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Faridah Àbíké-Íyímídé 21-jährige britische Studentin schließt Millionen-Buchdeal ab

Faridah Àbíké-Íyímídé
Neujahrsvorsatz erledigt: Das Buch der 21-jährigen Studentin Faridah Àbíké-Íyímídé erscheint im Sommer 2021
© Screenshot faridahlikestea / Instagram
Sie war pleite und einsam, also schrieb sie ein Buch, während sie Englisch, Sinologie und Anthropologie studierte. Faridah Àbíké-Íyímídé erfand sich imaginäre Freunde und schrieb über "institutionalisierten Rassismus".

Eine 21-jährige britische Studentin hat in den USA mit ihrem ersten Roman, einem Hochschul-Thriller über institutionalisierten Rassismus, einen Buchvertrag abgeschlossen, der ihr Auskommen für eine lange Weile sichern kann. Faridah Àbíké-Íyímídé aus London studiert im schottischen Aberdeen Englisch, Sinologie und Anthropologie. Mit 19 Jahren begann sie, ein Buch zu schreiben, das nun den Titel "Ace of Spades" tragen wird. Der Roman erzählt die Geschichte von zwei jungen schwarzen Erwachsenen, die versuchen herauszubekommen, wer an ihrer elitären Privatschule rufschädigende Gerüchte über sie verbreitet. Der US-Verlag Macmillan Publishers kaufte ihr Werk und sicherte sich parallel einen zweiten Roman der Autorin, die dafür eine siebenstellige Summe erhält, wie der britische "Guardian" berichtet. "Ace of Spades" wird im Juni 2021 in den USA erscheinen.

"Äußerst außergewöhnlich"

"Ich war in meinem ersten Jahr an der Universität", zitiert sie der "Guardian", und hatte nicht viele Freunde, weil ich als Muslimin keinen Alkohol trinke. Also blieb ich in meinem Zimmer und versuchte herauszufinden, was ich tun kann." Sie habe früher viele Serien gesehen, schildert Àbíké-Íyímídé, und "Gossip Girl" in ein paar Tagen durchgesuchtet. Sie habe die Serie sehr geliebt, aber bedauert, dass kaum Menschen auftauchten, die aussehen wie sie. "Ich dachte, es wäre so cool, wenn in Serien, mit denen ich aufgewachsen bin, wie 'Pretty Little Liars' und 'Gossip Girl', mehr schwarze Menschen mitspielen würden. Also begann ich, eine Geschichte zu entwerfen." Tagsüber sei sie zur Uni gegangen, dann nach Haue gekommen und habe bis vier Uhr morgens geschrieben. Derzeit wartet Àbíké-Íyímídé auf den Semesterbeginn – online.

Der Thriller handelt von einem talentierten Musiker und einer Schulsprecherin, den einzigen schwarzen Schülern einer durchweg weißen Privatakademie. Er geht den Auswirkungen nach, die Gerüchte über das Paar nach sich ziehen. Die beiden versuchen, ihre Reputation wiederherzustellen und letztendlich, ihre Leben zu retten. "Ich bin im Süden Londons auf eine Arbeiterschule gegangen, wir hatten alle den gleichen sozio-ökonomischen Hintergrund, die meisten von uns waren Asiaten oder Schwarze", zitiert der "Guardian" die Autorin, "Das Schreiben war daher reine Fantasie, ich versuchte mir vorzustellen, wie extremer Reichtum aussehen könnte." 2018 fand Àbíké-Íyímídé in Großbritannien eine Agentin und erhielt einen britischen Buchvertrag, sie arbeitete zwei Jahre lang mit ihrer Herausgeberin an dem Roman, bevor sie ihn in den USA einreichte – wo Macmillan aufsprang. Nie habe sie damit gerechnet, einen solchen Deal abzuschließen. Ihre britische Herausgeberin Becky Walker sagt über Àbíké-Íyímídé: "Faridah ist nichts Geringeres als äußerst außergewöhnlich."

Quellen:"Guardian", Instagram

bal

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