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FESTIVAL: Im Zeichen des Buches

»Berlin flaggt: Poesie!« heißt es in den kommenden zehn Tagen, wenn in der Hauptstadt zum ersten Mal das Internationale Literaturfestival statt findet.

Eine internationale Jury hat 33 Schriftsteller aus dem In- und Ausland eingeladen, um bis zum 24. Juni am 1. Internationalen Literaturfestival teilzunehmen. Zur Eröffnung wird die südafrikanische Autorin Nadine Gordimer erwartet. Die Teilnehmer des Festivals sollen eine »Berliner Anthologie« zusammenstellen, in der jeder drei Gedichte seiner Wahl aus seinem Sprachraum vorstellt.

Zu den eingeladenen Autoren gehören unter anderem der chinesische Exil-Autor Bei Dao, der zu den bedeutendsten chinesischen Gegenwartsautoren gehört, Hugo Claus aus Belgien, Namdeo Dhasal aus Bombay, Peter Esterhazy aus Budapest, Enrique Fierro aus Urugay, Antije Krog aus Südafrika, Jose Emilio Pacheco aus Mexiko und Antonio Tabucchi aus Italien.

Eine Veranstaltung ist dem Thema »Menschenrechte - verfolgt wegen der Worte« gewidmet; dazu wird der internationale PEN-Präsident Homero Aridyis erwartet. Eine Filmreihe stellt bekannte Literaturverfilmungen vor. So wird Ulrich Plenzdorf zum ostdeutschen Filmklassiker »Die Legende von Paul und Paula« seinen neuen Text »Ratten überleben alles« vorstellen. Antonio Tabucchi will zum Film »Erklärt Pereira« aus seinem gleichnamigen Roman lesen. Geplant ist auch eine »Eroberung von öffentlichem Raum durch die Sprache der Poesie«. Dabei kann jedermann das nach seiner Überzeugung schönste Gedicht der Weltliteratur auf ein Transparent schreiben und an Plakatwänden oder Fenstern, Balkonen und Häusern befestigen.

Künftig soll das Literaturfestival nach dem Willen des Initiators Ulrich Schreiber möglichst jedes Jahr stattfinden, wenn Gelder dafür zur Verfügung stehen. Berlin sei wieder ein Zentrum der Literatur in Deutschland geworden, betonte Schreiber. Nicht selten fänden hier 30 bis 40 literarische Veranstaltungen an einem Abend statt.

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