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"Fack Ju Göhte"-Regisseur: Bora Dagtekin würde gern "Tatort" ohne Mord drehen

Mit "Fack Ju Göhte" landete er einen riesigen Erfolg. Im stern erzählt Regisseur Bora Dagtekin, was er über das deutsche Fernsehen denkt - und wie er Krimis wie den "Tatort" findet.

Von Hannes Roß

Filmregisseur Bora Dagtekin ist selbst überwältigt von dem Erfolg seines Films "Fack Ju Göhte", den bereits mehr als drei Millionen Menschen sahen. "Es gibt Teenies, die haben uns via Facebook ihre elf gekauften Kinotickets als Bild geschickt. Die können die Filmdialoge mitsprechen", sagte der 35-Jährige in einem Interview mit dem stern. Die Schulkomödie, für die Dagtekin auch das Drehbuch schrieb, ist der zweite Kinofilm des Berliners, der bereits mit der Komödie "Türkisch für Anfänger" einen Kassenschlager landete.

Dagtekin, der in Hannover als Sohn einer deutschen Lehrerin und eines türkischen Arztes aufwuchs, ließ sich auch von seiner Familie für den Film inspirieren. "Bei uns zu Hause gingen Lehrer ein und aus. Und ich habe erlebt, dass Lehrer auch mal ganz cool sein können: Die hauen auch mal mit dem Kopf auf den Tisch und schreien: 'Dieser Alexander aus der 9c, der ist so ein Arschloch'".

Fortsetzung von "Fack Ju Göhte" geplant

Dem deutschen Fernsehen fehlt es seiner Meinung nach an "großen Budgets und Mut, verrückte Ideen umzusetzen", so Dagtekin zum stern, selbst der "Tatort" langweile ihn. Allerdings: "Wenn die mich einen 'Tatort' ohne Mord machen lassen würden, dann würde ich es mir vielleicht überlegen."

Zurzeit plant Dagtekin eine Fortsetzung von "Fack Ju Göhte".

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