HOME

"Side Effects" auf der Berlinale vorgestellt: Die dunklen Geheimnisse der Pharmaindustrie

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage oder fragen Sie Steven Soderbergh. Am Dienstag hat der Regisseur seinen Pharmathriller "Side Effects" auf der Berlinale vorgestellt.

Oscar-Preisträger Steven Soderbergh hat am Dienstag bei der Berlinale seinen neuen Film "Side Effects" (Nebenwirkungen) vorgestellt. Der 50-jährige US-Regisseur, der zum fünften Mal bei dem Festival ist, bewirbt sich mit seinem Psychothriller um einen der begehrten Bären.

Hollywoodstar Jude Law spielt in "Side Effects" einen ehrgeizigen jungen Psychiater, der den dramatischen Nebenwirkungen eines Antidepressivums auf die Spur kommen will. "Größte Herausforderung war, mich selbst davon zu überzeugen, dass ich einen Psycho-Doktor spielen kann", gestand der 40-jährige Brite. Unter Soderberghs Führung hätten sich seine Sorgen jedoch schnell gelegt. "Wir hatten ein tolles Skript. Und wir waren in bester Hand."

Soderbergh ("Sex, Lies And Videotape", "Traffic") setzt neuerdings stärker auf den Spaßfaktor. "Bei meinen letzten paar Filmen wollte ich, dass sowohl das Drehen wie auch das Anschauen mehr Spaß machen", sagte der US-Regisseur am Dienstag bei der Berlinale. "Ich versuche, jeden Film so zu machen, dass er den vorigen zerstört", meinte er augenzwinkernd. "Mir hat es gefallen, jetzt einen Thriller zu machen, nachdem ich ja weiß, wie zwielichtig meine Karriere ist." Natürlich sei dabei auch Altmeister Alfred Hitchcock ein Vorbild gewesen, der durch seinen Umgang mit dem Thema Schuld bis heute fasziniere. "Mich hat interessiert, wie sich Schuld von einer Figur auf die andere überträgt."

jwi/DPA / DPA
Themen in diesem Artikel