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ACTION / THRILLER: Passwort: Swordfish

John Travolta spielt in dem Action-Streifen »Passwort: Swordfish« einen Ex-Agenten auf seinem persönlichen Kreuzzug gegen den Terror. Ein bösartiger Trip voller Überraschungen.

John Travolta ist immer dann am besten, wenn er den Bösen spielt. Im Action-Streifen »Passwort: Swordfish« mimt er den willensstarken Ex-Regierungsagenten Gabriel. Der möchte auf seinem persönlichen Kreuzzug allen Terroristen einheizen, die Amerika bedrohen - und benötigt dafür nur noch die passende Kohle. Sein Ass im Ärmel bei der Beschaffung des Geldes ist nicht nur Oscar-Gewinnerin Halle Berry, sondern auch der neue Frauenschwarm Hugh Jackman (»X-Men«). Der spielt hier den Hacker Stanley, der mit der Knarre am Kopf und einer Schönen auf dem Schoß nur vier Minuten Zeit hat, einen Computercode zu knacken. Ziel ist es, von der Regierung heimlich geparktes Geld von einem schwarzen Konto abzugreifen. Doch der Coup geht nach hinten los.

Action-Experte Dominic Shea bietet Spannung pur. Einmal mehr wird deutlich, wie gut der Computer inzwischen ist. Die berühmteste Szene des Films zeigt eine gewaltige Explosion in Zeitlupe, deren sich ausdehnender Flammenball von der Kamera einmal vollständig umrundet wird: Ein Anblick, der lange haften bleibt. Zumal die DVD das ultraschmale Bildformat 2,35:1 bietet, das nur wirklich großen Hollywood-Produktionen vorbehalten ist.

Der Film lädt alle Action-Freunde, die lange auf neues Futter gewartet haben, auf eine rasend schnelle Tour de crime ein. Das ganze Spektakel wird dabei aus der Sicht des Hackers Stanley erzählt, der den ganzen Schwachsinn doch eigentlich nur mitmacht, um seine Tochter zu retten. Doch alles geschieht viel zu schnell, als dass er Zeit zum Nachdenken findet. Und es hat ihm ja auch niemand gesagt, dass er eine Bank überfallen muss. »Passwort: Swordfish« ist kein tiefsinniges Kino, dafür aber ein bösartiger Trip voller Überraschungen.

Bild: 2,35:1; Laufzeit: 99 Minuten

Carsten Scheibe