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Golden-Globe-Nominierungen: And the winner is...

Ganz Hollywood rätselt darüber, wer in das Rennen um die Golden Globes gehen wird. Kurz vor Bekanntgabe der Nominierungen gibt stern.de-Autorin Frances Schoenberger, die selbst Mitglied der Globe-Jury ist, exklusiv ihre Tipps ab.

Winterzeit, Filmpreiszeit - kurz vor der Bekanntgabe der Nominierungen für die Golden Globes 2008 ergießt man sich in Hollywood in Spekulationen: Welche Filme, welche Fernsehsendungen zählen zu den jeweils fünf Auserwählten in den verschiedenen Kategorien? Welche Schauspieler dürfen am 13. Januar in das Rennen um den begehrten Filmpreis gehen? Schon seit Tagen sind die Zeitungen an Amerikas Westküste voller Mutmaßungen, die Los Angeles Times informiert gar per akribisch aktualisiertem "Buzzometer" über die aussichtsreichsten Kandidaten.

Und auch bei den mehr oder minder prominenten Filmschaffenden selbst dürfte die Spannung groß sein, gelten die Golden Globes, als zweitwichtigster Filmpreis, doch als einigermaßen treffsicherer Oscar-Seismograph. Auch wenn es nicht immer eintritt: Statistisch ist belegt, dass ein Golden-Globe-Gewinner mit besten Aussichten zur Oscar-Verleihung fahren darf.

Anders als beim Oscar werden die die Gewinner des 1944 von der "Hollywood Press Association" ins Leben gerufenen Preises alljährlich von rund 100 internationalen Journalisten bestimmt, die in Hollywood arbeiten. In diesem Jahr mit dabei: stern.de-Autorin Frances Schoenberger, die seit 30 Jahren aus Amerikas Traumfabrik über Promis und Blockbuster berichtet. Exklusiv für stern.de gibt sie ihre Prognose ab, wer zu den Nominierten gehören wird.

Bei den besten männlichen Hauptdarstellern ist sich Schöneberger sicher, dass es sich zwischen Daniel Day-Lewis mit dem seinem Politthriller "There will be blood" und Johnny Depp entscheiden wird, der in "Sweeney Todd" als Londoner Barbier seinen Kunden die Gurgel gleich mit durchschneidet. Eher Außenseiterchancen auf den Sieg im Januar, aber höchstwahrscheinlich unter den Nominierten: George Clooney, Josh Brolin und Denzel Washington.

Bei den weiblichen Hauptdarstellern wird die französische Schauspielerin Marion Cotillard mit ihrer Edith-Piaf-Biographie "La vie en Rose" hoch gehandelt. Aber auch zwei echte Neulinge haben nach Meinung von Schoenberger allerbeste Chancen dabei zu sein: Ellen Page, die für ihre Komödie "Juno" beste Kritiken erhielt, sowie Amy Adams, die in der Abendteuerkomödie "Verwünscht" in diesem Jahr glänzen konnte.

Im Unterschied zu den Oscars wird die Kategorie "Bester Film" noch mal in "Drama" sowie "Comedy/Musical" unterteilt, wobei letztere in der Regel bei den Accademy Awards keine Rolle spielen. Bei den Dramen sieht Schoenberger "There will be Blood" und "Into the wild" vorn, ebenfalls zu den Nominierten werden wohl "No Countryn for old men", "American Gangster" und "The Kite Runner" gehören. Alle Tipps der stern.de-Expertin finden Sie in der Fotostrecke "Golden Globes - Hollywoods heiße Favoriten".

Wer auch immer nominiert wird und Mitte Januar sogar den Golden Globe mit nach Hause nehmen wird: Eine Garantie für den Oscar-Gewinn ist dies - trotz aller statistischen Wahrscheinlichkeit - noch lange nicht. Bestes Beispiel ist der Film "Dreamgirls", der im letzten Jahr fünf "Golden Globes" abräumte. Bei der Oscar-Verleihung jedoch wurde die Geschichte über das weibliche Gesangstrio "The Supremes" - trotz achtfacher Nominierung - lediglich mit zwei Oscars ausgezeichnet: den für die beste Nebendarstellerin und den besten Ton.

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