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Komödie: Jede Menge Ärger

Es gibt sie noch, die Funfilme mit irren Figuren, schrägen Ideen und einem Mischmasch gelungener Gags. "Jede Menge Ärger" von Barry Sonnenfeld ist ein solcher Film.

Keine Bange: Es gibt sie noch, die Funfilme mit irren Figuren, schrägen Ideen und einem Mischmasch gelungener Gags. "Jede Menge Ärger" von Barry Sonnenfeld ("Men in Black") ist ein solcher Film. Der Regisseur hat sich den Kultroman "Big Trouble" von Dave Berry vorgeknöpft und ihn 1:1 mit einer Truppe bekannter Schauspieler abgekurbelt. Im Schmelztiegel Miami treffen wir auf den Loser Eliot (Tim Allen), der nach seiner Scheidung versucht, die Achtung seines Sohnes wiederzugewinnen. Schnell bekommt es Eliot aber nicht nur mit den Auswirkungen der Pubertät zu tun, sondern auch mit russischen Waffenschmugglern, durchgeknallten Kleinkriminellen, einer tragbaren Atombombe, seiner zukünftigen Braut, einer giftigen Riesenkröte und mit dem FBI.

Die zahlreichen Figuren aus dem Buch kreisen wie Monde um einen gemeinsamen Planeten namens Miami. Dabei lernen die staunenden Zuschauer auch einen langhaarigen Hippie (Jason Lee) kennen, der auf einem Baum im Garten just der Familie lebt, deren Tochter Eliots Sohn anbetet und wo der Vater längst auf der Abschussliste New Yorker Killer steht.

Während der Zuschauer noch versucht, das irre Theater um Liebe, fliegende Ziegen und demnächst explodierende Atombomben zu verstehen, taucht ein bekannter Schauspieler nach dem anderen auf. Dennis Farina gibt den Mafiakiller, DJ Qualls den Sprüche klopfenden Freund von Eliots Sohn. Tom Sizemore und Johnny "Jackass" Knoxville machen sich beide gut als dumme Kleinkriminelle. Rene Russo ist die gelangweilte Ehefrau des Killeropfers, in die sich Eliot am Ende verlieben darf.

Der Film setzt die schräge Stimmung des Romans kongenial für die Leinwand um. Das ist kein großes Kino, sondern eher ein vergnüglicher Rausch, der allerdings nach dem Wort "Ende" auch schnell wieder verfliegt.

Carsten Scheibe
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