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Horror / Sci-Fi: X-Men

X-Men ist seit Jahren die erfolgreichste US-Comic-Serie. Auch der Sprung auf die Leinwand mit echten Schauspielern gelang und sieht mit seinen tollen Effekten auf DVD besonders gut aus.

Bryan Singer hat sich an die undankbare Aufgabe herangewagt, den seit Jahrzehnten erfolgreichsten US-Comic - »X-Men« - für die Kinoleinwand zu verfilmen. In realen Bildern, nicht als Trickfilm. Der im Rollstuhl sitzende Professor X, genial von Patrick Steward gespielt, versammelt Mutanten aus aller Welt um sich, um sie vor den rassistischen Anfeindungen ihrer Mitmenschen zu schützen und in ihren Fähigkeiten zu schulen. Sein früherer Freund Magnus Lehnsherr hat im Nazi-KZ seine Eltern sterben sehen und geht demnach nicht ganz so nachsichtig mit den Hetzparolen seiner Mitmenschen um. Er ruft als Superbösewicht Magneto die Rasse der Homo Superior aus und weist ihr allein das Recht zu, über den Planeten zu herrschen.

Der Film zeigt, wie die einzelnen Mutanten zu Professor X finden und sich auf den Kampf gegen Magneto vorbereiten. Fans des Comics sind beruhigt, weil ihre Helden nicht allzu sehr verformt wurden. Ian McKellen gibt Magneto als Herrn des Magnetismus die leicht psychotische Arroganz, die ihn auszeichnet, während Hugh Jackman einen wirklich superb grimmigen Wolverine abgibt. Alle anderen X-Men fallen da ins zweite Glied zurück, auch wenn Halle Berry (Storm) und Famke Janssen (Mystique) lecker anzusehen sind.

Kinofans freuen sich über die vielen Extras auf der DVD. So gibt es 15 Minuten unveröffentlichte Szenen, ein Interview mit dem Regisseur, animierte Storyboard-Szenen, eine Bildergalerie und die offiziellen Kino- und TV-Sports. Zwei Specials beschäftigen sich mit den X-Men an sich.

Carsten Scheibe
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