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Neu im Kino: Good bye James Gandolfini, hallo Glenn Close

Damit Sie im Kino den Überblick behalten: "Not Fade Away" ist ein ganz realer Abschied. "Albert Nobbs" ist das fulminante Comeback von Glenn Close. Und Til Schweiger macht jetzt ohrenlosen Trickfilm.

Von Sophie Albers und Nicky Wong

"Albert Nobbs"

Wen Sie kennen könnten: die Darstellerinnen Glenn Close ("Gefährliche Liebschaften") und Mia Wasikowska ("Alice im Wunderland")

Die Geschichte in einem Satz:

Um in der irischen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts zu bestehen, wird eine Frau zum Mann: Albert ist Butler und verbiegt sich - bis er bricht.

Geschwister im Kinoversum:

"Frida"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Weil Glenn Close eine Oscar-reife Meisterleistung hinlegt. Und weil frau sich heute einfach nicht vorstellen kann, dass diese massive Unterdrückung und Ausgrenzung erst seit Kurzem vorbei sein soll. Und weil Mia Wasikowska und Aaron Taylor-Johnson einfach die neuen Superstars sind.

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"Prakti.com"

Wen Sie kennen könnten: die Darsteller Vince Vaughn ("Die Hochzeits-Crasher") und Owen Wilson ("Midnight in Paris")

Die Geschichte in einem Satz:

Die mittelalten Armbanduhrenverkäufer Billy und Nick werden gefeuert, geben die Hoffnung auf den großen Reibach jedoch nicht auf und heuern bei Google als Praktikanten an, wo sie tatsächlich angenommen werden.

Geschwister im Kinoversum:

"Die Hochzeits-Crasher"

Warum Sie den Film nicht sehen sollten:

Weil Wilson und Vaughn mal ein richtig gutes Comedy-Team des scharfen Humors waren und davon geblieben sind nur tragisch milde Witzchen.

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"Der Geschmack von Apfelkernen"

Wen Sie kennen könnten: die Darsteller Hannah Herzsprung ("Der Baader Meinhof Komplex"), Marie Bäumer ("Der Schuh des Manitu") und den gleichnamigen Bestseller von Katharina Hagena

Die Geschichte in einem Satz:

Durch den Tod der Großmutter kommt eine Familie im Heimatort zusammen, und vor allem Enkelin Iris taucht ein in Kindheits- und Jugenderinnerungen, die nicht nur sonnig sind.

Geschwister im Kinoversum:

Spuren eines Lebens"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Weil die etwas überladene Familiengeschichte über drei Generationen hinweg sinnlich und liebevoll erzählt wird.

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"2 Guns"

Wen Sie kennen könnten: die Darsteller Denzel Washington ("Flight") und Mark Wahlberg ("The Fighter")

Die Geschichte in einem Satz:

Die Agenten Trench und Stigman arbeiten undercover für ein Drogenkartell, allerdings wissen sie nichts voneinander und geraten sich immer wieder in die Quere, während sie versuchen, Mafiaboss Greco zu schnappen.

Geschwister im Kinoversum:

"Pain&Gain"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Weil Sie "harte Kerle sind cool und schießen um sich"-Filme mögen.

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"Keinohrhase und Zweiohrküken"

Wen Sie kennen könnten: die Stimmen von Regisseur Til Schweiger ("Keinohrhasen"), seiner Tochter Emma Schweiger ("Kokowääh") und Matthias Schweighöfer ("Friendship!")

Die Geschichte in einem Satz:

Wegen seiner Ohrlosigkeit wird der Keinohrhase gehänselt und ausgeschlossen, dabei wünscht er sich nichts sehnlicher als einen echten Freund, und eines Tages liegt da ein Ei vor seiner Tür, aus dem das Zweiohrküken schlüpft.

Geschwister im Kinoversum:

"Kokowääh 2"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Weil Sie Til Schweigers romantische Komödien mögen.

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"Not Fade Away"

Wen Sie kennen könnten: Darsteller James Gandolfini ("Die Sopranos") und Regisseur David Chase ("Die Sopranos")

Die Geschichte in einem Satz:

Douglas (John Magaro) gründet mit seinen Kumpels eine Band, um mindestens so groß rauszukommen wie die Rolling Stones, doch im New Jersey von 1964 ist das leichter gesagt als getan, vor allem als auch noch sein Vater (James Gandolfini) krank wird.

Geschwister im Kinoversum:

"Inside Llewyn Davis"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Weil es eine wunderbare wie unaufgeregte Coming-of-Age-Geschichte ist, die kein Detail der Jugendträume auslässt, die Menschen nach und nach aufgeben, um "erwachsen zu werden". Außerdem ist es das Regiedebüt von "Sopranos"-Erfinder David Chase und einer der letzten Filme des viel zu früh verstorbenen "Soprano"-Stars James Gandolfini. Es ist zum Heulen!

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo