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Zack Snyder übernimmt neuen "Superman": Der Mann aus Stahl kehrt zurück

Realverfilmungen von Superhelden-Comics boomen in Hollywood. Doch ausgerechnet um Superman, den Vater aller Superhelden, ist es ruhig geworden. Nun wurde Regisseur Zack Snyder mit einem Reboot des Mythos beauftragt.

Mangelnde Werktreue konnte man Bryan Singer, dem Regisseur des letzten Superman-Kinofilms, wahrlich nicht vorwerfen. Sein Film atmete aus allen Poren den Geist der ersten Donner-Verfilmungen: Nicht nur, dass Singer direkt an die Ereignisse des zweiten Films von 1980 anknüpfte, mit Hauptdarsteller Brandon Routh castete er gar ein Lookalike des verstorbenen Superman-Darstellers Christopher Reeve.

Doch genau dort lag das Problem: Singers Superman war Donners Superman und der ein Kind der Achtziger - viel zu verstaubt für die Generation Ipod. Die Verantwortlichen bei Warner Bros. zogen die Konsequenzen: Statt wieder nur eine neue Fortsetzung zu produzieren, verlangte man nach einem kompletten Reboot des Superman-Franchises. Kurz gesagt: Der angestaubte Mann aus Stahl sollte fit werden für das 21. Jahrhundert.

Richten soll's nun Zack Snyder. Wie die "Los Angeles Times" berichtete, ist der Regisseur von "300" und "Watchmen" engagiert worden, um dem Superman-Mythos frischen Wind einzuhauchen.

Als Produzent werden Snyder dafür Christopher Nolan und Emma Thomas zur Seite stehen - ein Duo, das mit "Batman Begins" und "The Dark Knight" bereits eindrucksvoll vorgeführt hat, wie ein lahmendes Franchise wieder auf die Füße kommt. Nolan, dessen letzter Wurf "Inception" Studiobosse wie Arthouse-Kritiker gleichermaßen begeisterte, wird auch das Drehbuch zum neuen Superman verfassen - gemeinsam mit David S. Goyer ("Batman Begins").

In ein Cape aus Schweigen hüllen sich die Produzenten dagegen, wenn es um die wichtigste Rolle des Filmes geht. Sicher ist sich Snyder laut L.A. Times nur in einer Sache: Der neue Superman müsse ein Mann sei. Warum eigentlich?

jwi