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Harald Schmidt: "Dirty Harry" kehrt zurück ins Fernsehen

Er kann es einfach nicht lassen: Nach nur einjähriger Pause wird Harald Schmidt wieder ins Fernsehen zurückkehren. Der Entertainer will jedoch nicht zu seinem alten Sender Sat1 zurück.

Darauf haben seine Fans ein langes Jahr gewartet: Harald Schmidt kehrt zurück ins Fernsehen. Bei der ARD wird der 47-jährige Entertainer im kommenden Jahr zwei Mal die Woche um 23 Uhr eine eigene Show moderieren, und zwar jeden Mittwoch und Donnerstag, wie informierte Kreise am Freitag mitteilten. Die erste Sendung ist für den 23. Dezember geplant, genau ein Jahr nach dem Abschied von Sat1. Dort war seine "Harald Schmidt Show" acht Jahre lang erfolgreich gelaufen, dann hatte Schmidt aber wegen interner Querelen die Brocken hingeschmissen.

ARD-Sprecher Björn Staschen konnte den Deal, über den die "Süddeutsche Zeitung" zuerst berichtete, zunächst nicht offiziell bestätigen. Es gebe aber intensive Kontakte zwischen dem ARD-Vorsitzenden Jobst Plog und dem Late-Night-Talker, "mit dem Ziel, Schmidt bei der ARD zurück auf den Bildschirm zu holen", sagte er.

Zusammenarbeit mit Fred Kogel

Bei der Produktion der neuen Sendung wird Schmidt laut "SZ" mit seinem Freund Fred Kogel, dem Vorstandschef von Constantin, zusammenarbeiten. Details zum Konzept und der Vertragsgestaltung würden noch besprochen. Standort der Late-Night-Sendung wird wie gehabt Köln.

Während seiner fernsehfreien Zeit hat Schmidt unter anderem längere Reisen unternommen, Theater gespielt und kabarettistische Vorstellungen in 18 Städten gegeben. Der "gelernte" Kabarettist Schmidt war Anfang der 90er Jahre mit der Kult-Show "Schmidteinander" erfolgreich und einem breiten Publikum bekannt geworden, die er zusammen mit Herbert Feuerstein zunächst im WDR-Fernsehen und später in der ARD präsentiert hatte.

Erfolg nach Anlaufschwierigkeiten

Nach seinem Wechsel zu Sat1 moderierte Schmidt am 5. Dezember 1995 erstmals seine nach amerikanischem Vorbild entwickelte "Harald Schmidt Show", die sich nach ersten Anlaufschwierigkeiten zuletzt fest etabliert hatte.

Seine Nachfolgerin, Comedy-Star Anke Engelke, musste vergangene Woche ihre Show "Anke Late Night" nach nur fünf Monaten wegen miserabler Einschaltquoten einstellen.

AP / AP
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