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Brad Pitt: "Operation Walküre war ein lächerlicher Film"

Während Tom Cruise nach Ansicht von Brad Pitt versagt hat, glaubt der Hollywoodstar, dass Quentin Tarantinos Umgang mit dem Thema Zweiter Weltkrieg wegweisend ist. "Inglourious Basterds" läuft morgen in den Kinos an und Brad Pitt erwartet gespannt die Reaktion seiner deutschen Freunde.

Brad Pitt hält "Operation Walküre", das aufwendige Stauffenberg-Drama mit Tom Cruise, für einen "lächerlichen Film". Das sagte der 45-jährige US-Schauspieler in der neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des stern. Pitt ist der Star von Quentin Tarantinos neuem Film "Inglourious Basterds", in dem eine Spezialeinheit jüdischer GIs im deutsch besetzten Frankreich Jagd auf Nazis macht. Der Film läuft am Donnerstag in den deutschen Kinos an.

Brad Pitt glaubt, dass Tarantino dem Thema Zweiter Weltkrieg im Kino "jetzt einen Deckel auf den Topf gesetzt" hat. "Mit den Basterds ist zu diesem Genre alles gesagt. Der Film zerstört alle Symbole. Die Arbeit ist gemacht, Ende der Geschichte", sagte er dem stern. Den Film sieht sein Hauptdarsteller ohnehin als wegweisend. "Er verändert das Erlebnis Kino", so Pitt. "Er ist unerhört fortschrittlich, in drei Sprachen, das hat Kraft. Das ist der erste Schritt in die Zukunft des Filmemachens."

Gespannt ist der Hollywood-Star, wie der mit zahlreichen deutschen Schauspielern wie Daniel Brühl, August Diehl oder Til Schweiger besetzte Film in der Bundesrepublik ankommen wird: "Ich habe eine Menge Freunde hier in Deutschland und bekomme mit, wie sehr diese Nazi-Zeit an ihnen hängt, obwohl sie alle nichts damit zu tun hatten." Bei den Leseproben mit den deutschen Kollegen war er erstaunt, dass diese mit der Geschichte am meisten Spaß hatten. "Vielleicht hat es sie auch befreit, das Thema Weltkrieg mal als Steptanz aufzuführen", sagte Pitt dem Magazin.

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