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"Elementarteilchen": Blümchensex statt Swingerorgien

Für seine Darstellung des sexuell frustrierten Lehrers Bruno bekam Moritz Bleibtreu zwar den Silbernen Bären. Trotzdem ist die Verfilmung von "Elementarteilchen" nur ein rühriger Abklatsch der radikalen Buchvorlage.

Der 1998 erschienene Roman "Elemantarteilchen" des französischen Schriftstellers Michel Houellebecq war, zumal in Deutschland, ein großer Erfolg. Wer das Buch gelesen hatte, mochte es lieben oder hassen, war sich aber auf jeden Fall sicher: Zu verfilmen war diese Geschichte um zwei höchst unterschiedliche Halbbrüder nicht. Dafür war die Handlung zu sperrig, zu kopflastig, zu pornografisch.

Doch Bernd Eichinger, Deutschlands erfolgreichster Produzent, und der Regisseur Oskar Roehler sahen das anders und erwarben die Filmrechte. Das grämt einige Kollegen Eichingers in der französischen Filmbranche noch immer. Und es soll, so ist zu hören, inzwischen ganz besonders auch Houellebecq selbst ärgern. Dazu hat der berühmt-berüchtigte Franzose allen Grund, auch wenn er die Verfilmung, die bei den gerade beendeten Internationalen Berliner Filmfestspielen vorgestellt wurde, offenbar noch nicht gesehen hat.

Ein zynischer Moralist wird entschärft

Denn was Roehler und Eichinger, der erheblichen Einfluss auf die Konzeption der Roman-Adaption genommen hat, da als "Elementarteilchen" präsentieren, ist mehr als fragwürdig. Die Deutschen haben aus dem erbarmungslosen Gesellschaftsporträt eines zynischen Moralisten zwei Liebesgeschichten destilliert und mit jenem Weichspüler versehen, der kommerziellen Erfolg erzwingen soll. Ob das funktioniert, wird sich zeigen, wenn der Film nach seinem viel diskutierten Berlinale-Auftritt in die Kinos kommt.

Mangelt an Kälte postmoderner Individuen

Künstlerisch allerdings ist Roehler, der mit seinem Ruf als wilder Mann des deutschen Films doch als besonders geeignet galt, an Houellebecq gescheitert. Das liegt nicht daran, dass die Handlung nach Deutschland verlegt wurde oder, was unvermeidlich war, die intellektuell-reflektierenden Roman-Elemente geopfert wurden. Vielmehr mangelt es dem Film an jener Kälte der Darstellung von Einsamkeit und Verzweiflung postmoderner Individuen, mit denen der schmächtige Franzose so viel Furore gemacht hat. Selbst das wäre noch zu verschmerzen gewesen, wenn sich der Regisseur zu einer konsequenten Melodramatisierung oder doch radikalen Pornografisierung der an Sexszenen reichen Geschichte entschieden hätte.

"Keine Lust auf so radikalen Film"

Was aber auf der Leinwand zu sehen ist, kann fast nie überzeugen. Weder der emotionale Autismus des Molekularbiologen Michael, der von dem allzu harmlosen Christian Ulmen gespielt wird, noch der sexuelle Dauernotstand seines Halbbruders Bruno, den Moritz Bleibtreu verkörpert, erwecken beim Betrachter nach anfänglichem Interesse wirkliche Anteilnahme oder provozieren ihn doch wenigstens. Es geht schlichtweg viel zu oft viel zu bieder auf der Leinwand zu. Und die im Buch erbarmungslose Abrechnung mit der 68er-Generation der egozentrischen Rabenmutter der Halbbrüder gerät im Film allzu läppisch und bleibt deshalb harmlos.

Verloren im Swingerclub

Allerdings gelingt Roehler in der gespenstischen Sterbeszene dieser Mutter der stärkste Moment des Films, in dem auch Bleibtreu zu großer Form aufläuft. Franka Potente als Michaels Jugendliebe Annabelle, die den schüchternen Mann spät entjungfert, muss zu oft traurig sein. Und Martina Gedeck als tragisch endende Lehrerin Christiane wirkt im Swingerclub ebenso verloren wie in der Handlung.

Uwe Ochsenknecht, Herbert Knaup und Corinna Harfouch haben Kurzauftritte, in denen sie ihre Fähigkeiten jedoch nur aufblitzen lassen können. Hat der Film in der ersten Stunde trotz Peinlichkeiten wie Brunos missglückter Schulmädchenaffäre durchaus einige witzige oder groteske Stellen, so gerät er in der letzten halben Stunde in akute Atemnot.

Melancholische Verfälschung der radikalen Buchvorlage

Da hilft es auch nicht, dass Roehler in diesem Schlussteil voll auf die Liebesgeschichten setzt und das Ende eigenwillig hoffnungsvoll gestaltet, weil er "keine Lust hatte, einen so radikalen Film zu machen", sondern das "Publikum anrühren" wollte. An dieser Verfälschung der literarischen Vorlage war Eichinger, wie Roehler selbst bekennt, entscheidend beteiligt: "Er schafft es ganz instinktiv, einen Roman wie ’Elementarteilchen’ auf die Film- und Bildsprache herunterzubrechen." Besser als mit diesem Ausdruck "herunterbrechen" lässt sich das Elend dieser Romanverfilmung nicht auf den Begriff bringen. Der germanophile Schriftsteller Michel Houellebecq wird ganz sicher nicht noch einmal Filmrechte ins Nachbarland verkaufen lassen.

Wolfgang Hübner/DPA / DPA
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?