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Preisverleihung: Die Gewinner der Golden Globes: Biografien räumen ab, Deutsche gehen leer aus

Den Top-Globe als bestes Filmdrama gewinnt "Bohemian Rhapsody" über Queen-Frontmann Freddie Mercury. "Green Book" thematisiert Rassismus in den USA - und holt gleich drei Trophäen. Weniger Glück haben die deutschen Nominierten.

Rami Malek (3.v.r.) posiert bei den Golden Globes mit Graham King (2.v.r), Brian May (3.v.l.) and Mike Myers (r.).

Der Film "Bohemian Rhapsody" über Queen-Frontmann Freddie Mercury gewann zwei Trophäen: die für das beste Drama und Hauptdarsteller Rami Malek (3.v.r.) holte die begehrte Auszeichnung als bester Schauspieler in einem Filmdrama. Hier posiert er mit Graham King (2.v.r), Brian May (3.v.l.) and Mike Myers (r.).

AFP

Der Golden Globe für das beste Drama geht in diesem Jahr an den Film "Bohemian Rhapsody" über Queen-Frontmann Freddie Mercury. Das gab der Verband der Auslandspresse in der Nacht zum Montag in Beverly Hills bekannt. Insgesamt gewann das Werk von Bryan Singer zwei Trophäen: Hauptdarsteller Rami Malek (37) holte auch die begehrte Auszeichnung als bester Schauspieler in einem Filmdrama. In der Kategorie Beste Komödie/Musical gewann Peter Farrellys "Green Book" über Rassismus in den USA in den 1960er Jahren den Hauptpreis. Die deutschen Nominierten gingen dagegen leer aus.

Bei der Verleihung gab es noch weitere Preise für "Green Book": Als bester Nebendarsteller gewann Mahershala Ali seine erste Golden-Globe-Trophäe. In der Filmbiografie spielt er einen schwarzen Jazz-Pianisten, der in den 1960er Jahren mit seinem weißen Chauffeur (gespielt von Viggo Mortensen) durch die US-Südstaaten reist. Auch die Auszeichnung für das beste Drehbuch ging an "Green Book".

Die 71-jährige Hollywoodlegende Glenn Close freute sich über die Auszeichnung als beste Schauspielerin in einem Drama. Sie holte ihren dritten Golden Globe für ihren Part in "Die Frau des Nobelpreisträgers - The Wife". Ihre britische Kollegin Olivia Colman nahm eine Auszeichnung als beste Hauptdarstellerin in der Sparte Komödie/Musical mit nach Hause. Sie spielt in der Tragikomödie "The Favourite - Intrigen und Irrsinn" von Yorgos Lanthimos die britische Queen Anne im frühen 18. Jahrhundert.

Auch bei den Männern gewann ein Brite: Christian Bale wurde für seine Rolle als ehemaliger US-Vizepräsident Dick Cheney in der Politsatire "Vice" mit dem Globe als bester Hauptdarsteller in einer Komödie geehrt. 

Deutsche gehen leer aus

Die amerikanische Sängerin und Schauspielerin Lady Gaga (32) wiederum konnte über einen Golden Globe für den besten Filmsong jubeln. Der Verband der Auslandspresse würdigte das Lied "Shallow" aus dem Musikdrama "A Star Is Born". Lady Gaga teilt sich den Preis mit Mark Ronson, Anthony Rossomando und Andrew Wyatt.

Als bester Regisseur gewann der Mexikaner Alfonso Cuarón für das Schwarz-Weiß-Drama "Roma". Er holte mit dem Werk über das Leben von Haushälterinnen im Mexiko der 70er Jahre auch den Preis in der Sparte "bester nicht-englischsprachiger Film". 

Damit setzte er sich unter anderem gegen den deutschen Beitrag "Werk ohne Autor" von Florian Henckel von Donnersmarck durch. Auch Daniel Brühl ging leer aus. Der 40-Jährige war für seine Rolle in der Krimiserie "The Alienist" im Rennen gewesen. Den Preis in der Kategorie als bester Hauptdarsteller in einer Mini-Serie holte aber Darren Criss für "The Assassination of Gianni Versace". Im vergangenen Januar hatte das deutsche NSU-Drama "Aus dem Nichts" von Fatih Akin den Golden Globe als bester Auslandsfilm gewonnen. 

Die seit 1944 vergebenen Golden Globe Awards sind die wichtigsten Filmpreise nach den Oscars. Über die Gewinner entscheidet eine Gruppe von knapp 100 internationalen Journalisten, die seit langem in Hollywood arbeiten.

Vor einer blauen Wand mit "Golden Globe Awards"-Logos hält Oprah Winfrey ihre Trophäe in die Kameras
fin / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.