Verleihung Hessischer Kulturpreis Roland Koch entschuldigt sich bei Navid Kermani

Der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) hat sich bei dem muslimischen Autor Navid Kermani für die zeitweilige Aberkennung des hessischen Kulturpreises entschuldigt. Die Kommunikation mit ihm sei nicht gelungen gewesen und habe den Konflikt noch komplizierter gemacht und emotional verschärft, sagte Koch am Donnerstag bei der Preisverleihung in Wiesbaden

Der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) hat sich bei dem muslimischen Autor Navid Kermani für die zeitweilige Aberkennung des hessischen Kulturpreises entschuldigt. Die Kommunikation mit ihm sei nicht gelungen gewesen und habe den Konflikt noch komplizierter gemacht und emotional verschärft, sagte Koch am Donnerstag bei der Preisverleihung in Wiesbaden. Den Streit ausgelöst hatte ein umstrittener Aufsatz Kermanis über christliche Kreuze.

Der muslimische Autor hatte im Zusammenhang mit der Kreuzestheologie von Gotteslästerung geschrieben, war am Ende seines Aufsatzes aber zu dem Schluss gekommen: "Ich könnte an ein Kreuz glauben." Der Mainzer Bischof Kardinal Karl Lehmann lehnte es zunächst ab, gemeinsam mit Kermani geehrt zu werden.

Der Preis wurde dem Orientalisten daraufhin zwischenzeitlich aberkannt. Die Entscheidung sorgte bundesweit für Schlagzeilen und viel Kritik. Erst ein Treffen der vier Preisträger Ende August beendete den Streit. Neben Kermani und Lehmann wurden auch der frühere EKHN-Präsident Peter Steinacker und der Vizepräsident des Zentralrates der Juden, Salomon Korn, geehrt. Der mit 45 000 Euro dotierte Preis wurde in diesem Jahr für Verdienste um den Dialog der Religionen vergeben.

DPA DPA

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