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"The Day After Tomorrow": Plagiatsvorwurf gegen Roland Emmerich

Der Autor Ubaldo DiBenedetto hat Regisseur Roland Emmerich des Plagiats beschuldigt. Der Film "The Day After Tomorrow" gehe "zu erheblichen Teilen" auf sein Buch zurück.

Die Autoren des Films "The Day After Tomorrow", Roland Emmerich und Jeffrey Nachmanoff, werden laut "Spiegel" von einem Kläger des Plagiats beschuldigt. Das Nachrichtenmagazin berichtete am Samstag vorab, der Harvard-Professor und Autor Ubaldo DiBenedetto habe eine einstweilige Verfügung wegen Urheberrechtsverletzung gegen den Filmverleih Twentieth Century Fox Deutschland beantragt. Darüber werde das Kölner Landgericht am kommenden Mittwoch entscheiden.

Verweis auf Namensähnlichkeiten

DiBenedetto wirft dem Starregisseur und Produzenten Roland Emmerich dem Bericht zufolge vor, der Film gehe zu erheblichen Teilen auf sein Buch "Polar Day 9" zurück, das er 1993 unter dem Pseudonym Kyle Donner veröffentlicht habe. Laut "Spiegel" beschreiben beide Werke das verzweifelte Warnen eines Wissenschaftlers vor einer abrupt einsetzenden Eiszeit, beginnen auf einer Polarstation und enden mit einem Flug über eine unter Eismassen versunkene US-Metropole. In beiden Fällen würden die fliehenden US-Bürger an der mexikanischen Grenze zurückgewiesen. Zudem verwiesen die Anwälte auf Namensähnlichkeiten, hieß es weiter.

Weil die deutsche Rechtsprechung in dieser Urheberrechtsfrage aussichtsreicher erscheine, hätten sich DiBenedettos Anwälte für eine Klage in Deutschland entschieden. Für sie stehe fest, dass der deutsche Regisseur das Eiszeit-Drama abgekupfert habe, berichtete das Nachrichtenmagazin. 1998 habe DiBenedetto dem Büro von Emmerich sein Buch zukommen lassen. Dort wurde es als Grundlage für ein Drehbuch damals jedoch abgelehnt.

AP / AP / DPA