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E-Mail von Till: Ingmar Bergman, der Skifahrer?

Mit Ingmar Bergman und Michelangelo Antonioni sind in dieser Woche zwei große Regisseure gestorben. Der europäische Film wird trotzdem weiter existieren. Das peinliche Wer-war-das-doch-gleich-Raten hoffentlich nicht.

Leute, mal ganz ehrlich! Wer weiß, über welchen großen Filmemacher und Regisseur folgendes gesagt wurde: "Sein Werk ist unsterblich. Ich hoffe, dass sein Erbe auf ganz lange Sicht bewahrt und weiter ausgebaut werden wird." Kleiner Tipp: Es handelt sich nicht um das Erbe des cineastischen Monumentalwerkes von Didi Hallervorden. Nein, diese Sätze sprach Schwedens Ministerpräsident Reinfeldt anlässlich des Todes von Ingmar Bergman.

Bergman im Ü-Ei oder Happy Meal?

Am nächsten Tag treffe ich in der Stadt meinen alten Kumpel Tom Hagen zum gemeinsamen morgendlichen Espresso im Eis Café "Da Luca Brasi" und weil mir nichts Besseres einfiel, sagte ich lakonisch: "Hast du schon gehört? Bergmann ist gestorben." Nach fünf Minuten bleierner Stille meldet sich Tom betroffen zurück: "Echt? Bergman? Der war doch noch gar nicht so alt! Für mich einer der besten Skifahrer aller Zeiten! Mit wem war der noch verheiratet?" Weitere fünf Minuten später hatte ich mich wieder gefangen. "Mit Rosi Mittermaier", sagte ich. Und ging. Was für ein Idiot.

Daraufhin habe ich meine persönliche Umfrage gestartet. Das Resultat war niederschmetternd. Ich kenne Menschen, die können ganze Dialoge aus "Go Trabbi Go" zitieren. Aber ich musste feststellen, dass keiner in meiner näheren Umgebung einen Ingmar-Bergman-Film kannte oder gesehen hat. Aber wen wundert das? Wir leben in einem Land, in dem Til Schweiger als Filmstar gilt, Ottfried Fischer sich ungestraft Schauspieler nennen darf und Thomas Gottschalk einen neuen "Supernasen"-Film drehen will.

Natürlich, eins ist klar: Man muss keinen Bergman-Film gesehen haben, um ein anständiges Leben zu führen. Keiner muss sich schämen, dass er lieber "Das Parfüm" oder Schmuddelfilme à la "Die schamlosen Bikini-Luder von Hallig Hooge" sieht. Aber wie könnte man es denn schaffen, Jugendliche zum Beispiel für den berühmten Film "Szenen einer Ehe" von Bergman zu begeistern? Knuffige Plastikfiguren von den Hauptdarstellern in die "Happy Meal"-Junior-Tüte bei McDonald's legen? Oder noch klassischer: In jedem siebten Ei - sind wir mit dabei? Bergmann in Ü-Eiern? Oder aus den schönsten Bergmann-Filmen ein heiteres Musical machen? Nein, bitte nicht. Es ist schon schlimm genug, dass es "We will rock you" gibt. Das passt zwar jetzt nicht richtig, wollte ich aber schon immer mal loswerden.

Zur Hölle mit dem Halbwissen

Bei Bergmann trennt sich eben die Spreu vom Weizen. Da kommt man mit dem heute so modern gewordenen assimilierten Halbwissen (Schönen Dank, Herr Jauch!) nicht weiter. Diese Filme muss man gesehen haben, sonst kann man nicht mitreden. Das ist nicht "Indiana Jones", wo man immer durchkommt mit "die Szene mit der Peitsche war ja echt cool"! Apropos cool - gestern Morgen habe ich Tom wieder getroffen. "Wer hat die weibliche Hauptrolle in dem Film 'Blow up' gespielt?", fragte ich ihn. Er: "Wieso"? "Weil Antonioni gestorben ist", sage ich, "darum!". Darauf Tom: "Theresa Orlowski". Da haben wir es wieder: Halbwissen! Was für ein Idiot. Ich bin mir sicher, dass es eine Italienerin war. Lollo Ferrari... oder so...

Bis die Tage!

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?