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Hollywood Awards: Auftakt der Filmpreis-Saison

Mit der Vergabe der Hollywood Awards hat in den USA die Filmpreis-Saison begonnen. Oscars gibt es zwar erst in vier Monaten, doch schon jetzt flanierten dutzende Stars auf dem Roten Teppich.

Vier Monate vor der Vergabe der Oscar-Trophäen hat Hollywood mit einem riesigen Staraufgebot die Filmpreis-Saison eingeläutet. Zum zehnten Mal wurden in Los Angeles die Hollywood Awards verliehen. Clint Eastwood, Robert DeNiro, Sandra Bullock, Sharon Stone und Lindsay Lohan zählten zu den zahlreichen Stars auf dem Roten Teppich vor dem Beverly Hilton Hotel. Die Preisverleihung ist die Krönung eines einwöchigen Filmfestivals, bei dem auch Til Schweigers selbst produzierter Thriller "One Way" seine Weltpremiere feierte.

Trophäen für Oliver Stone und Forest Whitaker

Penelope Cruz ("Volver - Zurückkehren ") wurde mit dem Preis als beste Schauspielerin des Jahres ausgezeichnet. Forest Whitaker gewann die Darstellertrophäe für seine Verkörperung des ugandischen Diktators Idi Amin in "The Last King of Scotland". Sandra Bullock und Ben Affleck holten sich die Preise als beste Nebendarsteller ab. Die Trophäe für den besten Regisseur ging an Oliver Stone, der zuletzt das Terrordrama "World Trade Center" drehte.

Die Besetzung des Films "Bobby" mit Sharon Stone, Demi Moore, Aston Kutcher, Lindsay Lohan und vielen anderen Stars, gewann den Ensemble-Preis. Leinwandkomiker Robin Williams konnte sich über eine Ehrung für sein Lebenswerk freuen. Die Jungstars Derek Luke und Lindsay Lohan ließen sich als viel versprechende Nachwuchstalente feiern.

Keine Überrraschungen

Überraschungen gab es an dem Abend keine, denn die Jury hatte die Gewinner schon vorab bekannt gegeben. Doch die Hollywood Awards, bei denen Filmkritiker, Produzenten und Festivalleiter die Wahl treffen, werden trotz der fehlenden Spannung als erste wichtige Gala-Show der Filmsaison gehandelt. "Alleine in den letzten drei Jahren gab es 42 Oscar-Nominierungen und neun Oscar-Trophäen für die Leute, die zuerst von uns ausgezeichnet wurden", rühmte Veranstalter Carlos de Abreu im Filmblatt "Variety" seine Show.

So war im Herbst 2005 das Ensemble von "L.A. Crash" als Sieger hervorgegangen. Das Rassendrama rückte dadurch ins Rampenlicht und gewann vier Monate später den Oscar als bester Film. Im Jahr zuvor war Jamie Foxx als Nachwuchsstar gefeiert worden. Wenig später erhielt er prompt den Oscar als bester Darsteller für "Ray".

DPA / DPA