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Sci-Fi: Star Trek 10: Nemesis

Die Verantwortlichen haben die angestaubte Serie mit ordentlich Action aufgemöbelt. Im zehnten Teil wird Jean-Luc Picard mit seiner Nemesis konfrontiert, die es auf Picards Blut abgesehen hat.

Der zehnte Star-Trek-Film floppte an den Kinokassen leider heftig. Dafür schlägt er auf dem DVD-Markt umso kraftvoller ein. Der effektreiche Actionstreifen landete auf Anhieb auf Platz 2 der so wichtigen Amazon-Verkaufs-Charts. Kein Wunder: Der Science-Fiction-Film bietet ja auch ein kristallklares Bild, das die gigantischen Raumschiffe des neuen Epos besonders feinauflösend anzeigt. Auch der Sound ist dazu angetan, das Sofa der Heimkinoanlage vibrieren zu lassen.

Da ist es verständlich, dass Patrick Stewart alias Captain Picard vom mageren Umsatz an der Kinokasse so enttäuscht war: Die Verantwortlichen haben nämlich eigentlich alles richtig gemacht und die angestaubte Serie mit ordentlich Action aufgemöbelt. Im neuen Film wird Jean-Luc Picard mit einer jüngeren Version seiner Selbst konfrontiert – mit einem Klon, seiner Nemesis. Der Klon ist an der Seite der Remulaner auf ordentlich Krach aus: Mit einer verbotenen Waffe möchte er die Erde in die Luft sprengen. Und nicht nur das. Um zu überleben, benötigt er Picards gesamtes Blut. Die Ermordung des Captains ist also das vordringlichste Ziel des Klons.

Aus diesem Plot bastelt Regisseur Stuart Baird ein spannendes 2-Stunden-Spektakel, das wieder zahlreiche galaktische Völker aufmarschieren lässt, philosophische Ansätze zum Nachdenken bietet und nebenbei Weltraumschlachten vom Allerfeinsten auf den Schirm holt. Ein absolutes Highlight ist die bereits in den Werbeteasern gezeigte Szene, in der eine waidwund geschlagene Enterprise ein feindliches Raumschiff rammt. Wie sich die Raumschiffe Meter für Meter ineinander fressen, das ist ganz großes Hollywood-Kino.

Zahlreiche Extras werten die DVD auf. Sie bieten einen Kommentar des Regisseurs, Dokumentationen über den Film, gelöschte Szenen und eine Fotogalerie.

Carsten Scheibe
Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo