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Verkündung in Los Angeles Neun Oscar-Nominierungen für deutschen Film "Im Westen nichts Neues" – auch diese Stars können hoffen

In Los Angeles wurden die Oscar-Nominierungen verkündet
Die 95. Oscar-Verleihung findet am 12. März statt.
© Danny Moloshok/Invision/AP / DPA
In Los Angeles wurden die mit Spannung erwarteten Nominierungen für die diesjährigen Oscars bekanntgegeben. Der deutsche Film "Im Westen nichts Neues" darf gleich in mehreren Kategorien hoffen.

Der deutsche Beitrag "Im Westen nichts Neues" von Regisseur Edward Berger ist in der Top-Sparte "Bester Film" für den Oscar nominiert. Das gab die Film-Akademie in Los Angeles am Dienstag bekannt. Gemeinsam mit dem Antikriegsdrama gehen neun weitere Filme in der wichtigsten Kategorie ins Rennen, darunter "Avatar: The Way of Water", "Everything Everywhere All at Once" und "The Fabelmans".

"Im Westen nichts Neues" nach der Buchvorlage von Erich Maria Remarque aus dem Jahr 1929 zeigt das Grauen des Ersten Weltkrieges aus der Sicht eines jungen Soldaten. Die Hauptrolle spielt der Österreicher Felix Kammerer. "Ich bin ein bisschen überwältigt", sagte Regisseur Edward Berger der Deutschen Presse-Agentur am Telefon, als er auf die zahlreichen Nominierungen angesprochen wurde. Berger dreht gerade ein neues Projekt in Italien. 

Das Werk hat in acht weiteren Kategorien Chancen auf einen Goldjungen. Darunter als "Bester fremdsprachiger Film", für das "Beste adaptierte Drehbuch" sowie für die "Beste Filmmusik". Der deutsche Komponist und Pianist Volker Bertelmann, bekannt unter dem Künstlernamen Hauschka, war bereits 2017 zusammen mit dem US-Kollegen Dustin O'Halloran für den Soundtrack zu dem Film "Lion" für einen Oscar nominiert. Bei der Verleihung gingen sie damals aber leer aus.

Die Oscar-Nominierten in den wichtigsten Kategorien

Hoffnungen auf einen Oscar als bester Hauptdarsteller dürfen sich Austin Butler ("Elvis"), Colin Farrell ("The Banshees of Inisherin"), Brendan Fraser ("The Whale"), Paul Mescal ("Aftersun") und Bill Nighy ("Living") machen.

Als beste Hauptdarstellerin gehen Cate Blanchett ("Tár"), Ana de Armas ("Blond"), Andrea Riseborough ("To Leslie"), Michelle Williams ("The Fabelmans") und Michelle Yeoh ("Everything Everywhere All at Once") ins Rennen.

Bei den Nebendarstellern sind Brendan Gleeson ("The Banshees of Inisherin"), Brian Tyree Henry ("Causeway"), Judd Hirsch ("The Fabelmans"), Barry Keoghan ("The Banshees of Inisherin") und Ke Huy Quan ("Everything Everywhere All at Once") nominiert.

Eine Nominierung als beste Nebendarstellerin haben Angela Bassett ("Black Panther: Wakanda Forever"), Hong Chau ("The Whale"), Kerry Condon ("The Banshees of Inisherin"), Jamie Lee Curtis ("Everything Everywhere All at Once") und Stephanie Hsu ("Everything Everywhere All at Once") erhalten.

In der Kategorie "Beste Regie" konkurrieren Steven Spielberg ("The Fabelmans"), Martin McDonagh ("The Banshees of Inisherin"), Daniel Kwan, Daniel Scheinert ("Everything Everywhere All at Once"), Ruben Östlund ("Triangle of Sadness") und Todd Field ("Tár").

Insgesamt die meisten Nominierungen erhielt der Science-Fiction-Film "Everything Everywhere All at Once". Das Werk von Dan Kwan und Daniel Scheinert geht elfmal ins Oscar-Rennen, unter anderem in den Kategorien "Bester Film" und "Beste Regie". Der Streifen erzählt den chaotischen Alltag einer  Waschsalonbesitzerin (Michelle Yeoh), die sich beim Finanzamt wegen ihrer Steuererklärung mit der Steuerprüferin (Jamie Lee Curtis) anlegt. Zudem hat sie Probleme mit ihrer Tochter und ihr Ehemann (Ke Huy Quan) will sich scheiden lassen. Dabei wird ihr Universum völlig auf den Kopf gestellt, sie wirbelt durch Parallelwelten, in denen auch Action und Kung-Fu-Elemente zum Einsatz kommen.

Neben dem deutschen Beitrag "Im Westen nichts Neues" bekam auch die Tragikomödie "The Banshees of Inisherin" neun Nominierungen, gefolgt vom Biopic "Elvis" mit acht Nominierungen. Steven Spielbergs Drama "The Fabelmans" erhielt sieben Nominierungen. "Top Gun: Maverick" kam auf sechs, "Black Panther: Wakanda Forever" auf fünf Nominierungen. James Camerons "Avatar" ist vier Mal auf der Liste.

Verkündet wurden die Nominierungen von dem britischen Schauspieler Riz Ahmed und seiner US-Kollegin Allison Williams. Die 95. Oscar-Verleihung im Dolby Theatre in Hollywood ist für den 12. März geplant.

mit DPA

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