BAFTA "Der Herr der Ringe" räumt ab


"Der Herr der Ringe" und "Master and Commander" sind die Gewinner des BAFTA-Filmfestivals in London. Das Filmfest gilt als Gradmesser für die Oscar-Verleihung.

"Der Herr der Ringe" ist der große Gewinner des renommierten BAFTA-Filmfestivals in London. Der dritte Teil des Fantasy-Epos wurde am Sonntagabend von der britischen Filmakademie als bester Film des Jahres ausgezeichnet. Die Verleihung der britischen Filmpreise, der BAFTAS, gilt als Gradmesser für die anstehende Oscar-Auszeichnung. "Ich freue mich wahnsinnig, ich bin absolut begeistert, mein Herz schlägt wie wild", sagte der neuseeländische Regisseur Peter Jackson.

"Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs" und das Seedrama "Master and Commander - Bis ans Ende der Welt" mit Russell Crowe räumten an dem Abend ab. Beide Filme erhielten jeweils vier BAFTAS. "Der Herr der Ringe" bekam zusätzlich noch den Publikumspreis. Eine große Enttäuschung wurde der Abend dagegen für "Cold Mountain" mit Jude Law und Nicole Kidman. Bei den Nominierungen hatte dieser Film mit 13 Einträgen vorn gelegen, aber am Ende gab es nur zwei Preise.

Hotdogs nach den Vorsprechen

Peter Weir wurde für "Master and Commander" als bester Regisseur geehrt. Den BAFTA als beste Schauspielerin erhielt die erst 19- jährige Scarlett Johansson für ihre Rolle in der schon mehrfach prämierten Filmkomödie "Lost in Translation". "Oh mein Gott, das kommt wirklich unerwartet", sagte der Teenager bei der Preisverleihung mit gebrochener Stimme und dankte ihrer Mutter für deren Unterstützung und dafür, dass sie sie "nach dem Vorsprechungen immer mit Hotdogs versorgt hat".

Johanssons Filmpartner Bill Murray bekam den BAFTA für den besten männlichen Darsteller. Er war selbst nicht in London, freute sich aber in einer von Regisseurin Sofia Coppola verlesenen Stellungnahme über die "große Überraschung" gewonnen zu haben. In der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film", in der auch die deutsche Komödie "Good Bye Lenin!" nominiert war, gewann die Produktion "In This World" über Asylsuchende.

Brititsche Produktionen schneiden schlecht ab

Beste Nebendarstellerin durfte sich Renee Zellweger für ihren Part in "Cold Mountain" nennen. Bester Nebendarsteller wurde Bill Nighy, der in der britischen Komödie "Tatsächlich Liebe" einen alternden Rockstar verkörpert, der durch geschickte Vermarktung noch einmal einen Hit landet. Insgesamt schnitten britische Produktionen und Schauspieler diesmal deutlich schlechter ab als gewöhnlich.

Weil das Londoner Filmfest mittlerweile als Gradmesser für die Oscars gilt, kommen mehr und mehr Stars zur Preisverleihung in die britische Metropole. So waren unter anderem auch Johnny Depp, Laura Linney, Holly Hunter und Emma Thompson angereist.

DPA DPA

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