Nach einer Michael-Jackson-Gedächtnisausgabe in der Vorwoche hieß das Thema in Show sieben von "Let's Dance" (bei RTL, auch auf RTL+) ikonische Tänze aus der Vergangenheit der Tanzshow. Einst von unvergessenen "Let's Dance"-Teilnehmerinnen und Teilnehmern wie Vanessa Mai, Valentina Pahde oder Rúrik Gíslason auf das Parkett gezauberte Tänze standen für die acht noch verbliebenen Promis an - neben einem kräftezehrenden Discofox-Marathon.
Hommage an Kult-Sitcom "Eine schrecklich nette Familie"
Zuerst nahmen sich am Freitagabend Bianca Heinicke und Zsolt Sándor Cseke eines einst von Alexander Klaws getanzten Charleston an - und kamen auf ordentliche 23 Punkte. Juror Jorge González erkannte dabei "pure Lebensfreude" und fand die Performance "sehr dynamisch und agil". Joachim Llambi kritisierte jedoch die Ungenauigkeit der Schritte.
Minimal besser machten es da Ross Antony und Mariia Maksina, die das Intro der ikonischen Fernsehserie "Eine schrecklich nette Familie" im Al- und Peggy-Bundy-Look tanzten. "Du warst total in der Rolle", fand González über den Slowfox, während Llambi den Auftritt als "amüsant" einschätzte und die "schwebenden Bewegungen" des ehemaligen Bro'Sis-Mitglieds lobte. 24 Punkte gab es dafür am Ende von der Jury.
Kontroverse um Jan Kittmann
Bei der Salsa von Jan Kittmann und Kathrin Menzinger kochten dann die Emotionen hoch. Nur sechs Punkte gab es von Joachim Llambi, der gegenüber seinen Jury-Kollegen deutlich abfiel, die je neun Punkte vergaben. "Die Übergänge waren überhaupt nicht flüssig, die Grundschritte nicht gut", sagte er unter hörbarem Raunen des Publikums. Nur insgesamt 23 Punkte gab es daher von der Jury - was Menzinger nicht auf sich sitzen lassen wollte.
"Dann kommt Joachim mit den sechs Punkten und sagt, das war einfach nur schlecht getanzt", sagte sie traurig in einem auf Instagram veröffentlichten Behind-the-Scenes-Video der RTL-Show. Das harte Urteil des strengen Jurors findet sie "nicht okay".
Zweimal die Höchstwertung am Freitagabend
Viel besser lief es da für den Wiener Walzer von Anna-Carina Woitschack und Evgeny Vinokurov, der ursprünglich bei "Let's Dance" von Valentina Pahde getanzt wurde. 28 Punkte gab es insgesamt, Joachim Llambi vergab sogar einen Punkt mehr als seine Jury-Kollegen und hatte diesmal nichts zu meckern.
Rapper Milano und Marta Arndt holten sich dann für ihren Jive zu "Don't Worry Be Happy" (ursprünglich von Rúrik Gíslason getanzt) gleich mal die Maximalpunktzahl von 30 ab. "Bester Tanz ever für dich", befand Jurorin Motsi Mabuse begeistert.
Nadja Benaissa ist die "Königin"
Die Topwertung erreichten als zweites Paar aus Show sieben auch No-Angels-Mitglied Nadja Benaissa und Tanzpartner Vadim Garbuzov. "So emotional, so intensiv, das war eine Geburt", fand González über den schuhlosen Contemporary zu "Crazy in Love" von Beyoncé. "Du öffnest dich noch ein bisschen mehr, wie so ein Schmetterling", zeigte sich auch Mabuse begeistert.
Einmal mehr eine ordentliche Performance lieferte auch Tokio-Hotel-Drummer Gustav Schäfer mit Anastasia Maruster ab. Für ihre Salsa gab es 25 Punkte. "Du fesselst mich, ich muss dich anschauen", analysierte Jorge González. Ninja-Warrior-Star Joel Mattli und Malika Dzumaev kamen mit ihrer Rumba derweil auf 26 Punkte.
Discofox-Marathon bringt keine Änderung an der Spitze
Zum Schluss der "Let's Dance"-Ausgabe stand noch der kräftezehrende Discofox-Marathon für die Tanzpaare an, brachte jedoch an der Spitze keine Änderungen mehr. Die Marathon-Sieger Nadja Benaissa und Vadim Garbuzov lagen im Schlussranking vor Milano und Marta Arndt, die ja die andere Topwertung des Abends bei den Solo-Tänzen aufs Parkett gezaubert hatten. Benaissa wurde im Anschluss als "Königin" tituliert. Weiter nach oben ging es durch den Marathon für Ross Antony, der beim Gruppentanz Rang zwei erreichte und somit in der Addition auf Position vier lag.
Dieser Promi muss gehen
Bye-bye Bibi: Influencerin Bianca Heinicke hat bei «Let’s Dance» ihre zweite Chance leider nicht nutzen können. Die 33-Jährige bekam in der RTL-Tanzshow abermals nicht genug Zuschauerstimmen und verpasste damit den Sprung in die nächste Runde. Ihr Weg über das Parkett ist damit beendet.
Gleiches war der Internet-Berühmtheit, die mit dem Kanal «BibisBeautyPalace» einst zum Superstar der deutschen YouTube-Szene aufgestiegen war, bereits vor zwei Wochen widerfahren. In der ersten April-Hälfte war sie das erste Mal aus dem Format geflogen. Da aber kurz darauf Konkurrentin Esther Schweins verletzungsbedingt aufgeben musste, konnte Heinicke noch einmal antreten. Das Nachrücker-Märchen endete nun aber ohne Happy End.
Kein Groll, nur Grüße
Groll war von der 33-Jährigen nicht zu hören - eher eine ordentliche Dosis Influencer-Herzlichkeit. «Tausend Dank an unsere Community, die so mitgefiebert hat und so unterstützt hat», sagte sie. Sie sei «unfassbar dankbar», diese neue Chance noch einmal bekommen zu haben. Zudem nutzte Bibi - wie sie von ihren Fans genannt wird - die Gelegenheit, vor einem Millionenpublikum ihre Kinder zu grüßen. «Ich liebe euch!», sagte sie. Freund Timothy Hill war ebenfalls im Studio. Nach dem Show-Finale gab es einen Kuss.
Der Rauswurf war durchaus ärgerlich, weil Heinicke und ihr Partner Zsolt Sándor Cseke bei der Jury ganz passabel gepunktet hatten - zumindest waren sie nicht durchgefallen. Ihr Charleston zu «Dick & Doof» bekam 23 Punkte. Juror Joachim Llambi lobte sogar: «Viel Geschwindigkeit, viel Tempo drin.» Gleichzeitig blieb er sich treu und monierte die fehlende Genauigkeit in den Schrittfolgen.
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