HOME

Physik-Genie: So erinnert sich Tochter Lucy an ihren Vater Stephen Hawking

Wie lebt es sich als Tochter eines weltberühmten Physik-Genies? Lucy Hawking spricht im aktuellen stern über ihren Vater, den verstorbenen Stephen Hawking.

Eine Bühne für Vater und Tochter: Stephen und Lucy Hawking bei einem gemeinsamen Vortrag im April 2008

Eine Bühne für Vater und Tochter: Stephen und Lucy Hawking bei einem gemeinsamen Vortrag im April 2008

AFP

Am 14. März starb der Wissenschaftler Stephen Hawking, nun erscheint sein letztes Buch: "Kurze Antworten auf große Fragen". Es liest sich wie seine Hinterlassenschaft an die Menschheit, fast wie ein Testament. Der stern hat mit seiner Tochter Lucy Hawking, 47, Journalistin und Autorin, über ihr Leben mit dem berühmten Physiker gesprochen.

Ihr Vater sei ein durch und durch optimistischer Mann gewesen, sagt Lucy Hawking. "Er glaubte aus tiefer Überzeugung an den Menschen und an den Einfallsreichtum der Menschheit. Seine große Hoffnung lag in der Jugend. Unsere Kinder, das war seine Meinung, werden die Lösungen für die Dinge finden, an denen wir heute noch scheitern." 

Lucy Hawking, fotografiert im Büro der Agentur United Agents in Soho, London

Lucy Hawking, fotografiert im Büro der Agentur United Agents in Soho, London

Stephen Hawking habe außerdem einen großen Sinn für Humor gehabt. An ihre Kindheit erinnert sich Lucy Hawking gern zurück: "Bei uns ging es zu wie im Taubenschlag. Wir hatten unglaublich viele interessante Gäste. Wissenschaftler, Künstler, Schriftsteller. Ständig wurde Essen auf den Tisch gewuchtet. Ständig wurde diskutiert. Wir sprachen wirklich über alles: unsere Sorgen, Hausaufgaben, Politik, existenzielle Fragen, Kunst und Musik und natürlich Wissenschaft. Es war intellektuell funkelnd." 

Stephen Hawking war auch ein Wegbereiter für die Chancen von Behinderten im Berufsleben

Ihr Vater habe auch viel dazu beigetragen, die Wahrnehmung von Behinderten zu verändern. Stephen Hawking saß aufgrund einer Nervenerkrankung seit 1968 im Rollstuhl, seit 1985 konnte er nur noch über einen Sprachcomputer kommunizieren. Seine Tochter sagt: "Er war ein Wegbereiter. Er setzte sich für behindertengerechte Architektur ein, Bürgersteige, Fahrstühle. Vor allem aber dafür, dass behinderte Menschen heute erfolgreich im Beruf sein und ein erfülltes Leben führen können. Er war ein Vorbild."

Das ganze Gespräch mit Lucy Hawking lesen Sie im aktuellen stern, der an diesem Donnerstag erscheint.

anb
Themen in diesem Artikel