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Buchtipps: Lesestoff für den Sommer

Urlaub - endlich hat man mal wieder Zeit, ein gutes Buch in die Hand zu nehmen. Bloß: welches? Worauf man Lust hat, hängt oft nicht nur von der Stimmung ab, sondern auch von Urlaubs-Art und -Ort. Zehn Schmöker-Tipps für den Sommer - für jede Sorte Urlaub eines.

Von Tanja Beuthien

Soll es ein Krimi sein oder ein Liebesroman? Wollen Sie spannende Reisereportagen lesen oder doch lieber die witzige Anekdotensammlung? Unsere Autorin hat für jeden Geschmack eine Empfehlung parat.

FÜRS HANDGEPÄCK

Diesen Krimi lesen Sie in einem Rutsch (224 Seiten!) - und bekommen ihn außerdem in jeder Bahnhofsbuchhandlung: Der zweite Roman von Gianrico Carofilgio, eben als Taschenbuch erschienen, kreist wieder um die Seelennöte seines Ermittlers, Avvocato Guido Guerrieri. Natürlich hat er auch diesmal einen aussichtslosen Fall übernommen: Die psychisch stark angeschlagene Martina Fumai will ihren gewalttätigen Stalker-Freund anklagen. Der ist aber der Sohn des obersten Richters... Eine Nonne in knappen Jeans und die Sehnsucht nach einer ersten Zigarette halten Guerrieri nachts wach - und Sie auch, denn Sie werden das Buch nicht vor der letzten Seite zuklappen. Carofiglio ist selbst als Anti-Mafia-Staatsanwalt in Bari tätig. Authenischer geht es nicht!

UNTERWEGS

Sybille Bedfords Reisereportagen aus den 40er, 50er und 60er Jahren stammen aus einer Zeit, als Reisen noch eine Kunst war. Sie führen nach Capri, Jugoslawien, Portugal, Dänemark und in die Schweiz. Und schließlich zu einem denkwürdigen Aufenthalt in Bordeaux, wo auf luxuriösen Landsitzen edle Weine verkostet werden. Ob im Schiff, im Schlafwagen oder in einer amerikanischen Limousine: Sybille Bedford (1911-2006), Tochter eines Barons und seiner englischen Gattin, war stets stilvoll unterwegs. Und sie schreibt so amüsant und geistreich über Essen und Kultur, über Land und Leute, Klatsch und Tratsch, dass Sie sich wünschen werden, diese literarische Reise möge nie zu Ende gehen.

IM HOTEL

Lynn Zapatek ist "Das Zimmermädchen" und sie tut Dinge, die sie eigentlich nicht sollte: Sie schlüpft in fremde Pyjamajacken, schnüffelt in den Koffern und liest fremde Briefe. Und schließlich verbringt sie jeden Dienstag die Nacht unter irgendwelchen Hotelbetten, süchtig nach menschlicher Nähe. Sie belauscht die Träume der Gäste und horcht auf das Leben der Anderen, weil sie selbst keines hat. Markus Orths gewann mit seinem subtilen Roman den Telekom Austria Preis in Klagenfurt. Das Buch sorgt für angenehme Gänsehaut! (Und dafür, dass Sie im Hotel auf jeden Fall noch einmal kurz unterm Bett nachsehen werden, bevor Sie ihr Ohr auf das vom Zimmermädchen liebevoll aufgeschüttelte Kopfkissen legen...)

AM POOL

In Italien war sie noch nie. Ihren Vater kennt sie fast nur vom Hörensagen. Trotzdem nimmt Lara seine Einladung zu einem Urlaub auf dem italienischen Landgut seiner Freunde an. Unter der schwülen Sonne fließen die Tage träge dahin, bis Lara den jungen Kip kennen lernt und eine amour fou beginnt. Doch warum kann sich ihr Vater nicht von seiner Vergangenheit lösen? Welches Geheimnis verbirgt er vor ihr? Und ist Kip am Ende sein unehelicher Sohn? Esther Freud, Tochter des Künstlers Lucian Freud und Urenkelin von Sigmund Freud, beschreibt die Atmosphäre dieses Sommers so genau, dass man die Pinien förmlich riecht. Und das Wasser des Pools spüren kann: Eiskalt.

AM STRAND

Erinnern Sie sich noch an die unendlich langen Sommer der Kindheit? An die Splitter im Holzsteg und den Sand zwischen den Zehen? An die Freunde, die man jedes Jahr nur einmal traf? Die Amerikanerin Ann Brashares holt in "Unser letzter Sommer" all dies noch einmal zurück. Sie erzählt von zwei ungleichen Schwestern, der burschikosen Riley und der sanften Alice, die ihren besten Freund Paul jedes Jahr am Landungssteg erwarteten. Doch der Sommer der Kindheit ist vorbei, die drei sind längst erwachsen als sie sich wiedersehen und wissen nicht, wie sie sich begegnen sollen. Da gibt es die Freundschaft zwischen Riley und Paul und die Liebe zwischen Paul und Alice. Ein großes Unglück geschieht - und ein großes Glück beginnt. Rührselig und ganz wunderbar!

AUF SEE

Hei, ho, Piraten sind wir! Andreas Kammlers "Handbuch der unbekannten Fakten und schönsten Anekdoten" ist witzig und informativ und räumt (seufz, leider!) mit allen Jonny-Depp-Klischees auf. Da können Sie Ihren Kindern endlich mal was erzählen, von den Freibeutern der Meere. Dass Bartholomew Roberts, der erfolgreichste Pirat aller Zeiten, wohl eine Frau war. Dass die Haudegen ihr Gold nicht in Kisten vergruben, sondern lieber gleich mit vollen Händen ausgaben. Und dass Papageien an Bord mindestens Englisch, Holländisch, Französisch und Spanisch sprechen sollten.

IN DER STADT

Sie ist ein Bild von einer Concierge, alt, hässlich und kratzbürstig. Sie sieht fern, während ihre fette Katze schnarcht und es im Eingang des Hauses nach Kohlsuppe riecht: Renée Michel pflegt dieses Klischee mit Hingabe und bemüht sich, auch noch angemessen schwachsinnig zu wirken. Doch als der vornehme Japaner Kakuro Ozu im vierten Stock des luxuriösen Stadtpalais einzieht, fliegt ihre Tarnung auf: Denn Renée ist in Wirklichkeit hochintelligent und verbringt ihre Tage mit der Lektüre von Kant und Tolstoi. Ozu durchschaut sie ebenso wie die begabte und altkluge Schülerin Paloma, die sich mit ihrer neureichen Familie langweilt. Rührend, komisch und sehr liebenswert philosophieren Muriel Barberys Figuren über das Leben. Wenn Sie eine stimmungsvolle Ferienlektüre suchen: Bitteschön!

IN ANDEREN SPHÄREN

Was bedeutet es, jemand anderem das Leben zu retten? Und wie fühlt es sich an, wenn fremdes Blut durch die eigenen Adern fließt? Bestsellerautorin Cecilia Ahern ("P.S. Ich liebe Dich") hat auf diese Fragen eine höchst romantische Antwort gefunden: "Ich hab dich im Gefühl". Nach einem Treppensturz verliert Joyce ihr Kind und überlebt nur mit Hilfe einer Bluttransfusion. Doch nach dem Unfall ist nichts mehr wie zuvor: Plötzlich versteht sie mehrere Sprachen, verfügt ein detailliertes Wissen über Rokkoko-Kirchen und besitzt Erinnerungen, die nicht ihre eigenen sind. Als sie zufällig dem Kunstprofessor Justin begegnet, fühlt sie sich zu ihm hingezogen, als wäre sie ein Teil von ihm... Der Sommer fängt erst an: Hier kommt der passende Liebesschmöker!

AUF DEM LAND

Natürlich nur für den unwahrscheinlichen Fall, dass Sie dieses wunderbare Buch (seit Monaten auf der Bestsellerliste!) noch nicht selbst gelesen, sondern immer nur verschenkt haben: Katharina Hagenas "Der Geschmack von Apfelkernen" ist immer noch eine Entdeckung! Iris erbt das Haus ihrer Großmutter auf dem Land. Und während sie im See schwimmt, die alten Kleider anprobiert und ihren Jugendfreund unter dem Apfelbaum liebt, entdeckt sie nach und nach die Geheimnisse ihrer Familie. Ein großartig geschriebener, sinnlicher und bittersüßer Roman über die Liebe, ein richtiges Lieblingsbuch eben. Und wenn Sie es schon kennen: Um so besser, dann lesen Sie es eben gleich noch einmal!

DAHEIM

Wenn Sie schon zu Hause bleiben, dann können Sie auch gleich ihr Leben in Ordnung bringen: Sie wissen schon, Steuererklärung, Küche streichen, Werkzeugkasten aufräumen etc. Wenn Sie dann über den Sommer hinaus noch Pläne für Ihr weiteres Dasein haben, finden Sie in Martin Reicherts witzigem Selbsthilfebuch für die "Generation Umhängetasche" genügend Anregungen. Wie Sie beispielsweise Ihren iPod entsorgen, endlich eine vernünftige Wohnung (keine WG!) finden und die regressive Sache mit dem Kinderschokolade-Gelutsche endlich ein für alle Mal sein lassen. Kurz: Wie Sie ab Mitte Dreißig erwachsen werden! Wohl bekomms! Und wenn Sie dann kurz entschlossen doch noch abreisen: Siehe Buchtipps oben!

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(