ihre Freundin gesendet hatte: "Die Frau, die DIESE E-Mail an eine Freundin geschickt hat, nennt mich einen bösartigen Fiesling???" Dahinter stehen drei Tränen-lach-Smileys. 

Im Internet sorgt der Fall für heftige Diskussionen. Zwar finden einige, dass der Moderator etwas zu weit gegangen sei, doch die meisten geben ihm Recht. "Das war angemessen. Sarah Bryan ist ernsthaft verblendet ... armes Kind! Die Stiefel sind sowieso hässlich", antwortet eine Frau. Und eine andere schreibt: "Ich stimme dem Mann zu. Wer kauft einer Dreijährigen 300 Pfund teure Schuhe und hofft, dass sie heil bleiben?"

 

Für die Engländer ist Sarah Bryan übrigens keine Unbekannte. Die junge Frau wurde berühmt, als sie ein Kleid aus Skittles (Süßigkeiten) designte, das ihr einen Vertrag als Designerin bei der Modefirma Ripleys einbrachte und sie zur Millionärin machte.

Wenig später präsentierte sie eine wesentlich unappetitlichere Kreation: ein Oberteil und einen Rock aus Schamhaaren. Für dieses Projekt rief die Mutter über soziale Netzwerke zu Spenden auf.


jek