HOME

Stern Logo Academy Awards - Die Oscar-Verleihung

Adacemy Awards 2018: Oscar-Produzenten wollen Jimmy Kimmel an der kurzen Leine halten

Verboten sind Trump-Witze nicht, doch die diesjährige Oscar-Verleihung soll nicht dezidiert politisch werden. Die Produzenten der Show kündigten an, Moderator Jimmy Kimmel werde sich zurückhalten.

Jimmy Kimmel

Jimmy Kimmel moderiert am Sonntag die Oscar-Verleihung.

DPA

Sollte Donald Trump am Sonntagabend nichts vorhaben, kann er getrost die Oscar-Verleihung einschalten. Zwar wird die Veranstaltung von Jimmy Kimmel moderiert, der den US-Präsidenten in seiner Late-Night-Show "Jimmy Kimmel Live!" regelmäßig aufs Korn nimmt. Doch für die Verleihung des wichtigsten Filmpreises hat Trump offenbar nichts Schlimmes zu befürchten.

Die beiden Oscar-Produzenten Michael De Luca und Jennifer Todd sagten der amerikanischen Tageszeitung "USA Today", dass Kimmel in seinem Eröffnungsmonolog zwar auch Politik streifen werden, jedoch bei weitem nicht so politisch agieren werde wie in seiner eigenen Sendung. Darin spricht der Comedian immer wieder umstrittene Themen wie Waffenkontrolle an. 

Jimmy Kimmel und die Oscar-Tradition

Für die Oscar-Gala werde etwas anderes von dem Moderator erwartet. "Wir machen ihm keine Vorgaben", sagte De Luca. "Er weiß selbst am besten, was für den Oscar angemessen ist." Kimmel sei ein Fan früherer Oscar-Moderatoren wie Bob Hope und Johnny Carson. Er sei dieser Tradition bereits im vergangenen Jahr gefolgt und plane es auch diesmal zu tun.

Im vergangenen Jahr hatte der US-Präsident allerdings bereits über zu viel Politik geklagt "Sie waren so auf die Politik fokussiert, dass sie die Dinge am Ende nicht hingekriegt haben", sagte Trump damals der rechten Website "Breitbart". Es sei ein bisschen traurig gewesen und habe der Veranstaltung den Glamour genommen. Sein Fazit: "Es hat etwas sehr Spezielles gefehlt", am Ende sei es "traurig" gewesen.

Sympathie mit der "Time's Up"-Initiative

Gut möglich, dass die Show auch diesmal für Trumps Geschmack zu viel Politik enthält. Ein Mann dürfte allerdings noch mehr abkriegen als der US-Präsident: Vermutlich wird sich Filmproduzent Harvey Weinstein einiges anhören müsse, gegen den zahlreiche Missbrauchsvorwürfe erhoben wurden. 

Zudem unterstützt die Verleihung die vor zwei Monaten gegründete "Time's Up"-Initiative, die sich für gleiche Bezahlung von Männern und Frauen in der Filmbranche einsetzt. Es gibt also auch ohne Politik genug zu besprechen.

che