HOME

"Das verflixte 3. Jahr" startet im Kino: Ein Antiheld auf dem Weg zum Happy End

Zwischen leichter Sommerkomödie und zynischer Satire: Bestsellerautor Frédéric Beigbeder gibt in "Das verflixte 3. Jahr" sein Regiedebüt und wählt als Vorlage seinen eigenen Roman.

Kinotrailer: "Das verflixte dritte Jahr"

Frédéric Beigbeder ist ein perfekter Selbstvermarkter. Nach rund zehn Jahren als Werber rechnete er 2000 in seinem Roman "39,90" bitterböse mit der Branche ab und ließ keinen Zweifel an den autobiografischen Zügen. 2007 verfilmte Jan Kounen den Bestseller als schrille Life-Style-Satire mit dem Oscar-Preisträger Jean Dujardin ("The Artist", 2011). Nun bringt das Enfant terrible der französischen Literaturszene mit "Das verflixte 3. Jahr" selbst die Verfilmung einer seiner Romane in die Kinos - natürlich mit seinem Alter Ego als machohaften, selbstverliebten Zyniker.

Marc Marronnier (Gaspard Proust) ist tagsüber Literaturkritiker, nachts Szenekolumnist, und er hat nach drei Jahren Ehe die entscheidenden Phasen durchlaufen: Im ersten Jahr kauft man Möbel ein. Im zweiten Jahr stellt man die Möbel um. Im dritten Jahr teilt man die Möbel auf... Und auch wenn er nicht ganz unbeteiligt ist am Scheitern dieser Ehe, abgesehen von der Affäre mit der schönen Alice, verliert sich der egomane Unsympath in Selbstmitleid und beginnt - zunächst sehr erfolglos - ein Pamphlet über die Unmöglichkeit der Liebe zu verfassen.

Irgendwann findet er doch eine Verlegerin, die den Titel zwar für "so richtig dämlich" hält und auch sonst wenig Gutes an dem Buch lässt, es aber unter einem Pseudonym veröffentlicht zu einem Bestseller macht. Da hat Marc allerdings schon Alice seinem Cousin ausgespannt und sich selbst zu einem verliebten Trottel gemacht, indem er jegliche Ratschläge seiner Freunde missachtet und die Thesen seines Romans konterkariert. Und irgendwann hat er sie rumgekriegt, und sie verlässt ihren Mann an ihrem dritten Hochzeitstag (!) endgültig.

Eine hippe, eiskalte Komödie

Bei all den neuen (oder wiederentdeckten) romantischen Gefühlen verheimlicht Marc Alice die Autorenschaft des Buches, das sie für von einem sexistischen Macho verfassten spießigen Pessimismus hält. Doch bei der Verleihung des Prix de Flore (von Beigbeder ins Leben gerufen) sieht alle Welt, wer sich hinter dem Pseudonym versteckt - auch Alice. Marcs Werk droht zur self-fulfilling prophecy zu werden.

Beigbeder inszeniert diese Romanze als hippe, eiskalte Komödie. Er lässt seinen Antihelden in die Kamera sprechen, ebenso reale Literaturkritiker wie Marc Levy, Paul Nizon, Pascal Bruckner und Nicolas Rey. Der französische Rapper Joeystarr gibt Marcs ebenso coolen wie frauenmissachtenden Freund Jean-Georges, und Beigbeder taucht den Film stellenweise in die leichte, flirrende Ästhetik der Nouvelle Vague. Dann aber folgt er doch dem vorgezeichneten Weg hin zum Happy End, das Beigbeder selbst nie erreicht hat, wie er selbst gerne erzählt. Er sei Marc Marronnier, nur noch viel schlimmer, sagt er in einem Interview. Ein perfekter Selbstvermarkter eben.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(