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Deutscher Buchpreis 2008: Uwe Tellkamp überzeugt mit "Der Turm"

Ausgezeichnet: Uwe Tellkamp hat für "Der Turm" den Deutschen Buchpreis 2008 bekommen. In seinem Buch schildert der 39-Jährige das Leben einer Medizinerfamilie in der untergehenden DDR. Die Jury wählte den "Roman des Jahres" aus sechs Büchern in der Endausscheidung aus.

Uwe Tellkamps DDR-Epos "Der Turm" ist der "Roman des Jahres". Dem 39 Jahre alten Autor wurde am Montagabend in Frankfurt der Deutsche Buchpreis 2008 für die beste deutschsprachige Neuerscheinung des vergangenen Jahres zuerkannt. In seinem fast 1000 Seiten starken Epos entwirft Tellkamp ein monumentales Panorama der untergehenden DDR. Der gebürtige Dresdner schildert am Beispiel des Bildungsbürgertums seiner Heimatstadt die letzten sieben Jahre der zerfallenden Republik.

In die Endausscheidung hatten es außerdem Ingo Schulze ("Adam und Evelyn"), Dietmar Dath ("Die Abschaffung der Arten"), Iris Hanika ("Treffen sich zwei"), Sherko Fatah ("Das dunkle Schiff") und Rolf Lappert ("Nach Hause schwimmen") geschafft. Der Preis, den eine jährlich wechselnde Jury am Vorabend der Frankfurter Buchmesse vergibt, ist mit insgesamt 37.500 Euro dotiert. Der Sieger erhält 25.000 Euro, die fünf restlichen Finalisten jeweils 2500 Euro.

Loblieder von den Kritikern

Tellkamps im Suhrkamp Verlag erschienenes Buch galt als einer der Favoriten. In den Feuilletons wurde es in den vergangenen Wochen als meisterhafter Abgesang von Buddenbrookschen Qualitäten auf die DDR-Gesellschaft gefeiert. Der Roman, in dessen Mittelpunkt eine bürgerliche Medizinerfamilie steht, ist stark autobiografisch geprägt. Tellkamp verweigerte im Zuge der Wende als NVA-Panzerkommandant 1989 den Befehl und wurde inhaftiert. Später wurde er Arzt und arbeitete in einer Klinik in Dresden. Heute lebt er in Freiburg.

Der Deutsche Buchpreis hat sich innerhalb kurzer Zeit zur Auszeichnung mit der größten öffentlichen Aufmerksamkeit in Deutschland entwickelt. Der vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels vergebene Preis wurde zum vierten Mal verliehen. Der Preis orientiert sich an ausländische Vorbildern wie dem britischen Man Booker Prize und will der deutschen Literatur auch im Ausland mehr Geltung verschaffen. Im vergangenen Jahr hatte Julia Franck ("Die Mittagsfrau") den Preis erhalten. Der Bestseller ist inzwischen in zahlreiche andere Sprachen übersetzt worden. 2006 wurde Katharina Hacker ("Die Habenichtse") geehrt, 2005 hatte der österreichische Schriftsteller Arno Geiger ("Es geht uns gut") den Preis bekommen.

Die Kritiker-Jury hatte in diesem Jahr aus 161 Einsendungen zuerst im August eine "Longlist" aus 20 Büchern für den Preis nominiert. Im September wurde dann eine "Shortlist" von sechs Romanen aufgestellt. In der Endrunde sind mit Tellkamp und Schulze zwei Autoren vertreten, die den Zerfall der DDR zum Thema haben. Fünf Autoren kamen aus Deutschland, Rolf Lappert ist Schweizer.

DPA / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(