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Kein glückliches Händchen für M. Night Shyamalan: "Aang" - Hohles 3D-Kino ohne Spannung

Psychothriller mit einem einem kräftigen Schuss übernatürlicher Phänomene sind seine Spezialität. Mit "The Sixth Sense" setzte US- Regisseur M. Night Shyamalan vor zehn Jahren Maßstäbe für das Genre. "Die Legende von Aang" ist sein erster 3D-Film.

Held von "Die Legende von Aang" ist der zwölfjährige Junge Aang. Als neuer Avatar soll er die vier Elemente Wasser, Luft, Erde und Feuer im Gleichgewicht halten, die vier gänzlich unterschiedliche Nationen symbolisieren. Doch die Feuer-Nation hat einen brutalen Krieg gegen den Rest der Welt angezettelt. Alle Hoffnung ruht nun auf dem Avatar, dem Herrscher der Elemente, der als Einziger die Katastrophe abwenden kann.

Doch Aang, gespielt von Noah Ringer, ist noch nicht so weit. Er beherrscht zwar das Element Luft, doch die anderen Elemente sind ihm bislang fremd. Deshalb schließt er sich der Wasserbändigerin Katara (Nicola Peltz) und ihrem Bruder Sokka (Jackson Rathbone, "Twilight") an. Früher als erwartet, müssen sich die drei ihrem Widersacher stellen: Prinz Zuko. Dev Patel ("Slumdog Millionär") spielt diesen Sohn des Anführers der Feuernation allerdings nicht so, dass man um das Wohl der Welt fürchten müsste.

Einzig Noah Ringer als Aang überzeugt in seiner Rolle. Wo die Action-Figuren in anderen Filmen die Spezialeffekte und Kampfszenen ganz locker aus der Hüfte beherrschen, sieht man seinem Aang die meditative Konzentration und Anstrengung an, aus der mörderische Stürme und emporsteigende Wasserfontänen entstehen. Ob das aber mit der teuren 3D-Technik noch toller aussieht, ist Geschmackssache.

"Die Legende von Aang" ist Auftakt einer Filmtrilogie, wie Shyamalan sagt. Beeindruckender als die vorhersehbare Geschichte sind die Schauplätze der spektakulären Kämpfe - die gigantischen und zugleich filigranen Gebäude der Metropole der Wasser-Nation im ewigen Eis zum Beispiel. Es sei ihm wichtig gewesen, auch an glaubhaften, realen Orten zu drehen, sagte Shyamalan über die Dreharbeiten in Grönland.

"Wir haben das wie eine militärische Operation geplant." Per Schiff wurde die komplette Film-Ausrüstung in riesigen Containern aus den USA nach Grönland gebracht. Die Schauspieler seien zwischen den Szenen immer dick in Kleider ein- und wieder ausgepackt worden, sagte der US-Regisseur. Der Aufwand hat sich zumindest in einer Hinsicht gelohnt: Wenn dem Zuschauer schon nicht die etwas lahme Story im Gedächtnis bleibt, so zumindest die opulenten Kostüme und Szenenbilder an realen Schauplätzen.

Elke Vogel, DPA / DPA
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