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Filmfestspiele: 394 Filme auf der 54. Berlinale

Mit dem amerikanischen Bürgerkriegsepos "Unterwegs nach Cold Mountain" eröffnet die Berlinale. Im Wettbewerb starten auch zwei deutsche Produktionen: Romuald Karmarkars Ehetragödie "Die Nacht singt ihre Lieder" und Fatih Akins Migrantendrama "Gegen die Wand".

Mit dem amerikanischen Bürgerkriegsepos "Unterwegs nach Cold Mountain" werden am Donnerstag die 54. Internationalen Berliner Filmfestspiele eröffnet. Bis zum Schlusstag am 15. Februar werden 394 Filme in den verschiedenen Reihen und der diesjährigen Retrospektive gezeigt. 23 Streifen gehen in den Wettbewerb um die Goldenen und Silbernen Bären, darunter zwei deutsche Produktionen: Romuald Karmarkars Ehetragödie "Die Nacht singt ihre Lieder" und Fatih Akins Migrantendrama "Gegen die Wand".

Nur zwei deutsche Produktionen im Wettbewerb

Drei Produktionen, darunter der Eröffnungsfilm, laufen außerhalb des Wettbewerbs. Die Wettbewerbs-Teilnehmer stammen aus insgesamt 18 Ländern, viele sind Weltpremieren, zwei sogar Debütfilme. In diesem Jahr sind nur zwei deutsche Produktionen im Wettbewerb dabei, obwohl Festivalleiter Dieter Kosslick einheimische Kinofilme wie "Good Bye, Lenin" in den Vorjahren sehr erfolgreich ins Rampenlicht der Berlinale rückte.

In der Panorama-Reihe läuft dazu noch die historische Kriminaltragödie "Was nützt die Liebe in Gedanken" mit den Jungstars Daniel Brühl und August Diehl. Insgesamt werden auf dem Festival 56 deutsche Produktionen gezeigt. Die siebenköpfige Jury des Wettbewerbs steht unter dem Vorsitz der amerikanischen Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Frances McDormand.

Jack Nicholson ist mit von der Partie

Für den politischen Akzent des Festivals sorgt 2004 der Goldene Ehrenbär für den argentinischen Filmemacher Fernando Solanas, der am 10. Februar überreicht wird. Solanas kritische Spiel- und Dokumentarfilme werden ebenso zu sehen sein wie Streifen, die sich mit Südafrika nach der Apartheid auseinander setzen. Die traditionelle Berlinale-Retrospektive ruft unter dem Titel "New Hollywood 1967-1976. Trouble in Wonderland" eine legendäre Epoche der US-Filmgeschicht mit 66 Kinowerken aus diesem Zeitabschnitt in Erinnerung.

Wenige Superstars aus Hollywood

Von den großen Hollywood-Stars hat sich bislang nur Jack Nicholson fest an der Spree angesagt, Nicole Kidman hingegen wird wohl nicht kommen. Die amerikanischen Publikumslieblinge stehen nämlich unter Zeitdruck, findet doch in diesem Jahr das traditionelle Dinner der Oscar-Nominierten bereits am 09. Februar in Los Angeles statt.

Gleichwohl wird die Berlinale wieder ein Großaufgebot prominenter Filmemacher und Darsteller aus aller Welt vorweisen können, zu denen auch die Französin Juliette Binoche und der Brite Jude Law gehören. Enden werden die Filmfestspiele nach der Preisverleihung am 14. Februar mit einer Gala-Vorstellung der französischen Produktion "25 Grad im Winter".

Von AP-Korrespondent Wolfgang Hübner